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Bye-bye Black Friday – hello buy better day

Bye-bye Black Friday – hello buy better day

Seit vor 14 Jahren der Black Friday erstmals hierzulande zelebriert wurde, ist das 'immer billiger' Novemberwochenende zu einem festen Bestandteil im Einzelhandelskalender geworden. Organisationen wie die Fair Wear Foundation, Eco Brands, Greenfluencer und andere Aktivisten stellen dem massenhaften Konsumieren verantwortungsbewusstes Einkaufen entgegen. So wird der Black Friday zum buy better (oder nothing) day.

Nachdem der Black Friday am 24. November 1961 in Philadelphia ausgerufen wurde, um Menschen zwischen Thanksgiving und dem Wochenende mit kleinen Preisen nach Downtown zu locken, hat sich der Shopping-Tag zu einem Shopping-Wochenende (bis Cyber Monday) ausgeweitet. 45 Jahre hat es gedauert, bis Black Friday auch in Deutschland angekommen ist. Apple hat seine Preise für ein eintägiges Shopping-Event gesenkt, um den Absatz seiner Produkte wieder anzukurbeln.

Black Friday is so yesterday. It’s 2020.

Und das Konzept ist angenommen worden. Dem Handelsverband Deutschland zufolge wurde 2017 von Black Friday bis zu Cyber Monday für 1,7 Milliarden Euro eingekauft. 2018 waren es bereits 2,4 Milliarden Euro und 2019 ganze 3,1 Milliarden Euro. Der HDE rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzrekord: rund 3,7 Milliarden Euro werden am Shopping-Wochenende in Technik, Mode, Beauty & Co. investiert werden. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Diesmal wurden die Schnäppchenangebote coronabedingt schon deutlich früher ausgerufen: Bereits Ende Oktober sind erste Angebote aufgetaucht. Mancherorts wurde sogar ein „Black November“ ausgerufen.

Buy less but better day. Why not?!

Zahlreiche Organisationen der Slow Fashion Bewegung haben verschiedene Aktionen und Strategien entwickelt, um dem massenhaften und oftmals sinnlosen Konsumieren ein Ende zu bereiten.

  • Ein kleines Zeichen kann jeder Einzelne setzen, indem er gar nicht kauft und das Black Friday Weekend zum „buy nothing day“ erklärt. Die niederländische Fair Fashion Bloggerin Sara Dubbledam hat gemeinsam mit einer Kollegin die @thenobuychallenge gegründet. Leider nur auf holländisch verfügbar, aber wer Lust hat, kann zwischen Freitag und Montag ein Outfit von sich posten, was er schon ganz lange hat und immer noch liebt und mit #BuyNothingChallenge teilen
  • Auch in diesem Jahr wird die Preisersparnis nicht immer so hoch sein wie vermutet. Wer wirklich sparen möchte, sollte nach dem „buy less but better“ Prinzip handeln und keine Dinge kaufen, die er nicht braucht.
  • Buy better day: Wer sein Geld ausgeben möchte, kann abseits der XL-Marketing-Maschinerie das Geld in Qualität investieren und durch Einkäufe Eco Brands unterstützen.
  • Jetzt aktiv werden: Fashion Revolution ist das ganze Jahr lang. Gerade jetzt ist die Frage „Who made my Clothes“ wichtiger denn je. Deshalb: im Geschäft konkret nach den Arbeitsbedingungen fragen, unter denen ein Kleidungsstück hergestellt wurde.
  • How to? Die Fair Wear Foundation, die sich seit 21 Jahren zusammen mit mehr als 130 Mode- und Textilmarken für eine fairere und menschenwürdige Produktion von Kleidung weltweit einsetzt, hat den Fair Friday ausgerufen und gibt in der „Black Friday“-Woche unter dem Hashtag #peoplefriendlyfashion Tipps zum nachhaltigen Einkaufen. Wer einen „guten Kauf“ getätigt hat, ist dazu eingeladen, diesen unter dem Fair Wear Hashtag mit anderen zu teilen.

Wer ist dabei?

Black Friday

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