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LEXIKON

Siegel, Zertifikate, Materialien & Organisationen

Ökologisch korrekt und fair produziert – viele Textilhersteller versuchen beim Kunden mit positiv besetzten Attributen zu punkten. Aber woran erkennt man nachhaltige Kleidung wirklich? Diese Siegel und Zertifikate sorgen für Klarheit. Und gleichzeitig erklären wir die wichtigsten Begriffe und Materialien. To be continued…

Gut zu wissen: Es gibt zahlreiche Labels, die ökologisch korrekt und sozial verantwortungsvoll produzieren ohne (häufig aus Kostengründen) Siegel dafür zu verwenden. Die Facetten der nachhaltigen Mode sind weit gefächert und reichen von lokaler Produktion, Re- und Upcycling über innovative Materialien bis hin zu alternativen Konsummodellen. Alle GMUC Brands erfüllen mindestens eines dieser Kriterien.

*** Es fehlt noch was im Lexikon? Gerne schicken an info@greenstyle-muc.com ***

ACT: Action Collaboration Transformation

Eine Initiative zwischen internationalen Marken und Einzelhändlern, Herstellern und Gewerkschaften, um das Problem der existenzsichernden Löhne in der Textil- und Bekleidungslieferkette anzugehen. Die Hauptaufgabe der Initiative besteht darin, die Rolle und Verantwortung der einzelnen Interessengruppen zu ermitteln und zu eruieren, wie sie existenzsichernde Löhne in einem erweiterten, nachhaltigen und branchenweiten Ansatz unterstützen können. Mitglieder sind Einzelhändler und Marken wie Asos, C & A, Superdry, H & M und Orsay.
Actonlivingwages.com

Alpakawolle

Alpakawolle stammt vorzugsweise aus Südamerika. In Ländern wie Peru (hier leben 80 Prozent der Alpakas weltweit) gehört die Produktion von Alpakawolle und -⁣Textilien zur Kultur des Landes. Die Alpakawolle, die für nachhaltige Produktionen verwendet wird, stammt von Tieren, die frei in den Anden leben. Die Tiere werden alle zwei Jahren unter Einhaltung ethischer Normen geschoren und oftmals in Kooperativen vor Ort zu einem fairen Preis weiterverarbeitet.

Ananasleder / Pinatex

Schuhe, Taschen, Gürtel, Autositze: Wer Tierleder vermeiden möchte, hat mit Ananasleder eine neue vegane Alternative. Die spanische Designerin Carmen Hijosa entwickelte mit ihrem Startup „Ananas Anam“ ein Verfahren, das Ananasblätter – die bei der Ernte als Abfallprodukt übrig bleiben – in einen nichtgewobenen Textilstoff umwandelt, der ähnlich aussieht und ebenso stabil ist wie tierisches Leder. Kleine Designer wie Maravilla Bags (Mallorca) haben bereits Ananasleder-Taschen im Sortiment. Puma und Camper experimentieren mit Prototypen. ananas-anam.com

Appleskin

Appleskin ist ein veganes Material, das aus Apfelresten in Verbindung mit Bindemittel hergestellt wird. Statt in den Sondermüll zu gehen, bleibt dieser Industrieabfall im Kreislauf, Entwickelt wurde das Material vom Südtiroler Hannes Parth mit seinem Start up Frumat. Produziert wird in Italien, nachhaltig und fair. Die Eigenschaften können je nach Gebrauch spezifisch angepasst werden, es gibt verschiedene Stärken und unterschiedliche Dehnbarkeiten. Appleskin lässt sich gut färben, z.B. mit Pigmenten auf Wasserbasis bei Frumat. Appleskin wird vor allem in der Einrichtungs-, Schuh- und Modeindustrie (z.B. Nuuwai) eingesetzt, aber auch bei Automotive und für das Binden von Büchern. 
Good

Altkleiderexporte

Laut der UN-Datenbank Comtrade exportierte Deutschland 2019 Altkleider im Wert von 368 Millionen US-Dollar. Diese Exporte sind aufgrund der COVID-19-Pandemie unterbrochen. Es kommt zum Altkleider-Kollaps in deutschen Sammelstellen.

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Better Cotton Initiative

Die Better Cotton Initiative ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die ökologischen und sozialen Bedingungen beim Baumwollanbau zu verbessern. Baumwollproduzenten müssen genau definierte Kriterien erfüllen, bevor sie das Siegel beantragen können. Kontinuierliche Verbesserungen und die Erfüllung weiterer Anforderungen müssen gewährleistet sein. Die Anforderungen variieren je nachdem, ob sie Kleinbauern oder Eigentümer von XL-Plantagen sind. Das Siegel erscheint nicht auf den fertigen Produkten.
bettercotton.de

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Biobaumwolle / Organic Cotton

Ungefähr 25% der weltweit verwendeten Insektizide und 11% der Pestizide sind auf die Baumwollproduktion zurückzuführen. Und mit einem Kubikmeter Wasser pro Kilogramm Baumwollfasern ist der Wasserverbrauch extrem hoch. Bio-Baumwolle macht 1 bis 2% der weltweiten Baumwollproduktion aus und wird im Allgemeinen in subtropischen Ländern angebaut – idealerweise aus nicht gentechnisch veränderten Pflanzen und ohne Verwendung synthetischer Chemikalien. Zahlreiche Gütesiegel und Zertifikate haben die Herstellung von Bio-Baumwolle nicht unbedingt transparenter gemacht. Derzeit stellen die Erzeuger jedoch sicher, dass es keine Kinderarbeit gibt, keine Pestizide eingesetzt werden und dass die Landwirte faire Preise erhalten.
organicexchange.org.

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Blauer Engel

Die älteste deutsche Zertifizierung für Produkte und Dienstleistungen im Umweltbereich wurde 1978 auf Initiative des Bundesinnenministeriums eingeführt. Seitdem kennzeichnet Blauer Engel freiwillig Produkte und Dienstleistungen, die als besonders umweltfreundlich eingestuft sind. Folgende Aspekte spielen eine Rolle: der sparsame Einsatz von Rohstoffen in der Produktion, der respektvolle Umgang mit Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, die Haltbarkeit des Produkts und die nachhaltige Entsorgung.
blauer-engel.de

 

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Bluesign

Blusign ist ein Zertifikat der Textil- und Chemieexperten der Blusign Technologies AG. Perfekte Voraussetzungen, um chemische Risiken einschließlich aller Entgiftungssubstanzen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, beginnend mit der chemischen Industrie, umfassend zu untersuchen. Neben einer „Negativliste“ gibt es auch eine „Positivliste“ für Chemikalien, die auf der Blusign-Website im „Bluefinder“ eingesehen werden können. Trotz ihrer Strenge gibt es bei Blusign keine Grenzwerte oder Abwassertests für Umweltverschmutzung, weshalb es einer Zertifizierung wie Blauer Engel unterlegen ist. Alle Fasertypen sowie recycelte Materialien können unter Ausschluss gefährlicher Substanzen zertifiziert werden, was auch ihre Recyclingfähigkeit etwas einschränkt. Mit über 500 Systempartnern hat das Textildicht mehr als jedes andere, darunter Vaude, Adidas, Puma und G-Star.
bluesign.com

In Indien werden...

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... Wasser aufgewendet, um ein Kilo Baumwolle zu produzieren.

Mehr als...

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...Chemikalien werden in der weltweiten Textilproduktion eingesetzt.

CO2 Fußabdruck

Bei dem CO2 Fußabdruck (carbon footprint) handelt es sich um die Menge an CO2-Emissionen, die ein Mensch in einer bestimmten Zeit verursacht. Um herauszufinden, inwieweit der eigene aktuelle Lebensstandard ökologisch und sozial verträglich gestaltet ist, wurde 1994 das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks (William E. Rees, Mathis Wackernagel) entwickelt.

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Cradle-to-Cradle

Für Cradle to Cradle steht das Recyclingkonzept im Vordergrund – Ziel ist es, Abfälle langfristig überflüssig zu machen. Es werden fünf Bewertungskategorien verwendet: materielle Gesundheit, Wiederverwendbarkeit, erneuerbare Energien, soziale Fairness und Aufrechterhaltung der Wasserqualität, weshalb Cradle to Cradle als besonders umweltfreundlich gelten. Die fünf Zertifizierungsstufen Basic, Bronze, Silber, Gold und Platin bieten einen groben Überblick. Obwohl die Liste der ausgeschlossenen Chemikalien kleiner ist, als die Liste anderer Siegel, werden sie anhand von 23 toxikologischen Kriterien bewertet, z. B. ob ein Produkt krebserregende, hormonbeeinflussende und persistente Substanzen enthält. Je besser biologisch abbaubar, sauberer und recycelbarer Produkte sind, desto besser ist ihre Zertifizierungsstufe. Das Label ist in bestimmten Trigema-T-Shirts (Silber) oder C & A-T-Shirts (Gold) oder in der Viktor & Rolf x Calida-Kapselkollektion zu finden, jedoch nicht in der gesamten Produktpalette.
c2ccertified.org

Eco Fashion

Das Wort „Eco“ stammt aus dem englischen und bedeutet ökologisch. Bezogen auf Textilien spricht man von Eco Fashion, wenn diese vom Anbau der entsprechenden Ressourcen bis zum fertigen Kleidungsstück mit Respekt für die Umwelt produziert werden. Sprich: der Verzicht auf Pestizide, giftige Chemikalien, hohen Wasserverbrauch. Wichtig: geringer CO2 Ausstoß.

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ECONYL®

ECONYL® ist eine zu 100 Prozent regenerierte und regenerative Faser, die aus Nylon Abfällen, wie kaputten und unbrauchbaren Fischernetzen, Stoffen, alten Teppichen und anderen Wertstoffen hergestellt wird. Mit Hilfe innovativer Technologien ist es inzwischen möglich, aus diesen Abfällen ein Premium-Garn, das sogenannte ECONYL® Garn herzustellen, aus dem feinste Materialien gewebt werden können. Damit ist es dem in Italien ansässigen Unternehmen Aquafil, einem der weltweit führenden Unternehmen der synthetischen Faserindustrie gelungen, den Kreislauf zu schließen. Zum Einsatz kommt das revolutionäre Material zum Beispiel bei den Strumpfhosen des deutschen Traditionsunternehmens Kunert, das mit Kunert Blue im Januar 2017 eine nachhaltige Strumpfhosenkollektion gelauncht hat.
Weitere Informationen zu econyl.com/de

EU Ecolabel

Das international anerkannte Qualitätssiegel macht umweltfreundliche Produkte für Verbraucher leichter identifizierbar. Bei der Bewertung eines Produkts wird der gesamte Lebenszyklus einschließlich umweltverträglicher Produktion und Entsorgung untersucht. Es gilt sowohl für natürliche als auch für synthetische Fasern. Das European Union Labelling Board (EUEB) ist für das Siegel verantwortlich – der Eigentümer ist die Europäische Kommission. Das Gütesiegel ist in allen EU-Mitgliedstaaten anerkannt, einschließlich Norwegen, Liechtenstein und Island. In Deutschland sind das Deutsche Institut für Produktsicherheit und Zertifizierung (RAL) und das Umweltbundesamt für die Prüfung und Vergabe des Siegels verantwortlich (jeweils drei Jahre).
eu-ecolabel.de

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Fair Wear Foundation

Die gemeinnützige Fair Wear Foundation (FWF) hat sich zum Ziel gesetzt, die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie zu verbessern. Das FWF konzentriert sich auf die Wertschöpfungskette von der Verarbeitung von Stoffen zu Textilprodukten (Konfektionsware). Die Mitgliedsunternehmen werden regelmäßig auf die Umsetzung des Anforderungskatalogs des FWF überprüft und bewertet. Diese Kontrollen finden auch in den Produktionsstätten statt. Darüber hinaus entwickelt die Fair Wear Foundation Ansätze, mit deren Hilfe die Menschenrechte in der Lieferkette besser durchgesetzt werden können. 100 von 100 Punkten im Brand Performance Check: Dawn Denim.
fairwear.org

Fairtrade

Das Fairtrade-Siegel steht für fair angebaute und gehandelte Produkte, bei dem alle Zutaten zu 100 Prozent unter Fairtrade-Bedingungen gehandelt sind und physisch rückverfolgbar sind.
fairtrade-deutschland.de

Farben auf Wasserbasis

Farben auf Wasserbasis werden zum Siebdruck auf Stoffen verwendet. Sie enthalten keine Verbindungen, die für die Umwelt und die mit ihnen arbeitenden Verbindungen wie PVC und Phthalate schädlich sein können. Darüber hinaus benötigen Farben auf Wasserbasis keine Lösungsmittel, um Drucksiebe zu reinigen, da ihre Rückstände mit Wasser entfernt werden können.

Farbstoffe/Färben

Farbstoffe können für die Umwelt und Personen, die mit ihnen arbeiten schädlich sein. Um dies zu vermeiden, wird die Verwendung von Farbstoffen mit geringen Auswirkungen dringend empfohlen. Farbstoffe mit geringen Auswirkungen wurden als umweltfreundlich eingestuft, was bedeutet, dass sie keine schädlichen Toxine enthalten, weniger Spülung erfordern und eine hohe Absorptionsrate aufweisen, wodurch die Menge an Wasserabfällen verringert wird.

Fashion Revolution/ Fashion Revolution Day

Fashion Revolution ist eine gemeinnützige globale Bewegung, die von der Fashion Revolution Foundation und Fashion Revolution CIC mit Teams in über 100 Ländern auf der ganzen Welt vertreten wird. Fashion Revolution setzt sich für eine Veränderung der Modebranche hinsichtlich Transparenz und Fairness entlang der textilen Wertschöpfungskette. Im Jahr 2013 hat Fashion Revolution den Jahrestag der Rana Plaza-Katastrophe in Bangladesch zum Fashion Revolution Day ausgerufen und veranstaltet rund um den Termin Events, um auf die Missstände in der Textilindustrie aufmerksam zu machen. 

Fast Fashion

Zum einen versteht man darunter das schnelle Kopieren von Laufstegmodellen und Modetrends, zum anderen bezeichnet man damit die höhere Zahl von (Sub-) Kollektionen und Auslieferungsterminen.

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Global Organic Textile Standard

GOTS (Global Organic Textile Standard) ist eines der strengsten und bekanntesten Qualitätssiegel für ökologische Kleidung. Seit 2008 werden Produkte gekennzeichnet, deren gesamte Produktion bestimmten ökologischen und sozialen Standards entspricht. 90 Prozent der GOTS-zertifizierten Kleidung müssen aus Naturfasern bestehen, von denen mindestens 70 Prozent aus biologischem Anbau stammen müssen. Darüber hinaus müssen sozial- und arbeitsrechtliche Standards eingehalten werden. Dazu gehören keine Kinder- und Zwangsarbeit, die Einhaltung lokaler Mindestlöhne, kompatible Arbeitsbedingungen und Arbeitsschutzmaßnahmen.
global-standard.org

Greenpeace Detox Campaign

Im Rahmen der Greenpeace Detox-Kampagne haben sich rund 80 Marken verpflichtet, bis 2020 giftstofffrei zu produzieren. Darunter sind Fast-Fashion-Ketten wie H&M, Sportartikelhersteller wie Adidas, Luxusmarken wie Valentino, Low-Cost-Ketten wie Aldi und mit dem italienischen Prato sogar eine ganze Textilregion. Diese Unternehmen reduzieren bereits giftige Chemikalien und veröffentlichen Abwasserdaten – rund 15 Prozent der weltweiten Textilindustrie.
greenpeace.com

GREENSTYLE munich fair & conference

Die erste Messe und Konferenz für nachhaltige Mode für Verbraucher, Medien und Händler. GREENSTYLE München startete im Oktober 2018 mit der 1. Ausgabe im Haus der Kunst München. Mit zweieinhalb Tagen (März / Oktober) vieler Slow Modedesigner aus ganz Europa und einem Konferenzprogramm mit Experten zu allen nachhaltigen Modethemen machte es München neben Berlin zum nächsten nachhaltigen Hotspot.
greenstyle-muc.com

Grüner Knopf

Der Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel für sozial und ökologisch hergestellte Kleidung, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit 2019 eingeführt wurde, um dem Verbraucher die Orientierung beim Einkauf zu erleichtern. Produkte müssen 26 anspruchsvolle Sozial- und Umweltstandards einhalten. Anhand von weiteren 20 Kriterien muss das Unternehmen seine Sorgfaltspflicht nachweisen. Kritik kommt von einigen NGOs und Verbänden, die das Siegel für einen ebenso richtigen wie wichtigen Schritt halten, aber Verbesserungsbedarf sehen. Denn bislang deckt der Grüne Knopf nur die letzten beiden Stufen der Textilproduktion (Konfektionierung & Nassprozesse) ab. Tierhaltung und Anbau von Rohstoffen werden nicht berücksichtigt. 
gruener-knopf.de

 

Hanf

Hanf ist eine sehr genügsame, maximal robuste Pflanze, die auf kargen Böden wächst und mit wenig Wasser auskommt. Sie ist schädlingsresistent weshalb beim Anbau weder die Verwendung von chemischen Herbiziden nötig sind. Die Nutzpflanze lässt sich vollständig verwenden und ist biologisch abbaubar. Hanf ist hautfreundlich, atmungsaktiv und antimikrobiell.
Companies: Ma Hempwear, HempAge, hessnatur

Higg Index

Mit dem von der Sustainable Apparel Coalition entwickelten Selbstbewertungstool können Marken und Einzelhändler ihre Auswirkungen auf Umwelt, Soziales und Arbeit messen und Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren. Higg bietet einen umfassenden Überblick über die Nachhaltigkeitsleistung eines Produkts oder Unternehmens.

IVN

Unternehmen, die großen Wert auf Umwelt, soziale Verantwortung, Produktqualität und Verbraucherschutz legen, haben sich der International Association of Natural Textiles e.V. (1989) angeschlossen. IVN vergibt zwei Qualitätszertifikate: IVN-Naturtextil Best und IVN-Naturleder, deren Richtlinien den höchsten realisierbaren ökologischen und sozialen Standard dokumentieren.

Die Modeindustrie ist für ...

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...des industriellen Abwassers und für...
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...der Kohlenstoffemissionen verantwortlich.
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Der Beschäftigten in der Textilindustrie sind Frauen.

Kreislaufwirtschaft

Ziel des Recyclingmanagements ist es, die zur Herstellung eines Produkts verwendeten Rohstoffe am Ende seiner Lebensdauer wieder in den Produktionsprozess einzubeziehen, um Ressourcen zu sparen und Abfall zu vermeiden. Dies steht im Gegensatz zur vorherrschenden linearen Wirtschaft (Einwegwirtschaft), bei der ein großer Teil der Produkte auf Deponien landet oder nach der Verwendung verbrannt wird.

Weltweit werden jährlich...

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... Kleidungsstücke produziert
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...davon werden als reduzierte Ware verkauft
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... werden nie verkauft

Lachsleder / Nanaileder

Lachsleder (gegerbte Lachshaut) ist ein Nebenprodukt der Fischerei, auf das die Eco-Fashion für ihre Produktion (u.a. Accessoires wie Taschen, Schuhe und Gürtel) zugreifen kann, ohne dass dafür ein Lachs gezüchtet, gefangen oder getötet werden muss.
Nanaileder (→) stammt aus dem weltweit einzigen Betrieb, der belegen kann, dass sein Lachsleder zu 100 Prozent chromfrei gegerbt und gefärbt ist. Nanaileder ist dünner als Kalbsleder, sehr elastisch, langlebig und spritzwasserabweisend. Perfekt für traumhafte Schuhe, Taschen & Co. (u.a. bei Alina Schürfeld, NINE TO FIVE)

Leinen

Leinen wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen und ist eine sehr robuste Naturfaser. Es gehört zu den ältesten den ältesten Kulturfasern für strapazierfähige und hochwertige Zier- sowie Nutzgewebe. Da Flachs beim Anbau mit deutlich weniger Pestizide und mit Regenwasser (keine Bewässerung!) auskommt, ist dieses Material eine gute Alternative zu Baumwolle. Flachs kann auch in Europa angebaut werden, speichert viel CO2 und kann die Bodenqualität verbessern, wenn es in Rotation mit anderen Kulturen angepflanzt wird.

Linearwirtschaft / Wegwerfwirtschaft

Im Rahmen der vorherrschenden Linearwirtschaft (auch Wegwerfwirtschaft) landen große Teile der Produktion nach ihrer Nutzung auf Deponien oder werden verbrannt. Die verwendeten Rohstoffe werden am Ende ihrer Lebensdauer nicht wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt. Damit steht die Linearwirtschaft im direkten Gegensatz zur Kreislaufwirtschaft, bei der die für ein Produkt verwendeten Rohstoffe am Ende seiner Lebensdauer wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt und auf diese Weise sowohl Ressourcen gespart sowie Müll vermieden wird.

Lyocell/ Tencel

Immer wieder hört man die Begriffe Tencel bzw. Lyocell in Zusammenhang mit nachhaltiger Mode. Wer schon ein Kleidungsstück aus Tencel in der Hand oder sogar auf dem Körper getragen hat, weiß, um was für ein fantastisches Material es sich hier handelt. Aber was ist Tencel eigentlich? Tencel ist eine aus natürlichen Rohstoffen industriell hergestellte Zellulosefaser. Zellulose wird aus Holz gewonnen – in diesem Fall aus asiatischem oder südamerikanischem Eukalyptusholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Faser wird in einem geschlossenen Kreislauf hergestellt und wurde von der Europäischen Union mit dem „European Award for the Environment“ ausgezeichnet. Neben dem enorm hohen Tragekomfort und der vielseitigen Anwendung für Bettwäsche, Heimtextilien & Co. sind es vor allem die nachhaltigen Aspekte, die Tencel zur Zukunftsfaser machen: Zum einen werden die für den Herstellungsprozess nötigen Lösungsmittel zu fast 100 Prozent wiederverwendet. Zum anderen wird bei der Herstellung ein Bruchteil der Wassermenge benötigt, wie es bei der Produktion von konventionellen Chemiefasern der Fall ist. Ein weiteres Plus: Im Gegensatz zu z.B. Baumwolle, sind für den Anbau von Eukalyptus keine künstliche Bewässerung und kein Einsatz von Pestiziden nötig. Und Tencel ist biologisch abbaubar. Angeboten wird Tencel von der österreichischen Lenzing AG.

Made in Green by Oeko-Tex®

ist ein nachverfolgbares Produktlabel für Textilien, Lederartikel und Zubehörmaterialien. Produkte mit diesem Label sind auf Schadstoffe getestet. Dies erfolgt durch die Zertifizierung nach Standard 100 bzw. Leather Standard by Oeko-Tex. Durch die Zertifizierung nach STeP by OEKO-TEX wird sichergestellt, dass die Produkte mit nachhaltigen Prozessen unter sozialverträglichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden. Eine Produkt-ID auf dem Label informiert darüber, in welchen Ländern und Produktionsbetrieben der entsprechende Artikel produziert wurde.
oeko-tex.com

Modal / TENCEL Modal

Modal ist eine Regeneratfasern. Heißt: Modal wird zwar in mehreren Verfahrensstufen chemisch aus Zellulose hergestellt, ist aber natürlichen Ursprungs. Den Ursprung hat diese Zellulosefaser  in entrindetem Holz. Das österreichische Unternehmen Lenzing verwendet für sein TENCELTMModal ausschließlich Holz aus nachweislich nachhaltiger Forstwirtschaft.

Good

Mikroplastik

Polyesterstoffe geben beim Waschen Mikroplastik ab, das in die Meere gelangt. Spezielle Wäschenetze (z.B. Guppyfriend) filtern diese Teilchen heraus und schützen so die Meere.

Nanaileder / Lachsleder

Nanaileder (→) stammt aus dem weltweit einzigen Betrieb, der belegen kann, dass sein Lachsleder (gegerbte Lachshaut) zu 100 Prozent chromfrei gegerbt und gefärbt ist. Nanaileder ist dünner als Kalbsleder, sehr elastisch, langlebig und spritzwasserabweisend. Perfekt für traumhafte Schuhe, Taschen & Co. (u.a. bei Alina Schürfeld, NINE TO FIVE)

Naturtextil IVN Best zertifiziert

Der Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V. (IVN) ist ein Berufsverband, dem sich seit 1989 Unternehmen aus der Naturtextilproduktion (Textilien und Leder) angeschlossen haben (u.a. hessnatur, Alnatura) die höchste Ansprüche an Umweltschutz, soziale Verantwortung, Produktqualität und Verbraucherschutz haben. Der IVN vergibt die beiden Qualitätszeichen Naturtextil IVN Best und IVN-Naturleder, deren Richtlinien den höchsten realisierbaren ökologischen und sozialen Standard dokumentieren. Im Rahmen der IVN-Zertifizierung werden alle an der Produktionskette beteiligten Betriebe durch unabhängige Institute geprüft.
naturtextil.de

NEONYT

Die nachhaltigen Modemessen Greenshowroom und Ethical Fashion Show fusionierten unter dem neuen Namen NEONYT, der sich aus dem altgriechischen, neo und dem schwedischen Wort nytt für neu zusammensetzt. Heute ist es eine internationale Drehscheibe für Fortschritt. Die Messe betrachtet Nachhaltigkeit weiterhin als einen Schritt nach vorne, sowie technologische Innovationen, die die Modebranche in die Zukunft führen sollen. Zusammen mit der FashionSustain-Konferenz enstand eine brandneue globale Drehscheibe für zukünftige Themen.
neonyt.messefrankfurt.com

Oeko-Tex® Standard 100

Anfang der 90er Jahre stieg das Interesse von Verbrauchern an unbedenklichen Textilien. Um dem Wunsch nach Transparenz nachzukommen, haben das Österreichische Textil-Forschungsinstitut (ÖTI) und das deutsche Forschungsinstitut Hohenstein den Oeko-Tex® Standard 100 entwickelt. Damit wurde erstmals eine einheitliche Richtlinie für Verbraucher und Hersteller etabliert. Es werden ausschließlich diejenigen Produkte zertifiziert, bei denen alle Elemente genau definierte Schadstoffgrenzen unterschreiten. Neben der Unbedenklichkeit in Bezug auf den Hautkontakt des Oberstoffes, betrifft das auch Zubehörteile wie Nähgarne, Knöpfe, Reißverschlüsse etc.
oeko-tex.com

Organic Cotton / Biobaumwolle

Circa 25 Prozent der weltweit verwendeten Insektizide und elf Prozent der Pestizide entfallen allein auf die Baumwollproduktion. Auch der Wasserverbrauch ist mit einem Kubikmeter Wasser pro Kilogramm Baumwollfasern extrem hoch. Zahlreiche Siegel und Zertifikate haben die Produktion von Biobaumwolle zwar nicht unbedingt transparenter gemacht. Aktuell sorgt die Produktion von Biobaumwolle jedoch dafür, dass es keine Kinderarbeit auf den jeweiligen Bio-Plantagen gibt, dass auf den bislang nicht unerheblichen Einsatz von Pestiziden verzichtet wird und dass die Biobaumwollbauern faiere Preise erhalten. Leider ist der Anteil von Biobaumwolle (organic cotton) mit 1 bis 2 Prozent der weltweiten Baumwollproduktion immer noch verschwindend gering (aktuelle Zahlen auf organicexchange.org).

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PETA-Approved vegan

Produkte, die sich mit dem PETA-Approved vegan-Logo schmücken dürfen, sind zu 100 Prozent vegan. Leder, Wolle, Seide und natürlich Pelz sind bei der Herstellung genauso tabu, wie Kleinteile, die tierische Inhaltsstoffe aufweisen. Dementsprechend sind auch Schuhkleber aus Knochenleim oder Perlmuttknöpfe verboten. Im Gegensatz zu vielen anderen Siegeln ist dieses Siegel kostenlos. Deswegen können sich auch kleine, neue Labels, die die Anforderungen erfüllen, dieses Siegel leisten.
peta.de

Pinatex / Ananasleder

Schuhe, Taschen, Gürtel, Autositze: Wer Tierleder vermeiden möchte, hat mit Ananasleder eine neue vegane Alternative. Die spanische Designerin Carmen Hijosa entwickelte mit ihrem Startup „Ananas Anam“ ein Verfahren, das Ananasblätter – die bei der Ernte als Abfallprodukt übrig bleiben – in einen nichtgewobenen Textilstoff umwandelt, der ähnlich aussieht und ebenso stabil ist wie tierisches Leder. Kleine Designer wie Maravilla Bags (Mallorca) haben bereits Ananasleder-Taschen im Sortiment. Puma und Camper experimentieren mit Prototypen.
ananas-anam.com

Recycling

Beim Recycling (dt. Wiederverwertung, Wiederaufbereitung) werden Abfallprodukte wiederverwertet, bzw. werden deren Ausgangsmaterialien zu Sekundärstoffen. Sekundärstoffe sind Rohstoffe, die durch Recycling aus entsorgtem Material gewonnen werden. Findige Eco-Fashionlabels haben ausgediente Produkte für sich entdeckt und machen durch Wiederverwertung der „ausgedienten“ Faser neue, großartige Mode (z.B. MUD Jeans). Mindestens 50% der von uns weggeworfenen Textilien sind recycelbar.

Good

Retouren

Fast jeder fünfte im Internet bestellte Modeartikel wird zurückgesendet. 61 Prozent der befragten Personen unter 30 Jahren bestellen Kleidung mit der Absicht, diese zurückzugeben. 30 Prozent der Retouren bringt Amazon Deutschland nicht mehr in den direkten Handel, da Sichten und Neuverpacken sich nicht lohnt. Quelle: ZDF, frontal21

Seide

Seide wird traditionell aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen. Die Raupen verwandeln Maulbeerblätter in Körpersubstanz, aus der sie anschließend den drei bis sechs Zentimeter großen Kokon bilden. Mithilfe von heißen Wasser/Wasserdampf werden sie vor dem Schlüpfen getötet, damit diese den Kokon nicht zerbeißen und so die wertvolle Endlosfaser zerstört. Anders ist das bei Ahimsa-Seide (auch Peace Silk genannt), bei der der Endlosfaden )bis zu drei Kilometer) kurz vor dem Schlüpfen der Raupen von Hand abgewickelt wird) Inzwischen gibt es GOTS (Global Organic Textile Standard) betriebe, die sich auf die Produktion von seide spezialisiert haben. Die Oberflächenstruktur von Seide ist der Eiweißstruktur der menschlichen Haut sehr ähnlich.  Sie ist besonders hautverträglich, da sie nicht als körperfremd wahrgenommen wird.

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Tencel

Immer wieder hört man die Begriffe Tencel bzw. Lyocell in Zusammenhang mit nachhaltiger Mode. Wer schon ein Kleidungsstück aus Tencel in der Hand oder sogar auf dem Körper getragen hat, weiß, um was für ein fantastisches Material es sich hier handelt. Aber was ist Tencel eigentlich? Tencel ist eine aus natürlichen Rohstoffen industriell hergestellte Zellulosefaser. Zellulose wird aus Holz gewonnen – in diesem Fall aus asiatischem oder südamerikanischem Eukalyptusholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die Faser wird in einem geschlossenen Kreislauf hergestellt und wurde von der Europäischen Union mit dem „European Award for the Environment“ ausgezeichnet. Neben dem enorm hohen Tragekomfort und der vielseitigen Anwendung für Bettwäsche, Heimtextilien & Co. sind es vor allem die nachhaltigen Aspekte, die Tencel zur Zukunftsfaser machen: Zum einen werden die für den Herstellungsprozess nötigen Lösungsmittel zu fast 100 Prozent wiederverwendet. Zum anderen wird bei der Herstellung ein Bruchteil der Wassermenge benötigt, wie es bei der Produktion von konventionellen Chemiefasern der Fall ist. Ein weiteres Plus: Im Gegensatz zu z.B. Baumwolle, sind für den Anbau von Eukalyptus keine künstliche Bewässerung und kein Einsatz von Pestiziden nötig. Und Tencel ist biologisch abbaubar. Angeboten wird Tencel von der österreichischen Lenzing AG.
lenzing.com

Textil-Recycling

Zwischen 2013 uns 2018 hat sich die Altkleider-Sammelmenge in Deutschland um 300.000 Tonnen erhöht. In Deutschland werden jedes Jahr 1,3 Millionen Tonnen Textilien weggeworfen. Das entspricht 15,3 Kilo Kleidungsstücke im Jahr. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist diese Zahl nochmal gestiegen.

Good

Vegane Mode

Kleidungsstücke und Accessoires, die ohne Verwendung tierischer Produkte hergestellt wurden. Viele Marken produzieren 100% vegane Kollektionen, während andere wie Dr. Martens und Patagonia ausgewählte Artikel anbieten.

Wegwerfwirtschaft / Linearwirtschaft

Im Rahmen der vorherrschenden Linearwirtschaft (auch Wegwerfwirtschaft) landen große Teile der Produktion nach ihrer Nutzung auf Deponien oder werden verbrannt. Die verwendeten Rohstoffe werden am Ende ihrer Lebensdauer nicht wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt. Damit steht die Linearwirtschaft im direkten Gegensatz zur Kreislaufwirtschaft, bei der die für ein Produkt verwendeten Rohstoffe am Ende seiner Lebensdauer wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt und auf diese Weise sowohl Ressourcen gespart sowie Müll vermieden wird.

ZDHC

Die ZDHC Roadmap (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) zum Zero-Programm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Bewältigung des Problems gefährlicher Chemikalien in der globalen Wertschöpfungskette für Textilien, Leder und Schuhe. Ziel ist es, die Verwendung gefährlicher Chemikalien zu vermeiden, indem der Schwerpunkt auf die folgenden Bereiche gelegt wird: Liste der herstellungsbeschränkten Substanzen (MRSL) und Konformitätsrichtlinien, Abwasserqualität, Prüfprotokoll, Forschung, Daten sowie Offenlegung und Schulung. Zu den Mitgliedern der Organisation gehören Top-Marken wie Adidas, Benneton, Hugo Boss, Esprit, G-Star Raw und Levi’s.
Roadmaptozero.com

Quelle:

Mirjam Smend fü J’N’C Magazine,  my-greenstyle.com, die jeweiligen Siegel/Zertifikate, Greenpeace, Cradle2Cradle