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Nachhaltiger Mode-Journalismus

Mehr Konsum. Mehr Trends. Und immer mehr Saisons. Klassischer Mode-Journalismus ist häufig an ein "immer mehr" gebunden. Ob verkaufsfördernde Formate wie "Zehn Musthaves der Saison" oder "Outfits unter 50 oder 100 Euro" noch zeitgemäß sind und ob nachhaltiger Mode-Journalismus sich positiv auf konventionelle Magazine auswirken kann?

Bewusstsein statt Begehrlichkeiten

Über die Aufgabe von nachhaltigen Mode-Journalismus und einen möglichen Wertewandel haben wir mit Anja Woertge über nachhaltigen Mode-Journalismus gesprochen.

Wieviel Journalismus steckt tatsächlich im Mode-Journalismus? Müssen wir auf die Selbstverantwortung der Leser setzen? Kann Modejournalismus im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit überhaupt funktionieren? Diese Themen beleuchtet Anja Woertge, die an der AMD Akademie Mode & Design in Berlin studiert hat.

Sie kennt beide Seiten, denn sie war als Moderedakteurin für Stylight und Burda Style tätig, bevor sie Fashion Director für das nachhaltige Magazin FOGS wurde. Neben ihrer Freelance-Tätigkeit als Fashion Editor & Stylist für Magazine wie ELLE, Grazia & Co. schreibt sie auf ihrem Blog Mountanista über Bergthemen aller Couleur.

Wir sind ein Stück weit Dienstleister der Industrie. Aber auch Dienstleister der Menschheit.

Journalisten werden häufig als Dienstleister der Industrie bezeichnet. Zurecht. Denn ihr Informationsauftrag bleibt weitestgehend auf der Strecke. Verkaufsfördernder und bildgetriebener Produkt-Journalismus, wie er heute on- und offline weitläufig betrieben wird ist vor dem Hintergrund der Klimakrise nicht mehr zeitgemäß.

10 Musthaves der Saison sollten auch in konventionellen Magazinen zurückgehen.

Als nachhaltiger Mode-Journalist wird man vom Werbetreibenden zum Informierenden. Statt Begehrlichkeiten zu wecken steht beim nachhaltigen Journalismus das Bewusstsein im Vordergrund. Ziel ist ein Umdenken und zu zeigen, dass es statt „mehr“ auch „schöner, besser, haltbarer“ gibt. Zentrale Themen sind die Rückbesinnung auf Werte. Weniger (Massen)Konsum. Mehr Nachhaltigkeit.

Nachhaltiger Mode-Journalismus hat drei Aufgaben

Dem Leser zeigen, was Nachhaltigkeit bedeutet und warum sie Spaß macht.

Kleinen nachhaltigen Labels eine Plattform bieten, damit sie wachsen können.

Der Industrie zu zeigen, warum es sich lohnt in die Nachhaltigkeit zu investieren.

Auch in den konventionellen Modemagazinen wird Nachhaltigkeit immer wichtiger. Um die Zielgruppe zu erweitern. Die tiefergehenden Informationen vermitteln allerdings immer noch nur die Special Interest Magazine. Sinnvoll wäre eine Verschränkung, ein gegenseitiges Befruchten beider Medien. Im Idealfall führt diese Neuausrichtung der Thematik zu einem Wertewandel im Mode-Journalismus.

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