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Münchner Modepreis 2022

Münchner Modepreis 2022

Alle zwei Jahre wird der Münchner Modepreis verliehen. Ausgezeichnet werden herausragende Absolvent*innen der Münchner Modeschulen. Neu in diesem Jahr: Die Nominierten haben zusätzlich zur Kollektion ein „Upcycling Outfit“ aus Reststoffen, Altkleidern oder Retouren gefertigt.

München war und ist Modestadt. Und das soll mit dem Münchner Modepreis unterstrichen und gefördert werden Mit insgesamt 20.000 Euro plus 2.000 Euro Publikumspreis werden alle zwei Jahre die besten Absolvent*innen der Münchner Modeschulen AMD Akademie Mode & Design und der Meisterschule für Mode ausgezeichnet.

Acht Finalistinnen haben der Jury des Münchner Modepreises 2022 jeweils fünf Looks ihrer Diplomkollektionen präsentiert. Gemeinsam mit Adrian Runhof (Talbot Rundhof) Nadia Tschenett (Allude), Doris Hartwich (Hartwich) und Annette Roeckl (Roeckl) haben wir als GREENSTYLE (vertreten durch Mirjam Smend) die Kollektionen nach verschiedenen Kriterien bewertet. Nach einer hitzigen Diskussion standen die Gewinnerinnen (es gab ausschließlich weibliche Finalistinnen) fest:

Platz 1: Helena El Malek mit ihrer Kollektion „Gedächtnis des Wassers“

Platz 2: Den zweiten Platz haben wir zweimal vergeben, weil uns beide Kollektionen begeistert haben: Theresa Petz mit der Kollektion „Rucke di gu“ und Andrea Reiter mit „hold“.

Den Publikumspreis, der in diesem Jahr gleichzeitig ein Nachhaltigkeitspreis war, hat ebenfalls Theresa Petz gewonnen. Einen Überblick über die eingereichten Upcyclingstücke gibt’s weiter unten auf der Seite.

Nach einer Laudatio von Bürgermeisterin Katrin Habenschaden, auf deren Initiative hin der Modepreis sich in Richtung Nachhaltigkeit öffnet, verlieh Kurt Kapp, Stellvertreter des Referenten für Arbeit und Wirtschaft, die Preise an die drei Gewinnerinnen.

Wir wünschen allen Absolventinnen viel Erfolg für ihre Zukunft.

Um den Start ins Berufsleben zu erleichtern, bekommen kreative Talente mit dem Münchner Modepreis Sichtbarkeit. Eine Vorauswahl der Kollektionen findet an den beiden Münchner Institutionen Deutsche Meisterschule für Mode und Akademie Mode & Design AMD durch die Dozenten statt. Die jeweils vier besten Absolvent*innen der vorausgehenden zwei Jahrgänge bekommen die Chance, sich vor der Fachjury zu präsentieren. Die finale Entscheidung fällt am 9. März 2022 eine Fachjury – in diesem Jahr leider ohne Show und Gala – in der neben Allude, Aigner, Hartwich, Röckl und Talbot Runhof auch GREENSTYLE vertreten ist.

Mode hat in München Tradition und stellt einen bedeutenden Teil der Designwirtschaft dar.

Bewertet werden die Kollektionen von der mit Modefachleuten besetzten Jury in Hinblick auf Zukunftsfähigkeit, innovative Schnittgestaltung und Materialität.

Der erste Preis ist mit 10.000 Euro, der zweite mit 7.000 Euro und der dritte mit 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus gibt es einen Publikumspreis / Nachhaltigkeitspreis in Höhe von 2.000 Euro. Verliehen wird der Münchner Modepreis vom Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München.

Public Voting: Upcycling x Münchner Modepreis

Für den Münchner Modepreis 2022 musste jede Teilnehmer*in zusätzlich ein Upcycling Teil aus Reststoffen, Altkleidern oder Retouren entwerfen und umsetzen. Die sind vom 22. Februar bis zum 6. März in der Münchner Donisl-Passage ausgestellt.

Abstimmen (und gewinnen!) kann jeder online.

Mehr Informationen zur Teilnahme und den Gewinnen >>>

Zu sehen sind die nachhaltigen Outfits auch in den Schaufenstern der Donisl-Passage (Marienplatz 1). Diese Zwischennutzung wird ermöglicht durch das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft, der wir auch den GREENSTYLE store @ Rathaus München zu verdanken haben.

Die Finalistinnen fürs Public Voting

Münchner Modepreis

Helena El Malek – Upcycling-Outfit „Re-born“

Faltenrock meets XXL-Strickoberteil: hergestellt aus einer – nicht mehr verkäuflichen – Oxfam* Kleiderspende. „Re-born“ zeigt, wie aus Altkleidern ein neues cooles Outfit entsteht.

Münchner Modepreis

Julia Müller – Upcycling-Outfit „surréalisme“

Robust x soft fallend: Der androgyne Look aus aussortierter Kleidung, u.a. Hosen, Tops und Strick, sowie aus Möbelstoffresten und Resten der Abschlusskollektion befasst sich mit der Deformation des Körpers.

Münchner Modepreis

Theresa Petz – Upcycling-Outfit „Die böse Stiefschwester“

Das Outfit „Die böse Stiefschwester“ besteht aus Kleid und Oberteil und stellt den Kontrast zwischen weichen, fließenden Formen und der allgegenwärtigen Härte dar. Produziert aus einer Oxfam* Kleiderspende sowie Keller- und Dachbodenfunden.

Münchner Modepreis

Anna Rai – Upcycling-Outfit „Regen“

Der Anzug kann zu jeder Gelegenheit getragen werden: für einen Spaziergang im Park ebenso wie für ein Abendessen in einem Restaurant oder einen Museumsbesuch. Gefertigt wurde er aus Resten von Probefertigungen für Vorhänge.

Münchner Modepreis

Andrea Reiter – Upcyling Outfit „aesthetic circle“

Das Outfit sollte auf den ersten Blick nicht vermuten lassen, dass es aus Ausschussware gefertigt wurde. Verwendet wurde eine Tischdecke von Oxfam* sowie aussortierte Vorhänge, Bettwäsche und ein Hemd aus einem Klinikum. Plus: Es wurde auf synthetische Klebeeinlagen verzichtet, um später den Recyclingprozess zu erleichtern.

Münchner Modepreis

Laura Elisa Sanchez Camacho – Upcycling-Outfit „NOW“

Eine Jacke von Oxfam*, Altkleider und ein ausrangierter Vorhang der Designerin sind die Materialien dieses Dreiteilers. Das Zubehör (Reißverschlüsse, Knopf, Einfassband) stammen aus einer aufgelösten Schneiderei. Die Idee für den genderless Look? Bereits vorhandene Elemente neu in Szene setzen.

Münchner Modepreis

Katharina Schumacher – Upcycling-Outfit „GAIA“

Mantel, Hose und Oberteil wurden aus Reststoffen aus dem Keller der Modeschule AMD, Resten der Abschlusskollektion (Oberteil), einer alten Tagesdecke (Mantel) und einem Leinenhemd von Oxfam* gefertigt.

Münchner Modepreis

Carolina Viviana Wolf – Upcycling-Outfit „SESA WO SUBAN“

Hier treffen Verschnitt der Bachelor-Kollektion, Stoffreste aus dem „Restekeller“ der Modeschule AMD, ein alter Vorhangstoff und Polsterbezüge einer alten Ledercouch aufeinander. Das Ergebnis? Ein Upcycling-Look, der Stärke, Transparenz und Vielschichtigkeit visualisiert.

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