DUTCH FASHION + DESIGN

DIE NIEDERLANDE – INNOVATION IN ZEITEN DES UMBRUCHS
Zusammen geht es besser und deshalb arbeiten seit 2017 die Metropolregionen Amsterdam, Utrecht und München zusammen. Worum es vorrangig geht bei der von zwei Bürgermeistern der involvierten Städte unterzeichneten Absichtserklärung mit dem Titel Creative Embassy? Den gemeinsamen Aufbau von Netzwerken und die Nutzung von Synergien. All dies unter dem Gesichtspunkt der Förderung von modernen, kreativen Industriezweigen und urbanen Innovationen. Mit dieser Zusammenarbeit sollen neue Wege geschaffen werden, die sich nicht nur wirtschaftlich tragen, sondern gleichzeitig auch umweltpolitisch zukunftsweisend sind.

2018 ist in diesem Zusammenhang ein Concept Store im Loftcube vor der Pinakothek der Moderne entstanden – eine kuratierte Auswahl an niederländischen Marken und Designern bei der GREENSTYLE | MUC ist der nächste konsequente Schritt. Eines haben haben beide Events gemeinsam: Die Philosophie nicht nur ethisch zu produzieren, sondern auch nachhaltige Designmethoden zu nutzen, um so zu einer umweltfreundlichen und menschlicheren Zukunft beizutragen.

TEXTILES + TECHNOLOGY

DIE VIRTUELLEN FASHION DESIGNER
Neueste, visuelle Effekte durch Motion Capture, 3D-Animationssoftware und Body-Scanning. Klingt zwar nach der Ausstattung eines Filmstudios, wird aber von dem Amsterdamer Startup The Fabricant genutzt, um digitale Modeerlebnisse zu erzeugen. The Fabricant hat die These aufgestellt, dass Mode nicht physisch vorhanden sein muss, um existieren zu können. Mit dem virtuellem Modedesign werden hyperreale, digitale Modeerlebnisse erzeugt, die nicht nur beim Betrachten fesseln, sondern auch noch erschwinglicher sind, als ein teures Foto-Shooting-Modell.

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© The Fabricant

RE USE + ZERO WASTE

ES GIBT KEIN SCHLECHTES WETTER – NUR SCHLECHTE KLEIDUNG
Ginge es um das Wetter hätten die Holländer den Regenmantel erfunden – Maium hat auf jeden Fall den Regenmantel der Zukunft geschaffen! Hier wird nämlich einfach der Mantel mit zwei Reißverschlüssen ruck zuck in einen Poncho verwandelt. Das innovative Design von Maium kombiniert niederländische Tradition mit umweltfreundlicher Produktion. Die Kleidung wird aus recycelten Plastikflaschen hergestellt, enthält keine schädlichen Substanzen und wird unter sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen produziert.

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© Maium

MINIMALISMUS IST DAS NEUE MAXIMUM
Zeitlos, schick und innovative Details – so könnte man kurz und knapp die Mode des niederländischen Labels Elsien Gringhuis beschreiben. Das wäre aber nur die halbe Wahrheit, denn neben den hohen kreativen Ansprüchen an die Designs der Stücke, steht vor allem das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. So wird jeder Artikel erst auf Bestellung in den Niederlanden produziert, was bedeutet, dass absolut kein Überbestand oder Abfall anfällt. Gleichzeitig sind die Modelle nur solange verfügbar, wie die Stoffe ausreichen. Elsien Gringhuis folgt wirklich ihrem eigenen Rhythmus.

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© Tse Kao

FAIR TRADE + DO GOOD

SCHÖNER SCHMUCK MIT SCHÖNER BOTSCHAFT
Etwa 20 Millionen Menschen weltweit leben vom Goldbergbau, oft unter den schrecklichsten Bedingungen. Mittlerweile gibt es aber auch Fair-Trade-/ Fair-Mining Gold. Durch dieses Label werden die Bedingungen für Bergleute verbessert, gleiche Rechte für Männer und Frauen gewährleistet und vor allem Kinderarbeit verhindert. Als Goldschmiedin bei Juffrouw Dubois hat Sanne de Vries einiges darüber zu berichten. Sie unterstützt diese Initiativen und kreiert wunderschöne Stücke aus Fair-Trade-Silber und -Gold in Kombination mit Keramik.

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© Juffrouw Dubois

MODE IST KUNST IST MODE IST KUNST
Rhumaa will nicht nur schick sein, sondern eine positive Auswirkung haben. Mode kann Einfluss nehmen – das wissen Labels bereits seit Jahren. Rhumaa verwendet nur hochwertige natürliche und umweltfreundliche Stoffe, die eine längere Lebensdauer der Kleidungsstücke bewirken. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern entstehen Prints, die Geschichten erzählen. Rhumaa konzentriert sich auf Kooperationen, Einvernehmlichkeit mit Mensch und Natur und kreiert dabei Mode mit wichtigen Geschichten.

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© Rhumaa

Weitere Informationen zu den ausstellenden Marken und Designern sowie zu zusätzlichen Partnern erhalten Sie im niederländischen Pavillon.

TALKS + NETWORKING

In Kooperation mit der GREENSTYLE | MUC werden am Samstag, dem 20. Oktober, eine Reihe von Vorträgen unter dem Motto „Meet the Dutch“ stattfinden.

  • Der Auftakt macht State of Fashion mit ihrem zehnten Whataboutery im Rahmen der GREENSTYLE | MUC in München. Für jedes dieser Events wurde ein passender Hashtag entwickelt der zum aktuellen Programm passt. In München steht #IMAGINATION im Fokus.

Renee van der Hoek von State of Fashion spricht mit ausgewählten Gästen über Talente, neue Entwicklungen in der Modebranche und die Rolle der Ausbildung, um das Modesystem zum Besseren zu verändern. Als internationale und interdisziplinäre Plattform für Ideen, Experimente, Forschung und Zusammenarbeit bringt die State of Fashion, Designer, Unternehmen und Bildungsinstitutionen aus den Bereichen Mode und Textil zusammen, die allesamt die Ambition haben, ihre Branche widerstandsfähiger, fairer und umweltfreundlicher zu gestalten. Die ArtEZ Universität der Künste und das Museum Arnhem sind Hauptpartner.

  • Im Anschluss daran hält Amber Jae Slooten, Kreativdirektorin und Co-Gründerin von The Fabricant, einen Vortrag über Virtual Fashion Design und warum sie glaubt, dass Mode nicht physisch sein muss, um zu existieren.

 

  • Der nächste Panel-Talk ist eine offene Diskussion über die Möglichkeiten der Designförderung. Wie können Kooperationen europaweit vertieft werden? Teilnehmer sind u.a. Gerbrand Bas (Vorstandsmitglied der Konföderation Dutch Creative Industries in Amsterdam) und Jürgen Enninger (Leiter des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft, Landeshauptstadt München) sein.

 

  • Ein lockeres Gespräch, das den Austausch von Wissen und die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der niederländischen Industrie verbessern soll. Dies steht im Mittelpunkt der Netzwerkveranstaltung „Meet the Dutch“, die durch den niederländischen Generalkonsul Paul Ymkers in der Lounge Area im Haus der Kunst eröffnet wird.

Partner: Amsterdam Trade, Region Utrecht, Botschaft des Königreichs der Niederlande, Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande, Creative Holland und DialoogKreativ | Amsterdam.Utrecht.München

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