Tip me – globales Trinkgeld

Tip me

Sneaker-Label Ethletic tut es und das Jeans-Label DAWN Denim tut es jetzt auch. Was in Restaurants und Bars längst Teil eines gängigen und nicht wegzudenkenden Geschäftsmodells ist, versuchen die Gründer des Start-ups Tip me seit 2018 für andere Branchen zu etablieren. Mit einem Trinkgeld als Zeichen der Wertschätzung für diejenigen Menschen, die unsere Sneaker, T-Shirts, Jeans nähen.

Für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie kann Tip me nicht sorgen. Was die vier smarten Gründer*innen aber können. Mit einem einzigen Klick die viel zu geringen Löhne von Erstproduzenten, zumindest ein kleines bisschen aufbessern. Bei einem Mindestlohn von etwas mehr als 100 Euro pro Monat, kann ein weiterer Euro pro Monat einen großen Unterschied machen. Wenn der Konsument mitmacht.

Wie Tip me für den Käufer funktioniert?

Wer bei einem der teilnehmenden Onlineshops oder Brands einkauft, kann während des Bezahlvorgangs ein Trinkgeld zwischen einem und fünf Euro zusätzlich zum angegebenen Kaufpreis zahlen. Das so gesammelte Geld wird nach einem, mit der Produktionsfirma vereinbarten, Verteilerschlüssel zu 100 Prozent an das erste Glied in der Lieferkette – also an die Näherin oder den Näher selbst – weitergeleitet.

Tip me
Das eigene Werk in Saigon

Als Dankeschön und Wertschätzung für den von der Person genähten Pullover. Für die von ihm gefertigten Sneaker. Für das von ihm genähte T-Shirt.

Warum Tip me so wichtig ist?

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona in produzierenden Entwicklungsländern wie Vietnam, Kambodscha und Vietnam sind massiv. Da globale Modemarken weltweit ihre Bestellungen gekündigt haben. Auch die Produktionsstätte des Jeanslabels DAWN Denim, das seit fünf Jahren in der eigenen Fabrik in Saigon, Vietnam produziert, steckt in der Krise. Deshalb haben sich die beiden Macher des Jeanslabels, das 2019 mit 100 von 100 Punkten im Brand Performance Check der Fair Wear Foundation ausgezeichnet wurde, dazu entschieden ein Statement zu setzen und ein globales Trinkgeld für produzierende Mitarbeiter*innen der eigenen Factory in Vietnam eingeführt.

DAWN ist mit dem Ziel gestartet zu beweisen, dass eine gerechte Denim-Produktion möglich ist. Deshalb möchte die Brand über faire Arbeitsbedingungen hinausgehen. Und die Kund*innen direkt mit den Menschen hinter dem Produkt verbinden. Hier mehr über DAWN Denim erfahren oder direkt zum Online Shop gehen

Tip me Tipster @ Ethletic

Mit dem weltweit ersten Sneaker mit Fairtrade-Gütesiegel hat ethletic eine neue Ära der Nachhaltigkeit gestartet. Seit einiger Zeit setzen die ethletic-Pioniere ihre Initiativen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Näher*innen in Pakistan mit tip me fort. Jede*r Dritte nutzt diese neue Möglichkeit bereits.

Gerade jetzt legen wir unseren Kunden tip me besonders ans Herz. In Ländern wie Pakistan gibt es kein soziales Netz und keinen doppelten Boden zur Absicherung. Jobverluste bedeuten einen Sturz ins Bodenlose. Unserer Community ist das sehr bewusst und sie spendet derzeit sogar verstärkt über tip me, auch ohne eine Bestellung zu tätigen. Das ist beeindruckend.“ – so Marc Solterbeck, CEO von ethletic. Mehr erfahren über Tip me und ethletic

CHANGING THE FASHION GAME

© DAWN denim by Marlen Müller, Alexander Koerner, Getty Images for MBFW, nat-2

Von Rosenviscose bis Circularity – über diese Trends und Brands spricht (nicht nur!) die nachhaltige Fashionszene

Nachhaltige Mode verzichtet weitgehend auf Trends – zumindest auf optische. Hier geht es weniger um „Braun ist das neue Schwarz“ oder „Welcome back Flowers“ & Co. Circular Economy, Up-, Down-, Recycling sowie innovative Materialien für eine verantwortungsvolle Modezukunft sind die Themen, um die es sich in der nachhaltigen Modeszene dreht. Changing the Fashion Game

Noch nie war das Angebot an eco fair produzierter Mode so groß wie heute – auf den Runways von Berlin bis Mailand, bei den Big Bäng Awards von Amfar bis Oscar rund um den Globus genauso wie auf den konventionellen Modemessen in Berlin. Neben der NEONYT (Messe Frankfurt), der weltweit größten Messe für nachhaltigen Mode, die vor elf Jahren von Magdalena Schaffrin gegründet wurde und genauso lange schon die Nachhaltigkeit in ihrer DNA verankert hat, haben jetzt auch die konventionellen Messen das zeitgeistige Thema für sich entdeckt und verschiedene Formate auf die Agenda gesetzt.

Nachhaltige Mode ist gekommen, um zu bleiben.

Was sich im Januar 2019 angekündigt hat, hat sich konsequent fortgesetzt: Denn nachhaltige Mode ist gekommen, um zu bleiben. Und ist endlich für den Konsumenten auch leichter verfügbar durch großartig kuratierte Onlineshops wie staiy.com, thewearness.com und avantgardress.com

NEONYT

100 Prozent konsequent und immer schon in der DNA – die B2B-Messe, oder genauer gesagt der globale Hub für Fashion, Sustainability und Innovation. Der im Januar 2020 sein neues Zuhause im „Hangar 4“ in Berlin Tempelhof gefunden hat und noch nie so homogen hochwertig wie in dieser Saison war. 220 Brands haben alle Facetten der nachhaltigen Mode von Bio-Baumwolle bis hin zu innovativen Fasern (u.a. Lenzing, Rosenviskose von Like A Bird), Zertifizierungsprogrammen (z.B. OEKO-TEX) und Textilsiegeln (u.a. GOTS etc.) aufs Display gebracht.

„Die Neonyt sieht Nachhaltigkeit nicht nur als Modetrend, sondern als ganzheitlichen Innovationsprozess für die gesamte Branche.“ Olaf Schmidt, Vice President Textiles and Textile Technologies (Messe Frankfurt)

FASHION GAME
© Alexander Koerner, Getty Images for MBFW

NEONYT Show

Definitiv richtungsweisend und ein Highlight mit maximaler Strahlkraft ist seit Januar 2019 die Fashionshow der NEONYT, die inzwischen in der offiziellen Mercedes-Benz Fashion Week Schauen-Location gezeigt wird. Stylistin und Co-Gründerin des Fashion Council Germany Claudia Hofmann hat mit den Multi-Brand-Looks nationaler und internationaler Eco Brands in Serie Inszenierungen an den Tag gelegt, die ihresgleichen suchen. Das Ziel? Nachhaltige Mode auf ein internationales Level zu heben. Mit inhaltlich aufgeladenen Styles hat sie inzwischen drei Saisons in Folge die deutsche Magazin-Elite in die Front Row gespült und nachhaltiger Mode ein neues Image verpasst. Mission definitiv erfüllt.

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DAWN denim by Marlen Müller

Die Denim-Offensive. Geht doch!

Ein wirklich wichtiges Thema, bedenkt man, dass die Denimproduktion der Umweltsünder Nr. 1 innerhalb der Textilindustrie ist. Die Weltbank schätzt, dass ganze 17 bis 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung aus dem Färben und Veredeln von Textilien resultieren. Dass das nicht sein muss, zeigen nachhaltige Denimbrands wie DAWN Denim, ONE OFF Sue, Mud Jeans, Wunderwerk und Goodsociety. Der optische Unterschied? Keiner. Die neoneuen Denims unterscheiden sich ausschließlich in der Art ihrer Produktion. Tausende Liter Wasser und Chemikalien sind bei der konventionellen Denim-Produktion nötig und gefährden Mensch und Natur. Smarte Detox-Kampagnen innovativer Denim-Brands zeigen, dass unser blauer Lieblingsstoff auch mit deutlich geringerem Impact auf Mensch und Natur produziert werden kann.

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© Mud Jeans

Smarte Denim-Alternativen: Detox, Recycling & Co.

Bio-Baumwolle (z.B. Armedangels, hessnatur), recycelte Baumwolle und PET für #lowimpact Denim (z.B. DAWN Denim), zirkuläre Ansätze wie Leasing- (z.B. Mud Jeans), Repair- und Bring-back-Konzepte (z.B. Nudie Jeans) – die Liste für smarte Alternativen zur wasser- und pestizidintensiven Baumwolle lässt sich noch lange fortsetzen. GOOD news: Laufend kommen neue Brands und Capsule Collections auf den Markt, die mit technologischen Innovationen (z.B. Dry Ice by DD Garment Solutions) und anderen nachhaltigen Entwicklungen die Denim-Branche besser machen.

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© Like a bird

Das neue Neu: Materialinnovationen, Circularity & Co.

Ein zentrales Charakteristikum der nachhaltigen Mode? Die Weiterentwicklung. Hier geht es nicht ausschließlich um „schön“ und um die Ästhetik. Hier geht es um ästhetische Alternativen, Innovationen und Lösungsansätze, die versuchen den Impact der Mode auf Mensch und Natur weiter zu reduzieren. Dazu zählen smarte Methoden Wasser zu sparen, den Färbeprozess zu optimieren, der Verzicht auf Pestizide und Chemikalien sowie innovative Materialien, die keine neuen Ressourcen verschwenden und natürlich die Weiterentwicklung in Richtung Kreislaufwirtschaft mit Themen wie Re- und Upcycling.

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© Elsien Gringhuis, nuuwai

Algen, Heu und Müll: innovative Materialien

Heu, Pilze, Kaffee, Rosen, PET, Moos, Glas, Holz oder mit Skeleton Leaves eines Gummibaums sind die Materialien, die Sebastian Thies für sein immer wieder ausgezeichnetes Sneaker-Label nat-2 aus Garching bei München verwendet. Die spanische Brand Ecoalf hat seinen Sneakern aus recyceltem Meeresplastik (Obermaterial) eine Sohle aus Algen verpasst. Christina Bussmann produziert seit Jahren Taschen aus Piñatex (auch bekannt als ‚Ananasleder‘). Noch neuer: Kleider aus Rosenviskose, einem Material, das sich nicht nur gut auf der Haut anfühlt, sondern kompostierbar ist und Shirts aus Kaffeekarbon, das aus Abfällen der Kaffeeindustrie gewonnen wird (beides Like a bird).

Apfeltrester ist viel zu schade für den Biomüll. Hannes Parth, frumat

Cartina, ein spannender Stoff aus Recycling-Papier, den z.B. das Braunschweiger Taschenlabel Humour Noir für seine veganen Bags verwendet sowie Appleskin, produziert aus Apfeltrester, der beim Pressen von Äpfeln entsteht und als täuschend echter Lederersatz für Taschen (u.a. Nuuwai) funktioniert. Elsien Gringhuis arbeitet mit schmutzabweisenden Stoffen, die weniger oft gewaschen werden müssen. Manaomea arbeitet mit Stoffresten (u.a. AA Gold) und stellt daraus Stifte her.

FASHION GAME
Ecoalf

Des einen Müll, des anderen Textil

Nicht mehr ganz neu aber immer noch unglaublich wichtig ist das Thema Meeresmüll, das inzwischen in den unterschiedlichsten Kleidungsstücken und Accessoires einen sinnvollen Verwendungszweck gefunden hat. Neben Sneaker- und Backpack-Brands hat vor allem der Bereich Swimwear diese Meeresfunde für sich entdeckt und nutzbar gemacht. Brands die sich den Plastikmüll zunutze machen und damit ihren Beitrag zur Reinigung der Ozeane leisten sind u.a. Boochen, Mymarini, Margaret und Hermione.

Fashion Game
Pyua

The next big thing: Circularity

Nichts geht mehr ohne Circularity. Und das ist gut so. Denn in den vergangenen 15 Jahren hat sich das Produktionsvolumen der Modeindustrie verdoppelt. Das einzelne Kleidungsstück wird immer weniger getragen und schneller entsorgt. Gerade mal ein Prozent aller Textilien wird recycelt. Das muss sich ändern. Textilien müssen ins System zurückgeführt und wiederverwertet werden. Das deutsche Outdoor-Label Pyua entwickelt beispielsweise ausschließlich hochwertige Funktionsbekleidung aus bereits recycelten bzw. recyclingfähigen Polyester-Materialien, die sie zu 100 Prozent in einem geschlossenen Kreislauf verwerten können. Einen ähnlichen Ansatz in Bezug auf Denim verfolgt Mud Jeans. Dank zweier Investoren wird es der holländischen Jeansmarke, die aktuell bereits 40 Prozent recycelte Baumwolle verwendet, gelingen, vollständig zirkuläre Jeans aus 100 Prozent alten Jeans zu entwickeln. Bis dahin kann man Jeans weiterhin leasen und so den Kreislauf schließen.

Reduce, reuse, recycle.

The Change of Fashion is now – der Claim der NEONYT – ist so realistisch wie nie zuvor. Mit innovativen Konzepten und dem Bewusstsein, dass ein wie auch immer gearteter Wandel nicht nur unumgänglich, sondern erforderlich ist.

Deutschland hat sich laut Fashion Waste Index (Labfresh) Platz 10 unter den meist textilverschmutzenden Ländern Europas gesichert. Knapp fünf Kilogramm Textilmüll verursachen wir pro Kopf. Lediglich 500 Gramm davon sind recycelbar, bzw. 400 Gramm sind wiederverwertbar. Die restlichen knapp drei Kilogramm werden verbrannt (1,2 kg) oder landen auf der Mülldeponie. (2,7 kg). Heißt: „Buy less but better!“

DD Garment Solutions

Jeans on ice? Klingt nicht nur spannend, ist sogar revolutionär. Denn anstelle von maximal umweltschädlichen Finishing-Methoden für Denim, setzt das Gmundner Start-up DD Garment Solutions seit 2018 auf die im eigenen Labor entwickelte umweltbewusste und nachhaltige Methode.

Wer an den kristallklaren und zu jeder Jahreszeit kalten Tegernsee im Bayerischen Voralpenland denkt, denkt nicht in erster Linie an Technologien, die die Textilindustrie nachhaltiger machen. Tatsächlich haben Ingenieur Stephan Dorfmeister und Volkswirt Christoph Demuth zusammen mit dem Trockeneis-Spezialisten Raphael Rotstein eine innovative und Roboter-basierte Methode entwickelt, mit der Denim-Waschungen nachhaltig durchgeführt werden können.

DD Garment Solutions – Trockeneis Finish

Im Münchner Forschungszentrum hat das Team von Co-Founder und Technical Director Raphael Rotstein das Verfahren soweit entwickelt, dass es auch für kleinere Serien angewendet werden kann.

Zusätzlich produzieren sie unter anderem in Polen, der Türkei und Mazedonien Jeans, Outdoor-Bekleidung und Strumpfwaren für namhafte Unternehmen weltweit.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Entwicklung von DD Garment Solutions die Modeindustrie und den Denim-Markt positiv beeinflussen kann.“ Raphael Rotstein, Co-Founder.

DD Garment Solutions ist Mitglied im Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.

ONE-OFFsue

One-Off

Nach langer Vorbereitungszeit hat Susanne Delling Anfang 2019 ihr Denim Design Studio one-offsue in Kaarst eröffnet und setzt seitdem mit ihren individuellen Denim-Unikaten (benannt nach wunderschönen Inseln) in allen nur erdenklichen Styles ein stilvolles Zeichen gegen schnelllebige Trends.

Super Flared mit Gummibund und Kordel, Mom-Jeans, lässige Boyfriend-Cuts, Loose Cuts mit Bundfalte, ultralange Turn-ups, High-Waist, Overalls, cropped oder Shorts – Susanne Delling setzt nicht auf kurzlebige Denim-Trends, sondern auf individuellen Stil. Und der folgt keinen Saisons. Deshalb legt sie sich bei ihrer kunstvollen Denim-Kollektion auch nicht auf einen Schnitt fest, sondern hat die ganze Palette in ihrem Portfolio.

Einzelstücke für Wenige statt Mode für die Masse.

Bearbeitet mit Kaffee-Tinting, Zippern, die sich nicht verstecken, sondern sich frech in den Sichtbereich drängen, gestickten Comics (Hello, Mickey!), Aufsehen erregenden Pailletten-Applikationen, grafischen Transferdrucken, aufgedruckten Statements („Fridays for Future“) überdimensionalen Druckknöpfen, kontrastierenden Kordeln, Statement-Typo – in Susanne Dellings Denim Design Studio in Kaarst entstehen seit 2019 Einzelstücke. Limitiert, nummeriert und so individuell wie seine Trägerin, die auf Identifikationsobjekte mit eigener Geschichte statt stillschweigender Stangenware setzt.

Der ONE-OFFsue Claim? Be unique in green denim.

Design (von Hand gezeichnet, statt digitaler Baukasten), Konzeption und Realisierung erfolgen in Deutschland. Es werden eco-zertifizierte Denim-Stoffe verwendet, gefärbt wird mit wassersparendem Smart Indigo Färbeverfahren. Die Knöpfe und Nieten werden mit lebensmittelechten Substanzen gefärbt. Die Backpatches bestehen aus recyceltem PET. Das Taschenfutter ist GOTS-zertifiziert. Und genau darauf werden Textilkennzeichnung und Pflegehinweise aufgestempelt. Und dank ONE-OFFsue Recycling Service werden bis zu 64 Euro für zurückgegebene Modelle gezahlt.

Mehr erfahren im digitalen Flyer

www.one-offsue.de

Goodsociety

Goodsociety

GoodsocietyMode hat Dietrich Weigel irgendwie schon immer interessiert. Deshalb hat er eine Schneiderausbildung in der Haute Couture absolviert und diverse Stationen im Fashion-Business absolviert. Heute produziert er eco-faire Denim-Styles vom slim bis flaired und cropped bis high waist für sein Label Goodsociety. Ursprünglich 2007 in den USA gegründet hat Dietrich Weigel das Label fünf Jahre später übernommen und nach eigenen Vorstellungen ausgebaut. Für Dietrich Weigl hört nachhaltig nicht bei organic auf, sondern fängt da erst an. Faire Arbeitsbedingungen, kein Einsatz schädlicher Chemie und CO2-neutrales arbeiten sind bei seiner Eco-Brand selbstverständlich.
Goodsociety

Garne spinnen, weben, färben, veredeln – Goodsociety lässt in Italien produzieren. Klar, dass Dietrich Weigel alle seine Lieferanten persönlich kennt. Schließlich geht es hier um Transparenz. Deshalb werden seine baumwollanbauenden Partnerbetriebe in Indien, Pakistan und in der Türkei vom Global Organic Textile Standard (GOTS) kontrolliert. Seine Hosen sind Peta Approved Vegan, der typische Hosen-Backpatch ist bei Goodsociety nicht aus Leder, sondern aus Alcantara. Knöpfe und Nieten sind zu 100 Prozent, die Kupferteile zu 85 Prozent aus recyceltem Metall.

Gute Nachrichten: Unser Lieblingskleidungsstück gibt’s auch in gut!

GoodsocietyDass nachhaltiger Lifestyle und soziale Verantwortung in Verbindung mit Mode prima funktionieren hat man bei Goodsociety früh erkannt. Deshalb spendet das Eco-Denim-Label rund 25 Prozent des Gewinns an ausgewählte Projekte weltweit, die die Natur schützen und gesellschaftliche Entwicklung sowie individuelle Freiheit fördern.

Goodsociety
Nymphenburger Strasse 86
80636 München

www.goodsociety.org

© Goodsociety

GOOD NEWS – Darling Denim kann auch gut!

Darling Denim

Dass Denim meistens gar kein Darling ist, ist natürlich schade – vor allem vor dem Hintergrund, dass die Jeans eines der beliebtesten Kleidungsstücke überhaupt ist. Ganze acht Paar hat jeder Deutsche in seinem Kleiderschrank. Und das ist wohlgemerkt nur der Durchschnitt.

Darling Denim
Nachhaltiges Duo von DZAINO, Berlin

Und was ist denn nun so schlimm an der Jeans? Ausgehend von der Tatsache, dass die Textilindustrie direkt nach der Ölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer überhaupt ist, führt unser blauer Lieblingsstoff auch noch die Spitze der Umweltsünder innerhalb des Textilsektors an. Bis zu 11.000 Liter Wasser sind bei der Herstellung nötig. Und das wird im Produktions- bzw. Färbeprozess auch noch maximal verunreinigt und mit zahllosen Chemikalien versetzt in die Flüsse geleitet. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass unser geliebtes Kleidungsstück vom Baumwollpflänzchen bis zur fertigen Hose im Laden ca. 50.000 Kilometer rund um den Globus zurückgelegt hat.

GOOD NEWS: Denim gibt’s mit gutem Gewissen!

Aber darum geht es hier jetzt gar nicht. Die Rubrik heißt nicht umsonst GOOD NEWS. Und die gute Nachricht lautet: Darling Denim kann auch gut. Bio-Baumwolle statt Baumwolle spart Wasser und verschont das Grundwasser vor giftigen Pestiziden und Chemikalien und smarte Färbetechniken, die mit weniger Chemikalien und ohne giftige Chlorsalze auskommen, können so aufbereitet werden, dass sie keinen negativen Impact auf die Natur haben.

Darling Denim
#honest #fair #denim by DAWN

Plus: Die Arbeit mit recycelten Materialien oder Leasing-Konzepten bzw. die Herstellung von Denim aus Meeresplastik tragen auf ihre Art dazu bei den Planeten weniger auszubeuten und das Image unseres blauen Lieblings wieder aufzupolieren. Don’t miss: Die Upcycling-Designs von DZAINO aus Berlin! Hier wird es auch Workshops am Stand geben! Nachhaltig produziert wird bislang schätzungsweise nur ein Prozent aller Jeans. Aber hey: Es werden mehr. Und wenn Ihr die fair produzierten Jeans und die supernachhaltige #lowimpact Kollektion von DAWN Denim auf der GREENSTYLE | MUC entdeckt, dann werdet ihr nur noch Eco-Denim tragen wollen. Versprochen! Sorry, Jungs – die haben bislang nur eine Damen-Kollektion. Aber für Euch werden wir auch noch etwas finden!

DAWN Denim

DAWN denim

DAWN DenimWas sich alles auf die Beine stellen lässt, wenn drei Visionäre aufeinandertreffen mit dem dringenden Bedürfnis etwas besser zu machen. In diesem Fall  eine Denim-Brand, die in Saigon maximal fair und nachhaltig produziert. Angesagte Styles mit uniquen Details.

Denn um Fairness ging es dem Trio  Ines Rust, Gabriel Fellsches und Marian von Rappard, die seit 2015 fantastische Denim-Kollektionen in ihrer eigenen Fabrik in Saigon produzieren. Denn ja, auch in Asien kann man fair produzieren. Das hat jeder in der Hand. Um größtmögliche Transparenz zu bieten, ist eigentlich ein eigener Standort sinnvoll. Und deshalb lebt Marian vor Ort in Saigon und Ines, die für die XL-Bandbreite der Denim-Designs von cropped bis high waist zuständig ist, kümmert sich hierzulande nach dem Ausscheiden von Gabriel um die Geschicke der Brand.

DAWN denim
© DAWN denim

Wie glücklich ihre Mitarbeiter wirklich sind, haben die zwei, inspiriert von Stefan Sagmeisters Ausstellungsexperiment „The Happy Show“, mit ihrem eigenen Glücks-Experiment überprüft (mehr dazu im Video). Aber fair war erst der Anfang. Denn seit 2018 sind die Denim Darlings des Kölner Labels Peta zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation. Seit 2019 mit dem Fair Wear Leader Status und 100 von 100 Punkten. Das gab’s noch nie.

Fair always fits better.

Eine weitere Neuheit 2019 war die #lowimpact-Line, die erste GOTS-zertifizierte Capsule Collection aus Bio-Baumwolle und recyceltem Plastik. Und weil das Dawn-Duo noch lange nicht zufrieden ist, haben sie 2020 ein Projekt gelauncht, das eigentlich nur ein Test war. Statt die B-Ware zu entsorgen, machen sie mit Hilfe einer schwedischen Illustratorin aus Hosen mit  kleinen Fehlern individuelle Lieblingsstücke – mit aufgestickter Sonne, zeitgemäßen Claims und ganz viel Liebe zum Detail.

#honest #fair #transparent #dawn

Und wer sich von der Produktionsweise von Dawn Denim persönlich übrezeugen will: Die Open Factory Days machen’s möglich.

www.dawndenim.com