Tip me – globales Trinkgeld

Tip me

Sneaker-Label Ethletic tut es und das Jeans-Label DAWN Denim tut es jetzt auch. Was in Restaurants und Bars längst Teil eines gängigen und nicht wegzudenkenden Geschäftsmodells ist, versuchen die Gründer des Start-ups Tip me seit 2018 für andere Branchen zu etablieren. Mit einem Trinkgeld als Zeichen der Wertschätzung für diejenigen Menschen, die unsere Sneaker, T-Shirts, Jeans nähen.

Für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie kann Tip me nicht sorgen. Was die vier smarten Gründer*innen aber können. Mit einem einzigen Klick die viel zu geringen Löhne von Erstproduzenten, zumindest ein kleines bisschen aufbessern. Bei einem Mindestlohn von etwas mehr als 100 Euro pro Monat, kann ein weiterer Euro pro Monat einen großen Unterschied machen. Wenn der Konsument mitmacht.

Wie Tip me für den Käufer funktioniert?

Wer bei einem der teilnehmenden Onlineshops oder Brands einkauft, kann während des Bezahlvorgangs ein Trinkgeld zwischen einem und fünf Euro zusätzlich zum angegebenen Kaufpreis zahlen. Das so gesammelte Geld wird nach einem, mit der Produktionsfirma vereinbarten, Verteilerschlüssel zu 100 Prozent an das erste Glied in der Lieferkette – also an die Näherin oder den Näher selbst – weitergeleitet.

Tip me
Das eigene Werk in Saigon

Als Dankeschön und Wertschätzung für den von der Person genähten Pullover. Für die von ihm gefertigten Sneaker. Für das von ihm genähte T-Shirt.

Warum Tip me so wichtig ist?

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona in produzierenden Entwicklungsländern wie Vietnam, Kambodscha und Vietnam sind massiv. Da globale Modemarken weltweit ihre Bestellungen gekündigt haben. Auch die Produktionsstätte des Jeanslabels DAWN Denim, das seit fünf Jahren in der eigenen Fabrik in Saigon, Vietnam produziert, steckt in der Krise. Deshalb haben sich die beiden Macher des Jeanslabels, das 2019 mit 100 von 100 Punkten im Brand Performance Check der Fair Wear Foundation ausgezeichnet wurde, dazu entschieden ein Statement zu setzen und ein globales Trinkgeld für produzierende Mitarbeiter*innen der eigenen Factory in Vietnam eingeführt.

DAWN ist mit dem Ziel gestartet zu beweisen, dass eine gerechte Denim-Produktion möglich ist. Deshalb möchte die Brand über faire Arbeitsbedingungen hinausgehen. Und die Kund*innen direkt mit den Menschen hinter dem Produkt verbinden. Hier mehr über DAWN Denim erfahren oder direkt zum Online Shop gehen

Tip me Tipster @ Ethletic

Mit dem weltweit ersten Sneaker mit Fairtrade-Gütesiegel hat ethletic eine neue Ära der Nachhaltigkeit gestartet. Seit einiger Zeit setzen die ethletic-Pioniere ihre Initiativen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Näher*innen in Pakistan mit tip me fort. Jede*r Dritte nutzt diese neue Möglichkeit bereits.

Gerade jetzt legen wir unseren Kunden tip me besonders ans Herz. In Ländern wie Pakistan gibt es kein soziales Netz und keinen doppelten Boden zur Absicherung. Jobverluste bedeuten einen Sturz ins Bodenlose. Unserer Community ist das sehr bewusst und sie spendet derzeit sogar verstärkt über tip me, auch ohne eine Bestellung zu tätigen. Das ist beeindruckend.“ – so Marc Solterbeck, CEO von ethletic. Mehr erfahren über Tip me und ethletic

Fashion Revolution 2020 – jetzt erst recht

Fashion Revolution 2020

Große Modemarken haben seit Beginn der Corona-Krise bereits fertiggestellte sowie laufende Produktionen und Bestellungen in Höhe von rund 1,5 Milliarden US-Dollar in mehr als 1.000 Bekleidungsfabriken alleine in Bangladesch storniert. Zahlungen werden eingestellt. Die Auswirkung auf die am Prozess beteiligten unterbezahlten Bekleidungshersteller sind gravierend. Ein soziales Sicherheitsnetz gibt es nicht.

Umso wichtiger, dass Fashion Revolution  2020 stattfindet. Groß. Laut. Digital. Und mit der Aufforderung an die entsprechenden Modemarken, Verantwortung zu übernehmen, ausstehende Zahlungen, um die Arbeitnehmer in ihrer Lieferkette zu schützen.

***Aktuelle Termine***
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Fashion Revolution 2020
Parents for Future

Obwohl Fashion Revolution ein Ende des Überkonsums fordert, zeigt sich gerade, dass angesichts des Corona-bedingten Produktionsstopps die am schlechtesten bezahlten Personen in der Modeversorgungskette am härtesten getroffen werden.

In rund 1.089 Bekleidungsfabriken wurden aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus Bestellungen im Wert von rund 1,5 Milliarden US-Dollar storniert. Viele Fabriken wurden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Millionen haben aufgrund des Virus bereits ihre Arbeit verloren. Einige Arbeitnehmer erhielten weniger als ein Monatsgehalt Abfindung. Viele andere haben überhaupt nichts bekommen.

Fashion Revolution 2020
© Fashion Revolution by Sustainable Fashion Matterz

Was für eine Welt wir nach dem Ende dieser Krise sehen wollen?

Wenn wir nichts tun, wird die Modebranche einfach wieder wie gewohnt arbeiten, wenn alles vorbei ist. Auch wenn wir hinter verschlossenen Türen sitzen, social distancing das Gebot der Stunde ist: Unsere Stimme können wir immer noch nutzen, um #WhoMadeMyClothes zu fragen und die Modemarken dazu auffordern, Verantwortung zu übernehmen, ausstelehende Zahlungen und getätigte Bestellungen zu erfüllen, um die Arbeitnehmer in ihrer Lieferkette genauso zu schützen wie ihre eigenen Mitarbeiter, insbesondere während der aktuellen globalen Krise.

#whomademyclothes. Be part of Fashion Revolution 2020

Dreht in der Woche von 20. bis 26. April Eure Kleidung auf links, zeigt Euer Etikett und schießt ein Selfie. Anschließend das Bild auf Instagram posten: Das entsprechende Label taggen und die Frage #WhoMadeMyClothes stellen. Einige Labels reagieren darauf. Und die Antwort dürfte überaus spannend sein!

Mehr erfahren auf der Fashion Revolution Website

© Header: Fashion Revolution by Sustainable Fashion Matterz, Andrea Heinsohn

FASHION REVOLUTION TERMINE 2020

 

#HAULTERNATIVE Guide

In der Fashion Revolution Week sollte die  größte Swap Party aller Zeiten stattfinden. Krisenbedingt funktioniert das leider nicht statt. Unser Tipp: Jetzt den #HAULTERNAIVE Guide  lesen und Tipps für alle zukünftigen Swaps holen. Jetzt reinschauen>>>

Fashion revolution 2020


21.4.2020

19 Uhr
Instagram Live-Talk

Die Macher von DAWN Denim sprechen mit Ariane Piper | Fashion Revolution Germany über ihre Mitgliedschaft in der fair Wear Foundation, Open Factory Days und die nachhaltige Denim-Produktion in ihrer Fabrik in Saigon

Jetzt folgen: @fashrev_de @dawndenim


22.4.2020

Insta Takeover by Fashion Revolution Hamburg
Nach der XL-Demo im letzten Jahr hatten die Hamburger Revolutionäre auch für dieses Jahr viel vor. Am 22.4. übernehmen sie den deutschen Fashion Revolution Instagram-Account und blicken mit uns hinter ihre Kulissen

Fashion revolution 2020

© Lena Scherer


23.4.2020

15 – 15:30 Uhr
Lesung: „Einfach Anziehend“
Ulrike Biller, Fashion Revolution Ambassador in Leipzig, stellt das Buch „Einfach Anziehend“, den Guide für alle, die Wegwerfmode statt haben, von Kirsten Brodde und Alf-Tobias Zahn vor. Hier geht es zum Facebookevent und hier zur Lese-Probe

Fashion Revolution 2020


24.4.2020

14 Uhr
Insta-Live: Ready to go! Schuhe bewegen… 
In der Sonderausstellung des Münchner Stadtmuseums wird die Geschichte von Schuhen und deren Bedeutung für die Gesellschaft aufgezeigt. Dabei spielt das Thema Produktion und insbesondere sozial und ökologisch nachhaltige Aspekte der Schuhherstellung eine wichtige Rolle. Am Fashion Revolution Day geben Georgina Phillips (Orte des Wandels) und Samira Nilius (be awear) in einer Instagram Live-Übertragung direkt aus dem Stadtmuseum Einblick in das wichtige Thema, welches zu Zeiten einer globalen Pandemie aktueller nicht sein könnte. Special Guest ist Sebastian Thies, Gründer von nat-2 und Meister nachhaltiger Schuh-Innovationen.

Live-Beitrag auf Instagram am Freitag, 24.4.2020 ab 14:00 Uhr unter @muenchnerstadtmuseum

Fashion revolution 2020

© Stadtmuseum München


15 Uhr
Fashion 4 Change – digital tour
Alexandra Achenbach (livelifegreen) und Samira Nilius (be awear) führen in einem virtuellen Rundgang durch Münchens Fair Fashion Szene: Wir besuchen verschiedene Akteure, die sich mit ihrem Label, Blog, Concept Store oder sonstigen Ideen für soziale und ökologische Gerechtigkeit in der Textilbranche engagieren.
Live-Beitrag und Stories auf Instagram unter @livelifegreen 
Aus: „Unser grünes München“, Alexandra Achenbach. Mehr erfahren>>>

15.00 Uhr
Instagram-Live Interview und Buchvorstellung
Marie Schwimmer (FairFashionLab Leipzig) und Vreni Jäckle (FashionChangers, Berlin) stellen das Buch „Fashion Changers – Wie wir mit fairer Mode die Welt verändern können“ vor. Zum teilnehmen: FairFashionLab Leipzig liken und ab 15.00 auf Instagram sein.

Fashion Revolution 2020

Eco Brand Support: Onlineshopping

Eco brand support

Kleine und mittelständische Unternehmen werden am härtesten von den wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Krise getroffen. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem eigentlich alle Zeichen auf Aufwind standen. Um kleine und mittlere Eco Brands durch die Krise zu retten hilft der jeweilige Onlineshop.

C&A schließt 1.300 Filialen in Europa, während Amazon 100.000 neue Mitarbeiter in den USA sucht, weil die Nachfrage nach Online-Lieferungen seit Ausbruch der Corona-Krise in die Höhe geschnellt ist. In dieser Zeit entwickeln sich Tendenzen mit zunehmender Geschwindigkeit.

Onlineshopping entwickelt sich stärker als erwartet. Eine Chance für  Eco Brands

Absatz über den Einzelhandel ist aus gegebenem Anlass aktuell keine Option. Zum einen haben die Modeläden vorübergehend geschlossen. Zum anderen können sich die meisten Brands in der Krisensituation die Händlermargen nicht leisten. Umso wichtiger ist der Ausbau der eigenen Onlineshops und der sozialen Medien, um nicht nur jetzt zu „überleben“, sondern auch um für die Zukunft gewappnet zu sein. Über reine Sale-Buttons und uninspirierte Corona-Nachlässe hinaus, haben sich viele nachhaltige Brands kreative Gedanken gemacht. Und die gilt es zu unterstützen. Gemeinsam.

Eco Brand Support: Gemeinsam durch die Krise dank Onlineshops. #bettertogether

GMUC-TIPP: Nichts kaufen, was man gar nicht braucht. Trotzdem sich den Eco Brand Support leisten? Einen lieben Menschen mit einem Geschenk überraschen oder die jeweilige Brand nach einem Gutschein anfragen, den man zu einem gegebenen Zeitpunkt einlösen kann.

Flagge zeigen: Chari-T Shirt von DAWN Denim

DAWN Denim hat ein Charity-Shirt entwickelt, um seinen Partnern durch die Krise zu helfen. 100 Prozent des aller Gewinne werden gespendet: 50 Prozent gehen an kleine, unabhängige Boutiquen und Stores, die DAWN führen und gerade um ihre Existenz fürchten. Mit der anderen Hälfte unterstützt DAWN eine bedrohte Bio-Baumwollfarm. Das Motiv? Die internationale Flagge des Planeten Erde, die der schwedische Künstler Oskar Pernefeld 2015 entwickelt hat. Voraussichtlicher Liefertermin: Mitte Juli 2020. Jetzt für 29 Euro vorbestellen.

Eco brand support
© DAWN denim

Free World Wide Shipping: Friends that Rhyme

Den „we are all one“ Ansatz verfolgen auch die Macherinnen Sabine und Nadine von Friends that Rhyme, die bis Ende März 2020 ihre farbenprächtigen Upcycling-Clutches kostenfrei auf den Weg in die Welt schicken. Hergestellt werden die uniquen Kunstwerke, die man übrigens auch mieten kann, aus Vintage-Obi-Gürteln. Hier die XL-Auswahl entdecken

Eco brand support
© Friends That Rhyme

Noch mehr Freiheit: Wildling Shoes

Auch die Minimalschuhe von Wildling shoes sollten Teil der 4th edition der GREENSTYLE sein. Das Free-your-Feet-Konzept der Brand aus Gummersbach soll niemandem vorenthalten werden. Denn unsere Füße degenerieren in den meisten herkömmlichen Schuhen nicht nur. Sie werden krank. Damit ausreichend Zeit zum Testen bleibt, verlängert Wildling die Retourenfrist bis auf weiteres auf 60 Tage. Obwohl: Wer sie einmal anprobiert hat, wird sie nicht mehr ausziehen. Aber sicher ist sicher 🙂 Hier die Freiheit für den Fuß entdecken

Eco brand support
© Wildling shoes

Slow Fashion first: Womom

Das Münchner Slow-Fashion-Label Womom reduziert als Vorsichtsmaßnahme das Betriebstempo. Deshalb kann es zu Lieferverzögerungen von zwei bis drei Wochen kommen. Um die Wartezeit etwas zu versüßen gibt das Slow-Fashion-Label mit den plakativen Statements 25 Prozent Rabatt auf seine Produkte. Slow-Fashion-Code: SLOWDOWN25. Hier in die Welt von Womom eintauchen

Eco brand support
© Womom

To be continued…

CHANGING THE FASHION GAME

© DAWN denim by Marlen Müller, Alexander Koerner, Getty Images for MBFW, nat-2

Von Rosenviscose bis Circularity – über diese Trends und Brands spricht (nicht nur!) die nachhaltige Fashionszene

Nachhaltige Mode verzichtet weitgehend auf Trends – zumindest auf optische. Hier geht es weniger um „Braun ist das neue Schwarz“ oder „Welcome back Flowers“ & Co. Circular Economy, Up-, Down-, Recycling sowie innovative Materialien für eine verantwortungsvolle Modezukunft sind die Themen, um die es sich in der nachhaltigen Modeszene dreht. Changing the Fashion Game

Noch nie war das Angebot an eco fair produzierter Mode so groß wie heute – auf den Runways von Berlin bis Mailand, bei den Big Bäng Awards von Amfar bis Oscar rund um den Globus genauso wie auf den konventionellen Modemessen in Berlin. Neben der NEONYT (Messe Frankfurt), der weltweit größten Messe für nachhaltigen Mode, die vor elf Jahren von Magdalena Schaffrin gegründet wurde und genauso lange schon die Nachhaltigkeit in ihrer DNA verankert hat, haben jetzt auch die konventionellen Messen das zeitgeistige Thema für sich entdeckt und verschiedene Formate auf die Agenda gesetzt.

Nachhaltige Mode ist gekommen, um zu bleiben.

Was sich im Januar 2019 angekündigt hat, hat sich konsequent fortgesetzt: Denn nachhaltige Mode ist gekommen, um zu bleiben. Und ist endlich für den Konsumenten auch leichter verfügbar durch großartig kuratierte Onlineshops wie staiy.com, thewearness.com und avantgardress.com

NEONYT

100 Prozent konsequent und immer schon in der DNA – die B2B-Messe, oder genauer gesagt der globale Hub für Fashion, Sustainability und Innovation. Der im Januar 2020 sein neues Zuhause im „Hangar 4“ in Berlin Tempelhof gefunden hat und noch nie so homogen hochwertig wie in dieser Saison war. 220 Brands haben alle Facetten der nachhaltigen Mode von Bio-Baumwolle bis hin zu innovativen Fasern (u.a. Lenzing, Rosenviskose von Like A Bird), Zertifizierungsprogrammen (z.B. OEKO-TEX) und Textilsiegeln (u.a. GOTS etc.) aufs Display gebracht.

„Die Neonyt sieht Nachhaltigkeit nicht nur als Modetrend, sondern als ganzheitlichen Innovationsprozess für die gesamte Branche.“ Olaf Schmidt, Vice President Textiles and Textile Technologies (Messe Frankfurt)

FASHION GAME
© Alexander Koerner, Getty Images for MBFW

NEONYT Show

Definitiv richtungsweisend und ein Highlight mit maximaler Strahlkraft ist seit Januar 2019 die Fashionshow der NEONYT, die inzwischen in der offiziellen Mercedes-Benz Fashion Week Schauen-Location gezeigt wird. Stylistin und Co-Gründerin des Fashion Council Germany Claudia Hofmann hat mit den Multi-Brand-Looks nationaler und internationaler Eco Brands in Serie Inszenierungen an den Tag gelegt, die ihresgleichen suchen. Das Ziel? Nachhaltige Mode auf ein internationales Level zu heben. Mit inhaltlich aufgeladenen Styles hat sie inzwischen drei Saisons in Folge die deutsche Magazin-Elite in die Front Row gespült und nachhaltiger Mode ein neues Image verpasst. Mission definitiv erfüllt.

FASHION GAME
DAWN denim by Marlen Müller

Die Denim-Offensive. Geht doch!

Ein wirklich wichtiges Thema, bedenkt man, dass die Denimproduktion der Umweltsünder Nr. 1 innerhalb der Textilindustrie ist. Die Weltbank schätzt, dass ganze 17 bis 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung aus dem Färben und Veredeln von Textilien resultieren. Dass das nicht sein muss, zeigen nachhaltige Denimbrands wie DAWN Denim, ONE OFF Sue, Mud Jeans, Wunderwerk und Goodsociety. Der optische Unterschied? Keiner. Die neoneuen Denims unterscheiden sich ausschließlich in der Art ihrer Produktion. Tausende Liter Wasser und Chemikalien sind bei der konventionellen Denim-Produktion nötig und gefährden Mensch und Natur. Smarte Detox-Kampagnen innovativer Denim-Brands zeigen, dass unser blauer Lieblingsstoff auch mit deutlich geringerem Impact auf Mensch und Natur produziert werden kann.

FASHION GAME
© Mud Jeans

Smarte Denim-Alternativen: Detox, Recycling & Co.

Bio-Baumwolle (z.B. Armedangels, hessnatur), recycelte Baumwolle und PET für #lowimpact Denim (z.B. DAWN Denim), zirkuläre Ansätze wie Leasing- (z.B. Mud Jeans), Repair- und Bring-back-Konzepte (z.B. Nudie Jeans) – die Liste für smarte Alternativen zur wasser- und pestizidintensiven Baumwolle lässt sich noch lange fortsetzen. GOOD news: Laufend kommen neue Brands und Capsule Collections auf den Markt, die mit technologischen Innovationen (z.B. Dry Ice by DD Garment Solutions) und anderen nachhaltigen Entwicklungen die Denim-Branche besser machen.

FASHION GAME
© Like a bird

Das neue Neu: Materialinnovationen, Circularity & Co.

Ein zentrales Charakteristikum der nachhaltigen Mode? Die Weiterentwicklung. Hier geht es nicht ausschließlich um „schön“ und um die Ästhetik. Hier geht es um ästhetische Alternativen, Innovationen und Lösungsansätze, die versuchen den Impact der Mode auf Mensch und Natur weiter zu reduzieren. Dazu zählen smarte Methoden Wasser zu sparen, den Färbeprozess zu optimieren, der Verzicht auf Pestizide und Chemikalien sowie innovative Materialien, die keine neuen Ressourcen verschwenden und natürlich die Weiterentwicklung in Richtung Kreislaufwirtschaft mit Themen wie Re- und Upcycling.

FASHION GAME
© Elsien Gringhuis, nuuwai

Algen, Heu und Müll: innovative Materialien

Heu, Pilze, Kaffee, Rosen, PET, Moos, Glas, Holz oder mit Skeleton Leaves eines Gummibaums sind die Materialien, die Sebastian Thies für sein immer wieder ausgezeichnetes Sneaker-Label nat-2 aus Garching bei München verwendet. Die spanische Brand Ecoalf hat seinen Sneakern aus recyceltem Meeresplastik (Obermaterial) eine Sohle aus Algen verpasst. Christina Bussmann produziert seit Jahren Taschen aus Piñatex (auch bekannt als ‚Ananasleder‘). Noch neuer: Kleider aus Rosenviskose, einem Material, das sich nicht nur gut auf der Haut anfühlt, sondern kompostierbar ist und Shirts aus Kaffeekarbon, das aus Abfällen der Kaffeeindustrie gewonnen wird (beides Like a bird).

Apfeltrester ist viel zu schade für den Biomüll. Hannes Parth, frumat

Cartina, ein spannender Stoff aus Recycling-Papier, den z.B. das Braunschweiger Taschenlabel Humour Noir für seine veganen Bags verwendet sowie Appleskin, produziert aus Apfeltrester, der beim Pressen von Äpfeln entsteht und als täuschend echter Lederersatz für Taschen (u.a. Nuuwai) funktioniert. Elsien Gringhuis arbeitet mit schmutzabweisenden Stoffen, die weniger oft gewaschen werden müssen. Manaomea arbeitet mit Stoffresten (u.a. AA Gold) und stellt daraus Stifte her.

FASHION GAME
Ecoalf

Des einen Müll, des anderen Textil

Nicht mehr ganz neu aber immer noch unglaublich wichtig ist das Thema Meeresmüll, das inzwischen in den unterschiedlichsten Kleidungsstücken und Accessoires einen sinnvollen Verwendungszweck gefunden hat. Neben Sneaker- und Backpack-Brands hat vor allem der Bereich Swimwear diese Meeresfunde für sich entdeckt und nutzbar gemacht. Brands die sich den Plastikmüll zunutze machen und damit ihren Beitrag zur Reinigung der Ozeane leisten sind u.a. Boochen, Mymarini, Margaret und Hermione.

Fashion Game
Pyua

The next big thing: Circularity

Nichts geht mehr ohne Circularity. Und das ist gut so. Denn in den vergangenen 15 Jahren hat sich das Produktionsvolumen der Modeindustrie verdoppelt. Das einzelne Kleidungsstück wird immer weniger getragen und schneller entsorgt. Gerade mal ein Prozent aller Textilien wird recycelt. Das muss sich ändern. Textilien müssen ins System zurückgeführt und wiederverwertet werden. Das deutsche Outdoor-Label Pyua entwickelt beispielsweise ausschließlich hochwertige Funktionsbekleidung aus bereits recycelten bzw. recyclingfähigen Polyester-Materialien, die sie zu 100 Prozent in einem geschlossenen Kreislauf verwerten können. Einen ähnlichen Ansatz in Bezug auf Denim verfolgt Mud Jeans. Dank zweier Investoren wird es der holländischen Jeansmarke, die aktuell bereits 40 Prozent recycelte Baumwolle verwendet, gelingen, vollständig zirkuläre Jeans aus 100 Prozent alten Jeans zu entwickeln. Bis dahin kann man Jeans weiterhin leasen und so den Kreislauf schließen.

Reduce, reuse, recycle.

The Change of Fashion is now – der Claim der NEONYT – ist so realistisch wie nie zuvor. Mit innovativen Konzepten und dem Bewusstsein, dass ein wie auch immer gearteter Wandel nicht nur unumgänglich, sondern erforderlich ist.

Deutschland hat sich laut Fashion Waste Index (Labfresh) Platz 10 unter den meist textilverschmutzenden Ländern Europas gesichert. Knapp fünf Kilogramm Textilmüll verursachen wir pro Kopf. Lediglich 500 Gramm davon sind recycelbar, bzw. 400 Gramm sind wiederverwertbar. Die restlichen knapp drei Kilogramm werden verbrannt (1,2 kg) oder landen auf der Mülldeponie. (2,7 kg). Heißt: „Buy less but better!“

GOOD news: Fair Fashion Shooting

Fair Fashion Shooting

Gut für Mensch und Mother Earth.

Minimalistischer Clean Chic aus Leftovers, Organic Couture aus Bio-Baumwolle, lokal produzierte Schuhe, Upcycling-Schmuck und Clutches mit Eyecatcher-Faktor – nachhaltige Mode hat viele Facetten. Eine schöner als die andere. Was sie immer gemeinsam hat? Respekt für Mensch, Umwelt und Natur. Die faire Fashion der GMUC Brands zeigt sich im Green-Style-Editorial von ihrer schönsten Seite. Extra gutes Gefühl und Gewissen inklusive. Diese Mode muss man einfach lieben.

Fotograf: Daniel Sommer
Produktion & Styling: Daniela Golik & Mirjam Smend
Haare & Make-up: Michaela Häusler
Models: Anne Jensen, Elena Boldyrewa, Stefan Roesinger
Location: JAMS Music & Design Hotel, München

Fair Fashion Shooting – green STYLE

Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Hut von Spatz Hutdesign. Kleid von hessnatur. Tasche von Tamarindo. Armband von Lahara.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Hut von Spatz Hutdesign. Strickjacke von Luna´mi. Shirtkleid von Lieblingsteil Gudrun Weber. Leggings von Tassel Tales. Gürtel & Clutch von Lahara.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Jacke von Akjumii. Hemd von Miomartha. Hose von HempAge. Brille von V O Y O U.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Hut von Spatz Hutdesign. Jumpsuit von Souldaze Collection.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Mantel von Akjumii. Pullover von another brand. Hose von Me & May.
Schuhe von Jutelaune. Tasche von Friends that Rhyme.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Anzug von Rennschmied & Wagner. Hemd von Miomartha.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Hemdkleid von Nina Rein. Shirt von Maria Seifert Collections. Hose von BYEM. Schuhe von hessnatur. Tasche von Friends that Rhyme. Tuch von 8 Eden Avenue.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Mantel von Yuna Miray. Shirtkleid von Maqu. Kette von Knothingelse. Hose von Dawn Denim. Tasche von Maravillas Bags.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Tuch von 8 Eden Avenue. Bandeau von Greentee organic couture. Bolero von Sooth Munich. Rock von Miomartha. Schuhe & Ohrhänger von Tassel Tales. Tasche von Friends that Rhyme.


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Mantel von Fitbuddha, Rock von Yuna Miray, Tasche von Lahara, Brille von Neubau Eyewear, Schuhe von Nine to Five


Fair Fashion Shooting
© Daniel Sommer

Top von Tassel Tales, Jumpsuit von Fitbuddha, Kette von Knotting Else, Tuch von 8 eden avenue


Fair Fashion Shooting

Jumper von another brand, Hose von Nina Rein, Sneaker von hessnatur


1000 Dank an das großartige Team und Herrn Demetz vom Jams Music & Design Hotel München (siehe Aufmacherbild), der coolen Shooting Location des GMUC Fair Fashion Shooting.

GOOD news: Eco ist das neue Cool

In diesem Punkt waren sich alle einig: Besucher, die an 35 Ständen die Kollektionen von internationalen Eco-Brands und unserer Partner entdecken und kaufen konnten. Speaker, die nach München gekommen sind, um unseren Besuchern Insights in diese ebenso zeitgeistige wie wichtige Thematik zu geben. Und die Aussteller, die neue Netzwerke aufgebaut und Zielgruppen akquiriert haben.


© wordsinmotion

Danke an alle GMUCmember!

Neue Location (Hello, Isarforum!), neue (und alte) Brands, Award Gewinner aus Helsinki, top-besetztes XL-Conference-Programm (hier geht es zu den Talks) mit Speakern wie Renate Künast und Dr. Kirsten Brodde (Greenpeace) und der Landeshauptstadt München. Ganz zu schweigen von unseren fantastischen Partnern wie NEONYT/Messe Frankfurt und GMUND Papier – die 2nd edition der GREENSTYLE munich hat das wiedergespiegelt, was sich im nachhaltigen Bereich tut: Fortschritt. Und inzwischen sogar gar nicht mehr so langsam.

Thimo Schwenzfeier (NEONYT) über die GMUC: „Prädikat: Absolut empfehlenswert!“

Das Thema wird nicht nur größer, es professionalisiert sich auch. Auf den tatsächlichen Zeitpunkt des Durchbruchs der nachhaltigen Mode konnten sich die Experten auf der Bühne des 2-tägigen Konferenzprogramms zwar auch nicht einigen. Aber GOOD news: Eine Studie von McKinsey konstatiert die kritische Masse für 2019. Und Thimo Schwenzfeier von NEONYT/Messe Frankfurt sagt der Fast Fashion ein Ende für 2030 voraus. Mit der GREENSTYLE munich fair and conference tragen wir unseren Teil dazu bei.

GREENSTYLE munich second edition – das war neu

Upcycling, recycling – alt ist das neue Neu

Mit ebenso stylischen wie spannenden Upcycling-Projekten wie den farbenfrohen Babouches und den Denim Jackets, die die Tata-Girls aus Wien für ihr Wiener Label Tassel Tales mit marokkanischen Teppichen ein einzigartiges Gesicht geben, sowie den Schmuckstücke von u.a. Misolei, die aus alten Stücken neue schafft und CARORAUE, die aus Flaschenbanderolen und Zeitungsschnipseln in akribischer Feinarbeit die überraschend wenig fragilen Preziosen fertigt, haben wir Vertreter der Kreislaufwirtschaft im Isarforum begrüßt. Auf der Bühne wurde das maximal zeitgeistige Thema im „Circular Fashion“ Panel von Green Fashion Tours Gründerin Arianna Nicoletti (Resident at Victoria & Albert Museum, London) gemeinsam mit Designer Mila Moisio thematisiert. Anfang des Jahres wurde die Finnin für das ausgezeichnete Recycling-Programm ihres Labels TAUKO als „Best sustainable project“ durch den British Council ausgezeichnet.

Neue
CARORAUE © GREENSTYLE munich

Nachhaltige Prägung von Anfang an – AMD Absolventen

Mit der Upcycling-Kollektion aus Frotteehandtüchern von Absolventin Dana Elena Schweika, der nachhaltigen Couture-Kollektion von Katharina Rapp – beide aus dem von Prof. Ulrike Nägele betreuten Fachbereich Modedesign – und der Arbeit „Plastic Fantastic“ von Amelie Roth aus dem Studienbereich Modejournalismus unter der Egide von Studiengangleitung Sabine Resch präsentierte die AMD Akademie Mode & Design München, GMUC Partner zum zweiten Mal, die zeitgemäße Integration der Nachhaltigkeit in ihr Studienprogramm.

Dana Elena Schweiker © Petra Rühle

Ananas, Pilze, Kaffee & Co. – smarte Lederalternativen erobern den Markt

Spannende textile Alternativen hatten u.a. Christina Bussmann von der spanischen Brand Maravillas Bags im Gepäck. Ihre Taschen aus Pinatex (Ananasleder) und mit Holzspänen zeigte sie auch auf der GMUC Bühne im Talk zum Thema „Leder vs. veganes Leder“. Sebastian Thies konnte zwar aus organisatorischen Gründen nicht selber vor Ort sein – seine smarten (veganen!) Sneaker aus Pilzen, Heu, Kaffee & Co. hatten wir aber natürlich trotzdem on display.

Neue
Maravillas Bags © GREENSTYLE munich

Darling Denim kann auch gut

Die Textilindustrie ist Umweltverschmutzer #2 – Umweltsünder #1 innerhalb der Textilindustrie ist unsere geliebte Jeans. Dass es auch anders geht, beweisen Denim Brands wie Dawn Denim mit ihren #lowimpact Jeans, die sie fair in der eigenen Fabrik in Saigon produzieren. Julia Ickert hat ihr maximal feminines Clean-Chic-Label Nina Rein um einen in Europa produzierten Denim Darling erweitert. Und HempAge zeigt, dass es ganz ohne die durstige Bio-Baumwolle geht und produzierte die geliebten blauen Hosen aus Hanf. Apropos Denim: Seine geliebten Jeans konnte (und kann) man bei Sooth Munich reparieren und dann gleichzeitig durch die Munich Sisterhood Kollektion der beiden Münchnerinnen stöbern. „Life may not be fair. Our clothes are.“

Neue
DAWN © Verena Voetter

Bye-bye, Plastic!

Zum zweiten Mal dabei und noch umschwärmter als bei der 1st edition – die nachhaltigen Trink- und Speisegefäße von Thermos Deutschland. Die Isolierflasche „Milchflasche“ war Teil der GMUC GOODbags und ist der aktuellste nachhaltige Neuzugang im Thermos-Imperium.

Neue
Thermos © GREENSTYLE munich

The (R)evolution of Fashion is now

Die 2nd edition stand im Zeichen der Fashion Revolution, die jedes Jahr am 24. April stattfindet: mit einem eigenen Stand, verschiedenen Aktionen und Slots auf der Bühne. Und das #WhoMadeMyClothes Shooting hat gezeigt: München ist bereit.

Neue
Fashion Revolution © Linda Nau

Let’s talk about – GMUC conference

Weil Bewusstsein viel mit Wissen zu tun hat, hatten wir ein hochkarätig besetztes Conference-Programm: Eines unter zahlreichen Highlights war der Opener „Faire Fashion – wo stehen wir?“ moderiert von GMUC Brand Ambassador Franziska Deecke. Ihr Gespräch mit Brigitte von Puttkamer (About Given/A Better Story), Thimo Schwenzfeier (NEONYT/Messe Frankfurt) und Bernd Keller (tRUE STANDARD) hallt noch lange nach.

Ein weiterer Publikumsmagnet war die Talkrunde von Schauspieler Thomas Darchinger, der gemeinsam mit Dr. Kirsten Brodde (Greenpeace), Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) und Julia Zirpel (thewearness) die Textilindustrie kritisch beleuchtet hat. Alle Programmpunkte wie „Leder vs. veganes Leder“ und den talk „All that data…“ für den Juliane Kahl (The Responsive Fashion Institute) ein internationales Panel zusammengestellt hat, gibt’s hier. Die spannenden Inhalte verpasst? Macht nichts – die Aufzeichnungen von der GREENSTYLE munich conference gibt’s hier

Neue
Faire Fashion – wo stehen wir? © Petra Rühle

GMUC Fashion Award

Award

Wo heutzutage wirklich viel passiert in der Mode? Im Bereich Nachhaltigkeit. Abseits der konventionellen Wege werden innovative Materialien aus Milcheiweiß, Moos, Pilzen, recycelten PET-Flaschen & Co. entwickelt und sorgen dafür, dass knappe Ressourcen geschont werden. Umweltverträglichere Alternativen sparen Wasser, verzichten auf giftige Chemikalien, bereiten Abwasser auf und, und, und… Ganz zu schweigen von fairen Arbeitsbedingungen, die im nachhaltigen Bereich eine Selbstverständlichkeit sind.

Um noch mehr Aufmerksamkeit auf diese wunderbar visionären Designer und ihre Kollektionen zu lenken, haben wir den GMUC Award ins Leben gerufen, der unter den Ausstellern der 1st edition der GREENSTYLE munich am Samstag den 20. Oktober 2018 im Haus der Kunst vergeben wurde.

Verliehen wurde der erste GMUC Fashion Award in drei Bereichen und wurde jeweils von einem perfekt geeigneten Paten gewählt:

Award

GMUC Fashion Award „Newcomer“

Gewonnen hat den GMUC Fashion Award im Bereich „Newcomer“ das 2017 gegründete Eco-Label Tassel Tales aus Wien, das neben den wunderbar farbenfrohen Babouches und Kleidern aus Peace-Silk ein großartiges Upcycling-Projekt ins Leben gerufen hat. Als Patin für den Newcomer-Award könnten wir Modejournalistin Kathrin Bierling gewinnen, die als Gründerin von Deutschlands erstem Modeblog ‚Modepilot‘ (2007) eine langjährige Expertise im modischen Talent-Scouting mitbringt.

AwardGMUC Fashion Award „Innovation“

Als Gewinnerin des GMUC Fashion Awards im Bereich „Innovation“ durften wir Claudia Santiago Areal von Livalike auf der Bühne begrüßen, die für ihre architektonischen Taschenkunstwerke anstelle von Leder eine vegane Variante aus Zellulose und Latex verwendet. Das Material ist nicht nur tierleidfrei – es ist auch frei von giftigen Inhaltsstoffen, dafür aber FSC und Oeko-Tex zertifiziert. Überreicht wurde der Preis von Martiene Raven, die als Art Direktorin, Kuratorin und Trendforscherin einen fantastischen Einblick in diese Thematik hat.

Award

GMUC Fashion Award „Social Innovation“

Ein weiterer Bereich, der nachhaltige Mode von der konventionellen Produktion unterscheidet ist der soziale Aspekt. Faires Miteinander versteht sich sowieso. Darüber hinaus haben einige Unternehmen besondere Maßnahmen entwickelt, um den „Glücksfaktor“ der Mitarbeiter zu potenzieren. Unter dem Motto von ‚fair wear lo love affair‘ hat die Kölner Eco-Denim-Brand DAWN Denim mit eigener Produktion in Saigon ein Projekt gestartet, das die Mitarbeiter noch glücklicher machen soll. Dafür gab es den ersten Preis im Bereich „Social Innovation“, der von Juliane Kahl überreicht wurde, die neben ihrer Dozententätigkeit an diversen Hochschulen als Leiterin der Studentenakademie ‚Die Umwelt Akademie’ tätig ist.

Wir gratulieren an dieser Stelle noch Mal den drei Gewinnern und freuen uns schon jetzt, sie auf der 2nd edition der GREENSTYLE munich begrüßen zu dürfen – denn das war der Preis für die Gewinner: Ein Stand auf der nächsten GREENSTYLE munich, die vom 5. bis 7. April 2019 im Haus der Kunst stattfinden wird.

GOOD NEWS – Darling Denim kann auch gut!

Darling Denim

Dass Denim meistens gar kein Darling ist, ist natürlich schade – vor allem vor dem Hintergrund, dass die Jeans eines der beliebtesten Kleidungsstücke überhaupt ist. Ganze acht Paar hat jeder Deutsche in seinem Kleiderschrank. Und das ist wohlgemerkt nur der Durchschnitt.

Darling Denim
Nachhaltiges Duo von DZAINO, Berlin

Und was ist denn nun so schlimm an der Jeans? Ausgehend von der Tatsache, dass die Textilindustrie direkt nach der Ölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer überhaupt ist, führt unser blauer Lieblingsstoff auch noch die Spitze der Umweltsünder innerhalb des Textilsektors an. Bis zu 11.000 Liter Wasser sind bei der Herstellung nötig. Und das wird im Produktions- bzw. Färbeprozess auch noch maximal verunreinigt und mit zahllosen Chemikalien versetzt in die Flüsse geleitet. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass unser geliebtes Kleidungsstück vom Baumwollpflänzchen bis zur fertigen Hose im Laden ca. 50.000 Kilometer rund um den Globus zurückgelegt hat.

GOOD NEWS: Denim gibt’s mit gutem Gewissen!

Aber darum geht es hier jetzt gar nicht. Die Rubrik heißt nicht umsonst GOOD NEWS. Und die gute Nachricht lautet: Darling Denim kann auch gut. Bio-Baumwolle statt Baumwolle spart Wasser und verschont das Grundwasser vor giftigen Pestiziden und Chemikalien und smarte Färbetechniken, die mit weniger Chemikalien und ohne giftige Chlorsalze auskommen, können so aufbereitet werden, dass sie keinen negativen Impact auf die Natur haben.

Darling Denim
#honest #fair #denim by DAWN

Plus: Die Arbeit mit recycelten Materialien oder Leasing-Konzepten bzw. die Herstellung von Denim aus Meeresplastik tragen auf ihre Art dazu bei den Planeten weniger auszubeuten und das Image unseres blauen Lieblings wieder aufzupolieren. Don’t miss: Die Upcycling-Designs von DZAINO aus Berlin! Hier wird es auch Workshops am Stand geben! Nachhaltig produziert wird bislang schätzungsweise nur ein Prozent aller Jeans. Aber hey: Es werden mehr. Und wenn Ihr die fair produzierten Jeans und die supernachhaltige #lowimpact Kollektion von DAWN Denim auf der GREENSTYLE | MUC entdeckt, dann werdet ihr nur noch Eco-Denim tragen wollen. Versprochen! Sorry, Jungs – die haben bislang nur eine Damen-Kollektion. Aber für Euch werden wir auch noch etwas finden!

DAWN Denim

DAWN denim

DAWN DenimWas sich alles auf die Beine stellen lässt, wenn drei Visionäre aufeinandertreffen mit dem dringenden Bedürfnis etwas besser zu machen. In diesem Fall  eine Denim-Brand, die in Saigon maximal fair und nachhaltig produziert. Angesagte Styles mit uniquen Details.

Denn um Fairness ging es dem Trio  Ines Rust, Gabriel Fellsches und Marian von Rappard, die seit 2015 fantastische Denim-Kollektionen in ihrer eigenen Fabrik in Saigon produzieren. Denn ja, auch in Asien kann man fair produzieren. Das hat jeder in der Hand. Um größtmögliche Transparenz zu bieten, ist eigentlich ein eigener Standort sinnvoll. Und deshalb lebt Marian vor Ort in Saigon und Ines, die für die XL-Bandbreite der Denim-Designs von cropped bis high waist zuständig ist, kümmert sich hierzulande nach dem Ausscheiden von Gabriel um die Geschicke der Brand.

DAWN denim
© DAWN denim

Wie glücklich ihre Mitarbeiter wirklich sind, haben die zwei, inspiriert von Stefan Sagmeisters Ausstellungsexperiment „The Happy Show“, mit ihrem eigenen Glücks-Experiment überprüft (mehr dazu im Video). Aber fair war erst der Anfang. Denn seit 2018 sind die Denim Darlings des Kölner Labels Peta zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation. Seit 2019 mit dem Fair Wear Leader Status und 100 von 100 Punkten. Das gab’s noch nie.

Fair always fits better.

Eine weitere Neuheit 2019 war die #lowimpact-Line, die erste GOTS-zertifizierte Capsule Collection aus Bio-Baumwolle und recyceltem Plastik. Und weil das Dawn-Duo noch lange nicht zufrieden ist, haben sie 2020 ein Projekt gelauncht, das eigentlich nur ein Test war. Statt die B-Ware zu entsorgen, machen sie mit Hilfe einer schwedischen Illustratorin aus Hosen mit  kleinen Fehlern individuelle Lieblingsstücke – mit aufgestickter Sonne, zeitgemäßen Claims und ganz viel Liebe zum Detail.

#honest #fair #transparent #dawn

Und wer sich von der Produktionsweise von Dawn Denim persönlich übrezeugen will: Die Open Factory Days machen’s möglich.

www.dawndenim.com