Mode vs. Corona: Atemmasken statt Mode

Die Modebranche ist maximal von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen. Liefer- und Auslieferungsstops, Ladenschließungen – die Produktionsketten sind nicht mehr durchgängig, der Absatz kleiner, die Existenz vor allem der kleinen Brands gefährdet. Um Kurzarbeit, Entlassungen und Firmenschließungen entgegenzuwirken, stellen Traditionsunternehmen, Eco Brands sowie einige Fast Fashion Konzerne auf die Produktion von dringend benötigten Atemmasken um.

Eco Brand Support: Nachhaltige Brands, die Atemmasken produzieren, folgen in den nächsten Tagen. Ihr produziert Atemmasken und wollt hier gelistet werden? Bitte eine Mail mit Produktbild, Info und Link an info@greenstyle-muc.com

Salewa

Eine der ersten Absagen für die GREENSTYLE Conference kam von Salewa. Das Südtiroler Unternehmen hat das Thema Corona von Anfang an sehr ernst genommen und einen Reisestopp für seine Mitarbeiter erlassen. Inzwischen hat die Oberalp-Gruppe ihre Textilproduktion ausgesetzt und produziert Atemmasken und Schutzbekleidung für Krankenhausmitarbeiter. Mehr zum Engagement von Salewa und die richtige Verwendung von (schnelltrocknenden) Schlauchtüchern als Atemmaskenersatz gibt’s hier

Mey

Vor zwei Jahren hat Wäscheexperte Mey sein 90-jähriges Jubiläum mit einer eigenen Kollektion und der Kampagne „Pay what you want“  gefeiert. Nachhaltiges und sozial verantwortungsvolles Handeln hat bei dem Albstädter Familienunternehmen Tradition. Anstelle von Dessous, Loungewear, Tag- und Nachtwäsche werden nun Atemschutzmasken gefertigt. Das erhält Arbeitsplätze und sorgt für dringend benötigten Nachschub der Mangelware. Verwendet wird bei der Produktion Baumwolle, die bei 90 Grad gewaschen werden kann und somit wiederverwendbar ist. Geliefert werden die Masken an Kliniken und medizinische Betriebe. Mehr über Mey erfahren

Eterna

Auch bei Eterna wurde eine krisenbedingte Umstellung auf die Produktion von Atemschutzmasken in die Wege geleitet. Anstelle von Hemden und Blusen werden im firmeneigenen Werk in der Slowakei dringend benötigte Masken produziert. Bereits am ersten Produktionstag konnten 13.000 Stück hergestellt werden. Ziel sind 25.000 Einheiten pro Tag. Damit können alle Mitarbeiter in Vollbeschäftigung bleiben. Aktuell dürfen die Masken nur in der Slowakei verwendet werden. Das Passauer Unternehmen arbeitet daran, eine bedarfsgerechte Auslieferung nach ganz Europa möglich zu machen und die Produktion auf weitere Schutzkleidungsteile zu erweitern. Mehr über Eterna erfahren

Fast Fashion goes Atemmaske

H&M arbeitet an einer Neuausrichtung seiner Lieferkette, um Schutzausrüstung herstellen und bereitstellen zu können. Die Schweden werden ihre Beschaffungssysteme und Logistik-Kapazitäten einsetzen, um eine schnellstmögliche Auslieferung zu ermöglichen. Auch die spanische Inditex Gruppe (Zara etc.) ist in die Produktion von Atemmasken eingestiegen, die sie den spanischen Behörden kostenlos zur Verfügung gestellt hat. 300.000 OP-Masken sollen zeitnah gespendet werden, die Krankenhäusern und Mitarbeitern des Gesundheitswesens zur Verfügung gestellt werden sollen.