BELLE IKAT

belle ikat

Leuchtende Farben, ikonische Muster, jede Stoffbahn ein Unikat – inspiriert von den Geschichten der Kulturen verbindet das Mannheimer Label BELLE IKAT seit 2018 in seinen saisonlosen Kleidern, Tuniken und Schals traditionelle Handwerkskunst mit zeitgeistigen Schnitten.

Kollektionen im klassischen Sinne gibt es bei BELLE IKAT nicht. Denn das Mannheimer Label hat sich mit seinen ebenso zeitlosen wie zeitgeistigen Lieblingsstücken aktiv gegen das Diktat der Modesaisons entschieden. Neue Teile entstehen, wenn entsprechende Stoffe gefertigt sind. Und die sind rar, werden sie auch heute noch von Hand gefertigt. Deshalb sind alle Stücke der Brand limitiert – maximal 20 Teile werden pro Bahn verarbeitet. Häufig sind es auch nur zehn. Besonders aufwändige Stücke werden auf Bestellung maßgeschneidert.

Alle BELLE IKAT Stücke sind streng limitiert, um die Individualität zu unterstreichen.

Zwei Wochen brauchen die erfahrenen Handwerker*innen mit denen BELLE IKAT Gründerin Isabella Stadler zusammenarbeitet, um in Handarbeit eine Bahn mit dem 40 Zentimeter breiten Stoff zu fertigen. Fast wäre diese Handwerkskunst durch maschinelle Fertigung und chemische Färbeprozesse verdrängt worden. Wiederbelebt wurde sie nach der usbekischen Unabhängigkeitserklärung zu Beginn der 90er-Jahre durch die Regierung. Immer mehr Familienbetriebe konzentrieren sich auf die Produktion von biologisch hergestellten Ikat-Stoffen.

Belle Ikat

Inspiration für neue Modelle? Die Vielfalt der Kulturen der Welt.

Und die vereint Isabella Stadler schon in ihrer eigenen Person: geboren in Armenien, aufgewachsen in Israel und seit jeher umgeben von zahlreichen Kulturen. Nach dem Touristik-Studium hat das Ex-Model die Welt bereist und zahlreiche Fundstücke mit nach Hause gebracht. So auch die traditionellen Ikat-Stoffe, die Geschichten erzählen und Isabella Stadler dazu inspiriert haben, ihr Label BELLE IKAT zu gründen.

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung haben bei BELLE IKAT oberste Priorität.

Verwendet werden für Garne und Farben ausschließlich natürliche Materialien. Die faire Bezahlung der Handwerker*innen ist für Isabella Stadler selbstverständlich. Um den persönlichen Kontakt zu ihren Lieferanten zu pflegen reist sie regelmäßig ins Fergana Tal. Neben der fairen Bezahlung ihrer Produzenten unterstützt das „Made by women for women“-Label soziale Organisationen wie die „Saheli Women“ und „Terre des Femmes“.

Gut zu wissen: So entsteht ein Ikat-Stoff

Ikat bedeutet „binden” und „umwickeln” und verweist auf die besondere Färbetechnik. Dazu wird das Garn um Trommeln gewickelt und abschnittsweise per Hand mit Naturfarben gefärbt. Alternativ entstehen die ikonischen Muster durch das Abbinden einzelner Abschnitte der Garnstränge mit Wachs oder Schnüren aus Pflanzenfasern. Auch nach dem Färbeprozess bleiben diese Stellen Rohweiß. Ist die Stoffbahn aufgebraucht, entstehen neue Muster und Farben.

Seit 2020 bei BELLE IKAT im Programm: Vyshyvanka-Stickereien aus der Ukraine

Belle Ikat Vyshyvanka
Traditionelle Stickereien aus der Ukraine

Die Begeisterung für traditionelle Handwerkskunst und die Geschichte verschiedener Kulturen setzt BELLE IKAT seit 2020 auf einigen seiner beliebtesten Leinenblusen und -kleidern fort. Als Inspiration für diese Kollektion diente die Ukraine, in der seit dem Mittelalter die Vyshyvanka-Stickereien von Generation zu Generation weitergegeben werden, um vor bösen Geistern zu schützen.

www.belleikat.de

Tip me – globales Trinkgeld

Tip me

Sneaker-Label Ethletic tut es und das Jeans-Label DAWN Denim tut es jetzt auch. Was in Restaurants und Bars längst Teil eines gängigen und nicht wegzudenkenden Geschäftsmodells ist, versuchen die Gründer des Start-ups Tip me seit 2018 für andere Branchen zu etablieren. Mit einem Trinkgeld als Zeichen der Wertschätzung für diejenigen Menschen, die unsere Sneaker, T-Shirts, Jeans nähen.

Für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie kann Tip me nicht sorgen. Was die vier smarten Gründer*innen aber können. Mit einem einzigen Klick die viel zu geringen Löhne von Erstproduzenten, zumindest ein kleines bisschen aufbessern. Bei einem Mindestlohn von etwas mehr als 100 Euro pro Monat, kann ein weiterer Euro pro Monat einen großen Unterschied machen. Wenn der Konsument mitmacht.

Wie Tip me für den Käufer funktioniert?

Wer bei einem der teilnehmenden Onlineshops oder Brands einkauft, kann während des Bezahlvorgangs ein Trinkgeld zwischen einem und fünf Euro zusätzlich zum angegebenen Kaufpreis zahlen. Das so gesammelte Geld wird nach einem, mit der Produktionsfirma vereinbarten, Verteilerschlüssel zu 100 Prozent an das erste Glied in der Lieferkette – also an die Näherin oder den Näher selbst – weitergeleitet.

Tip me
Das eigene Werk in Saigon

Als Dankeschön und Wertschätzung für den von der Person genähten Pullover. Für die von ihm gefertigten Sneaker. Für das von ihm genähte T-Shirt.

Warum Tip me so wichtig ist?

Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona in produzierenden Entwicklungsländern wie Vietnam, Kambodscha und Vietnam sind massiv. Da globale Modemarken weltweit ihre Bestellungen gekündigt haben. Auch die Produktionsstätte des Jeanslabels DAWN Denim, das seit fünf Jahren in der eigenen Fabrik in Saigon, Vietnam produziert, steckt in der Krise. Deshalb haben sich die beiden Macher des Jeanslabels, das 2019 mit 100 von 100 Punkten im Brand Performance Check der Fair Wear Foundation ausgezeichnet wurde, dazu entschieden ein Statement zu setzen und ein globales Trinkgeld für produzierende Mitarbeiter*innen der eigenen Factory in Vietnam eingeführt.

DAWN ist mit dem Ziel gestartet zu beweisen, dass eine gerechte Denim-Produktion möglich ist. Deshalb möchte die Brand über faire Arbeitsbedingungen hinausgehen. Und die Kund*innen direkt mit den Menschen hinter dem Produkt verbinden. Hier mehr über DAWN Denim erfahren oder direkt zum Online Shop gehen

Tip me Tipster @ Ethletic

Mit dem weltweit ersten Sneaker mit Fairtrade-Gütesiegel hat ethletic eine neue Ära der Nachhaltigkeit gestartet. Seit einiger Zeit setzen die ethletic-Pioniere ihre Initiativen zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Näher*innen in Pakistan mit tip me fort. Jede*r Dritte nutzt diese neue Möglichkeit bereits.

Gerade jetzt legen wir unseren Kunden tip me besonders ans Herz. In Ländern wie Pakistan gibt es kein soziales Netz und keinen doppelten Boden zur Absicherung. Jobverluste bedeuten einen Sturz ins Bodenlose. Unserer Community ist das sehr bewusst und sie spendet derzeit sogar verstärkt über tip me, auch ohne eine Bestellung zu tätigen. Das ist beeindruckend.“ – so Marc Solterbeck, CEO von ethletic. Mehr erfahren über Tip me und ethletic

AWARD: A FEARLESS FUTURE

fearless future

Mit „Fearless Future“ setzt Phyne seine Mission mit – Achtung: kein Widerspruch! – Statement-Basics den nachhaltigen Modemarkt zu revolutionieren und den konventionellen Streetwear-Brands à la Vetements die Show zu stehlen konsequent fort. Seit dem 2. April läuft die Preorder der limitierten Linie – deren Launch in Kombination mit einem Award stattfindet.

Eigentlich wollte das Streetwear Label PHYNE  seinen Unisex-Bomber aus (nochmal Achtung: Innovation!) merzerisierter Bio-Baumwolle auf der 4th edition der GREENSTYLE vorstellen. Das hat krisenbedingt nicht geklappt. Jetzt launcht das Mannheimer Label maximal zeitgeistig die „Fearless Future“ Unisex-Produkte in Kombination mit einem Award, der die wahren Helden der Krise unterstützen soll.

Fearless Future Award ehrt DIE Helden des Alltags

Ärzte und Krankenpfleger*innen, Polizei und Feuerwehr, Erzieher*innen im Notdienst, Supermarktmitarbeiter, Sanitäter – die Corona-Krise hat ganz neue Helden des Alltags auf die Agenda gebracht. Ohne diese mutigen Menschen, die sich tagtäglich einem besonders hohen Risiko aussetzen, wäre die Krise noch schwieriger zu überstehen.

fearless future
Streetwear for a Fearless Future

Fearless Future als Zeichen der Solidarität

Um diesen Menschen eine Extraportion Sichtbarkeit zu geben, haben die beiden Phyne-Macher Andri Stocker und Dirk Meycke den Launch ihrer „Fearless Future“ Linie mit einem Award verbunden. Jetzt einen (oder mehrere) Helden auf @phynefashion nominieren und mit etwas Glück einen limitierten FEARLESS FUTURE Bomber gewinnen.

Sustainable Innovation: merzerisierte Bio-Baumwolle

Das Highlight-Produkt der Mannheimer Streetwear Brand? Ganz klar: der Bomber. Und den gibt es ab sofort aus BlueSign und GOTS zertifizierter, merzerisierter (!) Bio-Baumwolle. Klingt „banal“? Ist revolutionär. Denn durch den innovativen Produktionsprozess wurde erstmals ein Verfahren geschaffen, das die für das Merzerisieren eingesetzten Mittel auffängt und recycelt. Plus: Das Innenfutter der Jacke ist aus 100 Prozent TENCEL™ gefertigt, einem innovativen Holzfaserstoff aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Mit dieser nachhaltigen Innovation hat PHYNE das WORTH Project der Europäischen Union gewonnen.

Jetzt das Fearless Future Lieblingsteil bestellen

Die Unisex Bomber Jacke (219,90 Euro) und das T-Shirt (49,90 Euro) in den Größen XS bis XXL sind ab sofort für einen Preisnachlass von 20 Prozent als Pre-Order online erhältlich

Versandkostenfreie Upcycling-Bags by Coa Coa

Upcycling-Bags

Aus ausrangierten Großsegeln fertigen Ursu und Ines für ihr Upcycling-Brand Coa Goa in Europa verschiedene Taschenmodelle für alle Lebenslagen. Von der Beautybag bis zum Weekender. Von cleanem Weiß bis hin zu sonnigem Gelb. Auf der GREENSTYLE wollten die beiden kreativen Macherinnen Euch alle mit ihren Upcycling-Bags kennenlernen.

Folgende Mail hat uns gerade erreicht und ist so schön, dass wir sie niemandem vorenthalten möchten:

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Liebe Greenstyler und Eco-Fashion Friends,

leider konnten wir uns bei der GREENSTYLE in München nicht treffen. Das finden wir sehr schade.

Jetzt sitzen wir alle im selben Boot und machen das Beste draus. Ich z.B. habe Bleistift und Pinsel wieder ausgepackt. Lange nicht benutzt, aber macht mega Spaß 🙂

ECO BRAND SUPPORT: Jetzt versandkostenfrei bestellen

Für alle, die uns in München auf der GREENSTYLE treffen wollten und auch für diejenigen, die einfach nur dringend eine unserer super schönen, leichten und praktischen Taschen haben möchten: Bis Ende April (30.4.2020) liefern wir OHNE Versandkosten.

Bestell einfach Deine Lieblings Coa Goa Bag mit dem Promo-Code flymetothemoon.

Alles Gute, Ursu & Ines

PS: Die ersten 10 Besteller*innen bekommen eine Coa Goa Zero Waste Bag, die für die GREENSTYLE als give away geplant waren 🙂

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Upcycling-Bags

GREENSTYLE-Tipp:

Den ersten und leider bislang einzigen Kontakt zu den Coa Goa Bags hatten wir beim Shooting für die Fashionshow-Looks. Unser Feedback: Das ganze Team war maximal begeistert von den unterschiedlichen Formaten, den sympathischen Farben und der Tatsache, dass diese Bags einfach ultraleicht beim Tragen sind. Und hey: der nächste Ausflug und die nächste Reise kommen ganz bestimmt.

Gobelin Stickerei by Anna Schuster

Stickerei

Anna Schuster, Co-Founder und Designerin der upcoming Labels JOA Fashion wollte ihre Upcycling-Bomberjacken auf der 4th edition der GREENSTYLE dem Publikum präsentieren. Im Panel MODE COMMONING wollte sie über das Universum der Alternativen und in ihrem Talk #trashionable über Müll als neuer Rohstoff des 21. Jahrhunderts sprechen. Das holen wir nach. Jetzt geht es mit Stickerei um ihre Art der Angstbewältigung

Sticken lautet Annas kreative Lösung gegen die Angst. Denn die begleitet uns ehrlicherweise alle. Jeden auf seine Art. Jeder geht damit anders um. DIY und Handarbeiten gegen die Angst? Macht Sinn. Denn wer schon mal gehäkelt, gestrickt oder genäht hat, weiß, wie schnell die Gedanken abschweifen. Eine andere Art der Meditation, die Geschicklichkeit und Geist trainiert und alte Techniken wieder aufleben lässt.

StickereiGobelin Stickerei: Handarbeiten gegen die Angst

Es ist kein Zufall, dass Unternehmen wie ‚Wool and the Gang‘ oder ‚We Are Knitters‘, die Strick- und Häkelsets verkaufen, florieren. Kunsthandwerk vermittelt ein Gefühl der Selbstverwirklichung, das die Arbeit an einem Laptop kaum bietet. Es erhöht die kognitiven Fähigkeiten, verbessert das Gedächtnis und die Körperkoordination.

Sticken statt Netflix und Instagram

Was heutzutage Netflix und Instagram für die Gesellschaft sind, waren für unsere Großmütter und ihre Mütter Stickereien und anderes Kunsthandwerk. Eine Beschäftigung, eine Ablenkung und eine Möglichkeit, Zeit mit Nachbarn und Freunden zu verbringen. Durch Nähen konnten sie Neuigkeiten, Fähigkeiten und Erfahrungen austauschen. Warum also nicht in Zeiten der Selbstisolation diese alten Techniken, die aus dem Alltag und den Wohnungen verschwunden sind, wieder aufleben lassen, als auch die Freizeit vor Bildschirmen zu verbringen.

Die JOA-Macherinnen haben Vintage Kits zusammengesammelt und zeigen durch Tutorials und Videos wie jeder selber sticken kann. Hier ausprobieren

Stick-Kit kaufen? Bitte eine Direct Message an JOA

#staythefuckhome and start #crafting

Nobahar Design

nobahar design

Sogand Nobahar hat Mathematik studiert. Später Industriedesign in Teheran,
um ihre Ausbildung schließlich am Politechnikum in Mailand und Turin in Italien abzuschließen. Heute designt sie mit NOBAHAR Design unkonventionelle Statement Pieces, weil sie Träger und Betrachter inspirieren möchte. Mit ihren Kreationen hat sie sich eine starke Identität aufgebaut.

Ihre Brand Nobahar Design Milano hat Sogand Nobahar 2017 gegründet, um mit ihren Designs ihre Sicht auf eine chaotische Welt auszudrücken. Oder in den Worten des Epistemologen Nassim Nicholas Taleb: „I want to live happy in a world I don‘t understand“.

In ihrer Heimat Iran ist Schmuck in einem eher traditionellen Kontext angesiedelt. In Italien, ihrer Wahlheimat und dem Zuhause ihrer eklektischen Brand NOBAHAR Design milano denkt man bei Schmuck an High Jewelry. Einflüsse dieser beiden Komponenten verbindet Sogand Nobahar in ihrer Arbeit. Traditionelle Themen aus dem Iran treffen auf Hightech Materialien aus der westlichen Welt.

When supertechnology meets tradition.

Genauso mix & match wie ihre Kollektionen sind die Techniken, mit denen Sogand arbeitet. Ihr Lieblingsmaterial? Nylon Powder. Einmal in Form gebracht ist es leicht, flexibel, wiederstandsfähig und seine Grundbeschaffenheit ermöglicht dem Designer einen großen Spielraum. Das innovative Material, das sie Zero Waste in 3D druckt, verbindet sie mit traditionell persischem Handwerkstechniken. Ebenfalls im Einsatz: persische Teppichstücke aus handgefärbter Seide.

Das Ensō bringt den Moment zum Ausdruck, in dem der Geist und Körper frei sind.

Und der übergroße Kreis in ihrem Logo? Ist natürlich vielmehr als nur eine geometrische Form. Das Ensōo, das Sogand Nobahar selber entworfen hat, ist Teil ihres Logos. Das Ensoō (円相円相, japanisch: Kreis) ist ein Symbol aus der japanischen Kalligraphie, das mit ein oder zwei Pinselstrichen handgezeichnet wird, um den Moment zum Ausdruck zu bringen, in dem der Geist und Körper frei sind.

Neuer Anfang, Erneuerung, Wiedergeburt und Erneuerung.

Nobahar ist persisch und heißt übersetzt „Neuer Frühling“. Das bedeutet? Neuer Anfang, Erneuerung, Wiedergeburt und Erneuerung. Und das kommt in allen Stücken von NOBAHAR Design milano zum Ausdruck. Ihre Werke waren in zahlreichen Ausstellungen in Europa und im Mittleren Osten, hauptsächlich in der Schweiz, in Deutschland, Italien und im Iran zu sehen.

www.nobahardesign.com

LODENFREY

LODENFREY

Das Traditionshaus LODENFREY aus München steht seit dem Jahr 1842 sowohl für die neuesten Trends der Fashionwelt als auch mit traditioneller Mode und Klassikern für jede Altersgruppe.

Angefangen hat alles in einer kleinen Weberei, die der 21-jährige Johann Georg Frey 1842 ins Leben ruft, um den weltbekannten Lodenstoff zu entwickeln. 1855 wurde das Modehaus auf der Pariser Weltausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet und wurde zu einer der bekanntesten Adressen der bayrischen Landeshauptstadt gemacht. Bereits zwei Jahre später eröffnet der visionäre Geschäftsmann sein erstes Geschäft, das – für damalige Zeiten revolutionär – an Privatkunden verkauft.

LODENFREY – eine der bekanntesten Adressen der bayrischen Landeshauptstadt

Heute hat das Münchner Modehaus, das sich auf sechs Etagen und einige externe Dependancen ausgebreitet hat, neben der Produktion seiner weltweit bekannten Trachten- und Lodenkollektion die Kollektionen internationaler Designer im Angebot.

Das Thema Nachhaltigkeit wird das Traditionshaus zeitgemäß in die Zukunft zu führen.

Ausgezeichnet als bester Arbeitgeber (F.A.Z.-Institut) und bester Ausbildungsbetrieb in der Kategorie Textil-Einzelhandel, sozial engagiert in verschiedenen Projekten – das Münchner Traditionshaus ist sich seiner Verantwortung bewusst. Mit Leonard von Pfister und seiner Schwester Antonia ist 2019 die sechste Inhaber Generation nachgerückt. Das Thema Nachhaltigkeit sieht das Geschwisterpaar als wichtige Säule, um das Traditionshaus zeitgemäß in die Zukunft zu führen.

www.lodenfrey.com

Perraro

Perraro

Mode zu verkaufen war Amin Perraro zu wenig. Und so entwickelte der Autodidakt, der genau weiß was er möchte, die wasser- und schmutzabweisende, winddichte und atmungsaktive Jacken- und Mantelkollektion PERRARO, die bei allem Stil ganz ohne chemische Filter auskommt.

Bei gewachster Baumwolle denkt man unweigerlich an die ikonischen Jacken von John Barbour, ursprünglich entwickelt als Funktionsjacken gegen Wind und Wetter, die in den 80er und 90er Jahren das modische Straßenbild von München bis Berlin geprägt haben. Mit einer Funktionsjacke haben die kurzen,  Denim Jacket inspirierten Blousons, taillierten Blazer und klassischen Trenchcoats wenig gemeinsam. Denn die klassische Funktion von gewachster Baumwolle hat Firmengründer Amin Perraro kombiniert mit maximal zeitgeistigen Schnitten, hauchdünnen Stoffen, intensiven Farben wie Pink, Rot und Grün und einer Optik, die auf den ersten Blick an Leder denken lässt.

Perraro
Perraro

Eigentlich wollte Amin in Köln ein Sportstudium absolvieren. Die Kontakte zur Kölner Modeszene ließen aber nicht lange auf sich warten. Der gebürtige Marokkaner hatte bereits dem renommierten Modefotografen Alexander Beck gearbeitet. Es folgten ein Verkäufer-Job bei einem Kölner Store, der Kontakt zum damaligen Chefeinkäufer, der damit verbundene tiefere Einblick in die Modebranche und der Kick-off für seine Jacken- und Mantelkollektion, die ökologisch und ethisch bewusst unter fairen Arbeitsbedingungen in Portugal produziert werden.

Jede Saison lanciert PERRARO einen neuen Schnitt aus dem immer gleichen Material, das sich so herrlich dem Körper anpasst, dass mancher Fan bereit ist, auf die limitierten Teile mehrere Monate zu warten.

PERRARO Store: Brüsseler Straße 61 im Belgischen Viertel in Köln

www.perraro.eu

Sepideh Ahadi

Sepideh Ahadi

Mehrlagig fallende Mäntel, Hosen die zum Jumpsuit werden, asymmetrische Schnitte für Blusen, Kleider und Röcke – die (Wahl)Berliner Designerin Sepideh Ahadi mit iranischen Wurzeln ist ein wahrer Melting Pot an Kulturen. Mit ihren minimalistisch-innovativen Ready-to-Wear-Designs greift sie soziale Themen auf, um ihre Kunden dazu zu bewegen, Mode wieder in einem anderen Kontext zu sehen.

Seit ihrem zehnten Lebensjahr wollte Sepideh Ahadi Modedesignerin werden. Ihre gleichnamige Brand mit dem Wunsch gegründet, bezahlbare aber hochwertige und trotzdem nachhaltige Mode zu produzieren. Transparente Produktion in Europa, kleine Stückzahlen, biologisch und natürliche Materialien wie Bio-Baumwolle, recycelte Wolle, Leinen und Tencel oder Deadstock sind erklärter Inhalt ihrer Nachhaltigkeitsphilosophie. Genauso wie die Tatsache, dass Materialien wie Leder, Pelz und Federn nicht verarbeitet werden.

Teil ihrer Arbeit: Stoffreste und Zero Waste Patterns.

Erklärtes ästhetisches Ziel ihrer Arbeit: Einfachheit. In ihren Kollektionen verbinden sich Handwerkstechniken aus ihrer Heimat Iran. Sie kombiniert diese mit der Eleganz Italiens, wo sie ihren Master in Mode Design gemacht hat und dem Pragmatismus Berlins, wo sie gerade lebt und arbeitet. Wie lange sie dortbleiben wird? Steht in den Sternen. Denn das Verlassen der Komfortzone hat Sepideh Ahadi par excellence professionalisiert. Sie liebt es bei Null anzufangen um sich selbst zu testen und ihrer Arbeit eine Relevanz zu geben. Umzüge und das Einleben in neue Kulturen bieten sich geradezu an.

Sepideh Ahadi – Mit traditionellen Techniken gegen die Wegwerf-Mentalität der Modeindustrie.

Gut zu wissen: Sepideh Ahadi ist Mitglied von Fashion Revolution Iran. Sie war 2019 eine der zehn Finalistinnen des German Sustain Concept des Fashion Council Germany. Im gleichen Jahr hat sie einen eigenen Shop in Berlin eröffnet.

www.sepidehahadi.com

YAR

YAR

„Wir lieben Mode wie Zirkus, nur auf den allgegenwärtigen Modezirkus haben wir keinen Bock mehr.“ Dieser Satz auf der Website von YAR ist Programm. YAR, das sind drei Frauen unterschiedlicher Profession, die eine gemeinsame Vision verfolgen. Alternativen schaffen zu schneller Mode.

Gefunden haben sich Sarah Heilingbrunner, Marga und Wanda Leuthe im Rahmen einer Zwischennutzung auf dem Nürnberger Quelle Areal. Modemädchen sind sie nicht. Aber sie haben Spaß an Kleidung, Materialien, Handwerk und Design. Und sie lieben Alternativen. Alternativen zu konventioneller Mode, zu klassischer Baumwolle und zum Konsumwahn. Deshalb haben sie 2017 das Studio YAR gegründet und suchen (und finden!) seitdem gemeinsam.

Jeder trägt Verantwortung. Um dieser gerecht zu werden, gründeten wir YAR.

Und sie bewegen. Denn das Trio gehört zu den Machern. Sie wollen bewegen und sie bewegen auch. Sie engagieren sich in offenen Werkstattkonzepten, leisten Bildungsarbeit, entwickeln Workshops und Events.

Für die eigene Kollektion wird nach eigener Aussage mit ökologisch sinnvollen Fasern als Alternative zur Baumwolle gearbeitet, die neben Polyester (60 Prozent) mit knapp 40 Prozent den Textilmarkt anführt. Aufgebrochen wird diese Fasermonotonie durch den Einsatz von Materialien wie Hanf, Leinen, Wolle, Yak und Lyocell.

Die YAR-Materialien: ökologisch sinnvolle Fasern

Umweltfreundlicher Anbau, artgerechte Haltung, ein geringerer Wasserverbrauch, reduzierter CO2 Ausstoß, faire Arbeitsbedingungen und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette sowie der Verzicht auf Schad- und Giftstoffe sind die Kriterien, die YAR der Materialauswahl zugrunde legt.

Die YAR-Kollektion ist das Sortiment.

Sie wird behutsam erweitert oder reduziert. Die Grundästhetik bleibt jedoch gleich: klare Schnitte mit zeitlosem Design, die mit unterschiedlichen Materialien funktionieren. Neben der Kollektion werden auch Einzelstücke aus pre- und post-consumer waste gefertigt. Auf Anfrage gibt es Einzelstücke nach eigener Vorstellung. Sogar Zuschnittreste werden zu Accessoires verarbeitet. Produziert wird in Nürnberg. Und das macht das Konzept komplett.

www.weareyar.de