Reines du Monde

Reines du Monde

Reines du Monde

Seit jeher schlägt das Herz von Constanze Adam für Farben, Muster, fremde Kulturen, die sie auf ihren zahlreichen Reisen in alle Herren Länder kennen und lieben gelernt hat. Dabei ist ihr auch klar geworden, wie wichtig der Erhalt und die Förderung von originärem Kunsthandwerk für die Kultur der jeweiligen Länder ist – ganz zu schweigen von dessen Impact auf die sozialen Belange von Frauen weltweit. Das spiegelt sich in der liebevoll kuratierten Auswahl von Reines du Monde wieder: Ethisch korrekt produzierte Lieblingsstücke, die eine Geschichte erzählen. Und wie definiert Constanze den Begriff „ethisch“: Für die Münchnerin ist das der Sammelbegriff für faire Bezahlung, sozialem Auftrag und nicht zuletzt nachhaltige Stoffe, Farben und Produktionsart.

Reines du Monde

Sieben Jahre lang hat Constanze Adam in Paris gelebt. Klar, dass dieser Lebensabschnitt die Politikwissenschaftlerin für soziale Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen sensibilisiert hat. 2015 kehrte sie ihrem Job den Rücken zu und entschied sich, ihrer Leidenschaft für Frauenthemen, soziale Gerechtigkeit und kulturell geprägte Mode nachzugehen und in einem eigenen Projekt zu verbinden. Daraus ist Reines du Monde – Königinnen der Welt – entstanden. denn jede Frau ist eine Königin, egal welcher Hautfarbe, Religion oder gesellschaftlicher Herkunft.

Neben ihrer eigenen mit Naturfarben handbedruckten Kleiderkollektion aus Bio-Baumwolle vertreibt Constanze Adam von sozial benachteiligten Frauen gefertigte, fair bezahlte und kunsthandwerklich einzigartige Stücke. Mit ihrem Engagement unterstützt die Münchnerin Frauen in wirtschaftlich schwachen Gebieten, deren Dasein meist ausschließlich von Männern dominiert ist, indem sie ihnen zu einem eigenen Einkommen, finanzieller Unabhängigkeit und beruflicher Ausbildung verhilft. Auch beteiligt sich RDM an der Finanzierung von Schulbildung für Mädchen; 2015 / 16 gründete RDM ein Pilotprojekt mit geflüchteten Frauen in München, wobei der Fokus inhaltlich auf der Aufarbeitung von Traumata durch kunsthandwerkliche Betätigung lag.

www.reinesdumonde.com

© Reines du Monde

Interview mit Constanze Adam

DUTCH FASHION + DESIGN

Dutch

DIE NIEDERLANDE – INNOVATION IN ZEITEN DES UMBRUCHS
Zusammen geht es besser und deshalb arbeiten seit 2017 die Metropolregionen Amsterdam, Utrecht und München zusammen. Worum es vorrangig geht bei der von zwei Bürgermeistern der involvierten Städte unterzeichneten Absichtserklärung mit dem Titel Creative Embassy? Den gemeinsamen Aufbau von Netzwerken und die Nutzung von Synergien. All dies unter dem Gesichtspunkt der Förderung von modernen, kreativen Industriezweigen und urbanen Innovationen. Mit dieser Zusammenarbeit sollen neue Wege geschaffen werden, die sich nicht nur wirtschaftlich tragen, sondern gleichzeitig auch umweltpolitisch zukunftsweisend sind.

2018 ist in diesem Zusammenhang ein Concept Store im Loftcube vor der Pinakothek der Moderne entstanden – eine kuratierte Auswahl an niederländischen Marken und Designern bei der GREENSTYLE | MUC ist der nächste konsequente Schritt. Eines haben haben beide Events gemeinsam: Die Philosophie nicht nur ethisch zu produzieren, sondern auch nachhaltige Designmethoden zu nutzen, um so zu einer umweltfreundlichen und menschlicheren Zukunft beizutragen.

TEXTILES + TECHNOLOGY

DIE VIRTUELLEN FASHION DESIGNER
Neueste, visuelle Effekte durch Motion Capture, 3D-Animationssoftware und Body-Scanning. Klingt zwar nach der Ausstattung eines Filmstudios, wird aber von dem Amsterdamer Startup The Fabricant genutzt, um digitale Modeerlebnisse zu erzeugen. The Fabricant hat die These aufgestellt, dass Mode nicht physisch vorhanden sein muss, um existieren zu können. Mit dem virtuellem Modedesign werden hyperreale, digitale Modeerlebnisse erzeugt, die nicht nur beim Betrachten fesseln, sondern auch noch erschwinglicher sind, als ein teures Foto-Shooting-Modell.

Dutch Designer
© The Fabricant

RE USE + ZERO WASTE

ES GIBT KEIN SCHLECHTES WETTER – NUR SCHLECHTE KLEIDUNG
Ginge es um das Wetter hätten die Holländer den Regenmantel erfunden – Maium hat auf jeden Fall den Regenmantel der Zukunft geschaffen! Hier wird nämlich einfach der Mantel mit zwei Reißverschlüssen ruck zuck in einen Poncho verwandelt. Das innovative Design von Maium kombiniert niederländische Tradition mit umweltfreundlicher Produktion. Die Kleidung wird aus recycelten Plastikflaschen hergestellt, enthält keine schädlichen Substanzen und wird unter sicheren und gesunden Arbeitsbedingungen produziert.

Dutch Designer
© Maium

MINIMALISMUS IST DAS NEUE MAXIMUM
Zeitlos, schick und innovative Details – so könnte man kurz und knapp die Mode des niederländischen Labels Elsien Gringhuis beschreiben. Das wäre aber nur die halbe Wahrheit, denn neben den hohen kreativen Ansprüchen an die Designs der Stücke, steht vor allem das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. So wird jeder Artikel erst auf Bestellung in den Niederlanden produziert, was bedeutet, dass absolut kein Überbestand oder Abfall anfällt. Gleichzeitig sind die Modelle nur solange verfügbar, wie die Stoffe ausreichen. Elsien Gringhuis folgt wirklich ihrem eigenen Rhythmus.

Dutch Designer
© Tse Kao

FAIR TRADE + DO GOOD

SCHÖNER SCHMUCK MIT SCHÖNER BOTSCHAFT
Etwa 20 Millionen Menschen weltweit leben vom Goldbergbau, oft unter den schrecklichsten Bedingungen. Mittlerweile gibt es aber auch Fair-Trade-/ Fair-Mining Gold. Durch dieses Label werden die Bedingungen für Bergleute verbessert, gleiche Rechte für Männer und Frauen gewährleistet und vor allem Kinderarbeit verhindert. Als Goldschmiedin bei Juffrouw Dubois hat Sanne de Vries einiges darüber zu berichten. Sie unterstützt diese Initiativen und kreiert wunderschöne Stücke aus Fair-Trade-Silber und -Gold in Kombination mit Keramik.

Dutch Designer
© Juffrouw Dubois

MODE IST KUNST IST MODE IST KUNST
Rhumaa will nicht nur schick sein, sondern eine positive Auswirkung haben. Mode kann Einfluss nehmen – das wissen Labels bereits seit Jahren. Rhumaa verwendet nur hochwertige natürliche und umweltfreundliche Stoffe, die eine längere Lebensdauer der Kleidungsstücke bewirken. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstlern entstehen Prints, die Geschichten erzählen. Rhumaa konzentriert sich auf Kooperationen, Einvernehmlichkeit mit Mensch und Natur und kreiert dabei Mode mit wichtigen Geschichten.

Dutch Designer
© Rhumaa

Weitere Informationen zu den ausstellenden Marken und Designern sowie zu zusätzlichen Partnern erhalten Sie im niederländischen Pavillon.

TALKS + NETWORKING

In Kooperation mit der GREENSTYLE | MUC werden am Samstag, dem 20. Oktober, eine Reihe von Vorträgen unter dem Motto „Meet the Dutch“ stattfinden.

  • Der Auftakt macht State of Fashion mit ihrem zehnten Whataboutery im Rahmen der GREENSTYLE | MUC in München. Für jedes dieser Events wurde ein passender Hashtag entwickelt der zum aktuellen Programm passt. In München steht #IMAGINATION im Fokus.

Renee van der Hoek von State of Fashion spricht mit ausgewählten Gästen über Talente, neue Entwicklungen in der Modebranche und die Rolle der Ausbildung, um das Modesystem zum Besseren zu verändern. Als internationale und interdisziplinäre Plattform für Ideen, Experimente, Forschung und Zusammenarbeit bringt die State of Fashion, Designer, Unternehmen und Bildungsinstitutionen aus den Bereichen Mode und Textil zusammen, die allesamt die Ambition haben, ihre Branche widerstandsfähiger, fairer und umweltfreundlicher zu gestalten. Die ArtEZ Universität der Künste und das Museum Arnhem sind Hauptpartner.

  • Im Anschluss daran hält Amber Jae Slooten, Kreativdirektorin und Co-Gründerin von The Fabricant, einen Vortrag über Virtual Fashion Design und warum sie glaubt, dass Mode nicht physisch sein muss, um zu existieren.

 

  • Der nächste Panel-Talk ist eine offene Diskussion über die Möglichkeiten der Designförderung. Wie können Kooperationen europaweit vertieft werden? Teilnehmer sind u.a. Gerbrand Bas (Vorstandsmitglied der Konföderation Dutch Creative Industries in Amsterdam) und Jürgen Enninger (Leiter des Kompetenzteams Kultur- und Kreativwirtschaft, Landeshauptstadt München) sein.

 

  • Ein lockeres Gespräch, das den Austausch von Wissen und die Zusammenarbeit zwischen der deutschen und der niederländischen Industrie verbessern soll. Dies steht im Mittelpunkt der Netzwerkveranstaltung „Meet the Dutch“, die durch den niederländischen Generalkonsul Paul Ymkers in der Lounge Area im Haus der Kunst eröffnet wird.

Partner: Amsterdam Trade, Region Utrecht, Botschaft des Königreichs der Niederlande, Generalkonsulat des Königreichs der Niederlande, Creative Holland und DialoogKreativ | Amsterdam.Utrecht.München

Dutch Design

 

yungcraft

Yungcraft

Weniger ist mehr könnte ein Claim für das österreichische Label yungcraft sein, denn die beiden smarten Gründer setzen neben eco-fairer Produktion auf kleine Stückzahlen. Ob lässige Chino, sommerliche Bermuda oder cool geschnittener Jumper – jedes Teil gibt es bei yungcraft maximal 100 Mal. Dabei setzen die beiden auf klare, skandinavisch inspirierte Linien, denn jung – und das betonen die beiden immer wieder – heißt nicht zwingend verspielt oder bunt.

Jung zeichnet sich durch neue Ideen mit großer Wirkung aus. yungcraft ist Lebens-Stil, mit Sinn für Nachhaltigkeit und mit der rebellischen Eleganz der Jugend. Und deshalb setzt yungcraft auf cleane Schnitte für herrlich entspannte everyday-basics mit GOTS-Zertifizierung, die sie in Polen nähen lassen. Die Stoffe stammen aus Deutschland, Italien und der Türkei. Verwechslungsgefahr bei all der Schlichtheit? Keinesfalls, denn ihr gestalterisches Revier markieren die beiden mit kleinen Signets in Form von dezent aufgestickten Bananen, Flamingos, Enten & Co.

Das Ziel: Ausbruch aus dem Konsumkreislauf

Hinter dem Salzburger Label stecken Phillip Eisl und Lukas Fischer, deren Familien schon lange befreundet waren, bevor 2015 die Idee zu einem designigen Label mit Fokus auf nachhaltiges Bewusstsein und Menschlichkeit entstanden ist. Auch wenn die beiden sich als Jungspunde mit jeder Menge Idealismus bezeichnen – ganz unbescholten sind die beiden im Bereich Mode nicht. Während Lukas Modedesign in Mailand studierte und verschiedene Station in Italien und England durchlaufen hat, hat Phillip BonPhil gegründet, ein Label für Kummerbunde, die dem Tuxedo einen zeitgeistigen Look verpassen.

Von jedem verkauften Kleidungsstück spendet yungcraft einen Euro für wechselnde soziale Projekte, die sie auf ihrer Homepage veröffentlichen.

Gut zu wissen: yungcraft funktioniert auch als unisex-Label

www.yungcraft.com

© yungcraft

VAUDE

VAUDE

In einer Branche, in der es zwar zentral um die Natur, aber gleichermaßen um Begriffe wie „höher, schneller, weiter“, High Performance, Light Weight und Wassersäulenoptimierung geht, hat VAUDE neue Wege eingeschlagen und innovative Lösungen für umweltbewusste Funktionsmaterialien entwickelt. Federführend und dementsprechend häufig mit Nachhaltigkeits- und Innovationspreisen wie dem Eco Achievement Brand Award, dem iF Design Award in Gold oder dem GreenTec Award 2018 ausgezeichnet wurde, ist dabei die Green Shape Core Collection, die Bekleidung, Schuhe und Rucksäcke umfasst und ein breites Spektrum für Outdoor-Fans abdeckt.

VAUDE

Umweltbewusste Materialien und eine faire Produktion stehen bei dem Familienunternehmen VAUDE mit Sitz in Tettnang am Bodensee noch den gängigen Hochleistungsparametern auf dem Programm – natürlich ohne diese zu vernachlässigen. Denn beim Thema Outdoor geht es neben der Optik der Kollektionen natürlich insbesondere auch um deren Funktion. Eine Regenjacke, die  nicht wasserdurchlässig ist oder Textilien, die atmen, sind hier das A und O. Bei VAUDE ist das auch so. Nur hat sich das Label das Thema Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben und arbeitet unter Hochdruck an Alternativen, die weder Mensch noch Umwelt beeinträchtigen.

In Earth We Trust

Ergebnis ist die 19-teilige Green Shape Core Collection, die Performance mit Wohlfühlfaktor UND Nachhaltigkeit verbindet. Für diese Kollektion verwendet der Outdoor-Ausrüster zu 90 % biobasierte, recycelte oder reine Naturmaterialien, die umweltfreundlich und natürlich unter fairen Arbeitsbedingungen zu den nachhaltigsten Produkten verarbeitet, die VAUDE zu bieten hat.

Anstelle der in der Outdoor-Branche üblicher Weise verwendeten Kunstfasern werden bei VAUDE deshalb biologisch abbaubare Materialien wie die Pflanzen-Daune Kapok, Rhizinusöl oder Q-Milk in den Produktionsprozess integriert, die am Ende des Tages unter anderem für innovative Fleece-Materialen, als nachhaltige Alternative zur Wärmeisolierung mit Daune etc., verwendet werden. Damit setzt VAUDE nicht nur einen nachhaltigen Trend gegen Mikroplastik im Meer, sondern trägt zur Lösung globaler ökologischer Probleme bei.

www.vaude.com

© VAUDE

WTW

WTW

WTW steht für Women to Women und hier ist der Name Programm. Denn das Münchner Label hat sich dem Thema Empowerment für Frauen von der Idee bis zur Umsetzung verschrieben. Unter dem Motto „Frauen unterstützen Frauen, Frauen bringen Frauen Arbeit und Frauen kaufen von Frauen gefertigte Produkte“ entstehen die ebenso zeitlosen wie hochwertigen Alpaka-Schals, die – Achtung! – ausschließlich auf Bestellung gefertigt werden, um a) dem Trend von Überproduktion entgegenzuwirken und b) den Konsumentinnen die Bedeutung von Textilien wieder näherzubringen.

You want to support women? Hire them, promote them, buy their products.

Gegründet wurde das ebenso faire wie feminine Label 2018 von Dr. Alexandra Wuttig und Andressa Gallo. Für die Produktion ihrer luxuriösen Schals haben die beiden Power-Frauen eine ganz besondere Partnerfirma in Peru, der Heimat von Andressa Gallo, gefunden, die ihre Ansprüche an die hohen Produktionsstandards ihres Unternehmens gewährleistet. Gegründet und geführt von einer jungen Frau, die für WTW weitere Produzenten dieser Art sucht.

Schließlich geht es bei WTW um den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei der Produktion, sei es bei der Verwendung von Energie und Wasser als auch dem Umgang mit und der Nutzung von Tieren. Die Alpaka-Wolle wird unter anderem in einem kleinen Dorf namens Callallalli, von Frauen, denen WTW ein überlebenswichtiges Einkommen ermöglicht, produziert und verarbeitet.

Und wie sieht das WTW-Network in der Realität aus? WTW arbeitet mit Unternehmerinnen weltweit zusammen: Neben der Produzentin in Peru und den beiden Firmengründerinnen in München sind weitere Unternehmerinnen in die Bereiche Homepage (USA), Fotoproduktion sowie der Social-Media-Part (Deutschland) involviert.

Gut zu wissen: Alpaka-Wolle sorgt für eine maximale Speicherung der Körperwärme und schenkt ein einzigartiges Wohlfühlklima. Das überaus weiche Tragefühl und der natürliche Glanz mit geringer Faltenbildung geben den WTW-Schals eine unvergleichliche Eleganz.

Next Step bei WTW: Der Beitritt beim Bündnis für nachhaltige Textilien.

© WTW

SSE

SSE

SSEDie drei Buchstaben SSE stehen nicht nur für die Initialen von Sophia Schneider-Esleben. Sie stehen genauso für slow, smart und eco. Denn das ist das cradle 2 cradle Label von Sophia Schneider-Esleben aus Kassel ganz bestimmt.

Dass Sophia keine Kompromisse hinsichtlich Nachhaltigkeit, Qualität und Verantwortung eingeht, dürfte spätestens nach ihrem ersten Modepraktikum klar geworden sein. Das hat ihr den Spaß an der Mode nämlich ziemlich verhagelt. Eine Ausbildung als Damen-Maßschneiderin und Schnittdirektrice, der Gründung ihre Labels SSE, dem Titel Preisträgerin vom Mailänder A’Design Award später dürfte klar sein, dass sie die Freude an Fashion zurückgefunden hat. Und das ist gut so, denn so produziert sie seit 2014 saisonunabhängige 100 Prozent nachhaltige Lieblingsstücke für Mama und Tochter – oder auch nur eine von beiden. (Mama / Kind?). Immer zeitlos. Immer smart.

SSE

So wachsen die Kinderhosen mit und die Schnitte sind im Vorhinein so geplant, dass sie lange passen. Ihre Grafiken entwirft Sophia übrigens selbst. Hier trifft Romantik ganz unkompliziert auf Sportlichkeit, wenn Sophia ganz nonchalant dem (GOTS-zertifizierten!) Spitzenpullover ein cleanes Baumwollbündchen verpasst. Über sich selbst sagt sie: „Ich mache smarte Schnitte in neoklassischen Formen, jedoch mit romantischem Pep.“ Dabei geht es ihr neben den strengen nachhaltigen Kriterien, die sie ihrem Label auferlegt hat, vor allem um den Wohlfühlfaktor, denn Mode ist bekanntlich die zweite Haut. Und darin sollte man sich definitiv wohlfühlen…

SSE

Sophias Philosophie? „Konsumiere klein aber fein. Trage Verantwortung für das, was Du trägst.“ Genau aus diesem Grund verwendet SSE ausschließlich kompostierbare Bio-Materialien, die der Umwelt nicht schaden. Die Rohstoffe werden umweltfreundlich, sozial, C02 neutral mit kurzen Wegen und Verzicht auf Luftfracht in Deutschland produziert.

When nature meets art: Anlässlich der Kooperation mit Textildesignerin Verena Hempel ist die Capsule Collection „Handtastic“ entstanden, die – natürlich wie gewohnt in Bio-Qualität – in Deutschland gedruckt und sozial genäht wurde.

www.schneider-esleben.com

© Sophia Schneider-Esleben, Fredrik Altinell, Sarah Mehler

Fazit von Sophia von der GREENSTYLE | MUC

LANA

Lana

„Wir befinden uns in einer spannenden Zeit des Umbruchs. Sowohl in der Modeindustrie im Allgemeinen, als auch mit der Neuausrichtung der Linie Lana im Speziellen. Nachhaltigkeit ist durch meine 30-Jahre lange Geschichte mit Lana tief in meiner DNA verankert und daher eine Selbstverständlichkeit für mich. Ich habe mir persönlich zum Ziel gesetzt, den Fokus in den kommenden Kollektionen noch viel mehr auf das Design zu setzen und mit dem Label neue Wege einzuschlagen. Fair Fashion muss sein Nischendasein verlassen.“ So das starke Statement von Maria Kohnen, die 2017 die kreative Leitung der Linie Lana im Unternehmen ihrer Eltern Anne und Hermann Kohnen übernommen hat.

„Slow Fashion ist für mich kein Lifestyle, sondern eine Notwendigkeit.“ Maria Kohnen

Seitdem arbeitet Maria an einer Neuausrichtung der Hauptkollektion. Selbstverständlich nach wie vor unter strengen nachhaltigen Kriterien. Denn Nachhaltigkeit hat in dem Familienunternehmen aus Aachen eine lange Tradition. Hier entstehen seit 1987 Kinder- und Damenkollektionen – seit 2008 ist Lana GOTS zertifiziert. Inzwischen gibt es seit 2014 neben der Lana-Kollektion die Linie ROSALIE und zwei Jahre später eine weitere Unterteilung durch die Lancierung der Linie MINU.

 

Lana

Gut zu wissen: Neue Wege geht man besser zusammen. Mit dem Heidelberger Schmucklabel Fremdformat hat Lana eine einzigartige Schmuckkollektion für den Sommer 2019 entworfen. Dabei sind alle Rohstoffe der limitierten Kollektion recycelt: Die Metalle sind Überreste, die in der metallverarbeitenden Industrie anfallen, die textilen Bestandteile sind Verschnitte aus der Lana-Kollektion.

Lana

„Stichpunkt „Capsule Wardrobe“

Lana setzt auf eine smarte Mischung aus aktuellen Trendteilen sowie klassischen Essentials und Must-Haves, um den Konsumenten so zu zeigen, wie sie ihre Garderobe im Sinne des Slow Fashion Movements verändern können, ohne Kompromisse in ihrem persönlichen Style machen zu müssen. Neben der Damen- und Schmuckkollektion gibt es natürlich auch etwas für die Kleinsten: Die Lana Baby-Newbornsets sind der ideale Einstig in die nachhaltige Modewelt. Alles was Babys am Anfang benötigen – natürlich in bester Bio-Qualität und somit das ideale Geschenk zur Geburt!

Lana
Weststraße 38
52074 Aachen

www.lana-organic.de

Fotograph: Lena Scherer
Model: Malaika Nadja Girke
H&M: Kristina Heinisch

Interview mit Designerin Maria Kohnen von Lana

WAYDA

Wayda

Halstuch, Turban, Pareo oder Picknickdecke – was mit superkuscheligen und unglaublich vielseitigen Musselin-Tüchern in einer herrlich harmonierenden XL-Farbpalette angefangen hat, hat sich mit der Herbst-/Winter 2018/19  in eine komplette Kollektion von WAYDA weiterentwickelt. (first seen on GREENSTYLE | MUC – by the way!)

Wayda

Louise von Plüskow geht es bei ihrem Label um Qualität, Transparenz und Verantwortung. Deshalb arbeitet sie auch nur mit Menschen zusammen, die ihre Werte teilen. Und weil es so schwierig geworden ist, alle Schritte entlang der Produktionskette zu kontrollieren, hat WAYDA sich für den umgekehrten Prozess entschieden und setzt auf lokale Gewinnung der Rohstoffe. Der Weg Design mit Transparenz & Co. zu verbinden war ein langer Prozess, der sich aber zu gehen gelohnt hat. Entworfen wurden die Lieblingsstücke (bislang) seit der Gründung 2013 in Louises französischer Wahlheimat Toulouse. Seit Sommer 2018 ist Wayda in Berlin beheimatet – die Stoffe werden natürlich weiterhin in deutschen Traditionsbetrieben hergestellt und handgefärbt, denn bei WAYDA hat die Philosophie genauso bestand wie die Qualität der Produkte.

Wayda

Dass man aus Bio-Baumwolle und Mull – oder eleganter gesagt Musselin – noch so viel weitere Lieblingsstücke, ja sogar eine ganze Kollektion fertigen kann, zeigt Louise von Plüskow im Herbst 2018: Fluffige Flausch-Jacken aus Musselin-Baumwolle passen perfekt zum klassischen Wayda-Tuch in Nachtblau. Oversized Streifen-Blusen sind der perfekte Partner zur Leggings mit und ohne Zipper. Und in der langen Version funktioniert die Bluse als Everyday-Dress. Denim-Kleider und herrlich leichte, lässige geschnittene Hosen aus Denim-Stoff runden die erste Kollektion ab. Und nicht vergessen: Für den perfekten Eyecatcher sorgt der WAYDA-Klassiker mit dem ikonischen Crincle-Look

www.wayda.fr

© Wayda

Interview mit Gründerin Louise
© GREENSTYLE | MUC

Sophia Stuhlmiller

Sophia Stuhlmiller

Während sich die meisten Kommilitonen in Sophia Stuhlmillers Abschlussjahrgang des Fachbereichs Modedesign mit konventionellen Themen beschäftigt haben, hat sich die Absolventin für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „The Green Sky“ an der AMD Akademie München & Design für eine nachhaltige Kollektion entschieden. Die Suche nach geeigneten Partnern hat sie abseits der konventionellen Wege in ihre alte Heimat, in die Lechauen und auf einen Gnadenhof geführt.

Inspiriert vom Lech, seiner Natur und den Landschaften entlang des Flusslaufs greift die gebürtige Augsburgerin in ihrer Kollektion nicht nur Elemente aus der Natur auf, sondern auch drei Projekte, die dieses Gebiet schützen oder renaturieren sollen, bzw. den Nachhaltigkeitsgedanken pflegen und ein verantwortungsvolles Verhalten gegenüber Mensch und Natur zeigen. Auf dem Gnadenhof Morhard hat Sophia die vom Aussterben bedrohten Krainer Steinschafe entdeckt, deren Wolle in der Kollektion Verwendung findet.

Sophia Stuhlmiller

Der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg e.V. widmet sich der Pflege und der Entwicklung der reichhaltigen Natur mit dem langfristigen Ziel Lebensqualität für Mensch und Tier zu schaffen und hat so zur Farbgebung der Kollektion in Braun-, Beige und Blautönen beigetragen. Auch die Ausführungen von Autor Dr. Eberhard Pfeuffer über den Lech als einen der wichtigsten Alpenflüsse Süddeutschlands haben ihre Spuren in Form von Oberflächenbearbeitung in der Kollektion hinterlassen. Klar, dass ihre Kollektion an moderne Wanderschäferinnen oder neuzeitliche Flussgötter erinnert…

Sophia Stuhlmiller

Dabei setzt Sophia Stuhlmiller auf nachwachsende Rohstoffe und recycelte Materialien – 99 Prozent sind nachhaltig. Handgesponnene, regionale Wolle von den Krainer Steinschafen, Bio-Baumwolle, Hanf, Kork und Kunstleder als veganen Lederersatz, zu 100 Prozent recycelbare Jerseybänder aus Deadstock. Und der Nachhaltigkeitsansatz setzt sich bis zu den Reisverschlüssen und Ösen hin durch.

Gut zu wissen: Was sich durch die Kollektion neben dem symbolischen grünen Faden zieht, ist in Sophias Fall der tatsächliche gelbe Faden, der für die enorme Wichtigkeit und einen neuen Ansatz zum Thema Nachhaltigkeit steht.

Fotograf: Jörg Billwitz
MuA: Eva Kaiser
Models: Alexander Gieber
Bianca Aust
Julia Osterried

Interview mit der AMD Absolventin Sophia Stuhlmiller

RAAW by Trice

RAAW
RAAW
Trice Christiansen

Die Haut ist unser größtes Organ, das alles aufsaugt, mit was dem ihr in Berührung kommt. Und deshalb suchte Trice Christiansen nach einer Linie aus reinen, natürlichen und wirkungsvollen Inhaltsstoffen, elegant designt und trotzdem bezahlbar. Weil Trice Christiansen nicht fündig wurde, hat sich die smarte Dänin in die Pflanzenheilkunde eingearbeitet, sich in chinesische Medizin eingelesen und so lange experimentiert, bis sie zufrieden war. Das Ergebnis: Produkte mit reinen, natürlichen und vor allem wirkungsvollen Inhaltsstoffen, die gut für die Haut, für den Körper und für die Umwelt sind. Und die die Haut ohne irritierende Reizstoffe perfekt versorgt.

Das Ergebnis ihrer Experimente hat die Wahl-New-Yorkerin, in – typisch skandinavisch! – elegante und minimalistische Flakons gefüllt und wurde kurzerhand zum Beauty-It-Label von Models, Schauspielerinnen, Bloggern & Co.

RAAW

Trice’s Credo: Schöne Haut ist ein Lebensstil. Ihr Tipp: Wer Wert auf gesunde Ernährung legt, sollte dies auch bei seiner Pflegeroutine berücksichtigen. Und deshalb lässt Trice nur noch natürliche Inhaltsstoffe an ihre Haut.

Die kleine aber maximal feine Produktpalette von RAAW by Trice umfasst inzwischen drei traumhafte Gesichtsöle (jeweils auch als Roller-to-go erhältlich) – das Rosehip Facial Oil für geschädigte und trockene Haut sowie die Blue Beauty Drops, die unreine Mischhaut beruhigen und entgiften. Ganz neu: die pechschwarzen Black Moon Drops mit Aktivkohle, die die Haut beruhigen. Gesichts-, Augen- und Körpercremes, sowie eine Flüssigseife runden das RAAW by Trice Angebot ab. Ja, schöne Haut ist so viel mehr als ein Produkt – schöne Haut ist ein Lifestyle.

www.raawbytrice.com

© RAAW by Trice