Petition für ein Lieferkettengesetz

Lisa Jaspers ist die Gründerin des Berliner Fair Trade Stores FOLKDAYS, der nachhaltig und fair produzierte Kleidung, Accessoires, Schmuckstücke und Interieur-Produkte aus aller Welt im Angebot hat. Außerdem ist Lisa Jaspers  die Initiatorin der Petition #fairbylaw auf Change.org. Seit dem 24. April 2018 fordert die engagierte Aktivistin ein Lieferkettengesetz, das unternehmerische Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette verpflichtend macht.

Das Gesetz, das wir auf den Weg bringen wollen, soll Unternehmen für die eigenen Lieferketten haftbar machen, wenn sie nicht der unternehmerischen Sorgfaltspflicht nachkommen.

Ihre Petition hat Lisa Jaspers gestartet, weil ihr die politische Dimension in der Fair Fashion Diskussion gefehlt hat. Wenn über Arbeitsthemen gesprochen wird, wird über Menschenrechte gesprochen. Ihre Petition #fairbylaw fordert die deutsche Regierung dazu auf, ein Lieferkettengesetz zu unternehmerischer Sorgfaltspflicht zu verabschieden. Eine solche gesetzliche Regelung würde Unternehmen für Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen haftbar machen, wenn diese ihre unternehmerische Sorgfaltspflicht im Ausland vernachlässigen. „Die Verantwortung wird gerne beim Konsumenten geortet“, sagt Lisa, „eine politische Verantwortung fehlt Großteils.“ Selbstverpflichtung alleine sei ein falscher Ansatz und auch nicht machbar.

Ein Lieferkettengesetz bringt Unternehmen dazu, über die eigenen Lieferketten anders nachdenken zu müssen und vielleicht die Produktion wieder stärker in eigene Hände zu nehmen.

Ist Nachhaltigkeit schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen oder doch noch ein Nischenthema? Was müsste sich ändern, damit Mode nachhaltiger und fairer wird? Für Lisa ist nachhaltige Mode immer noch nicht im Mainstream angekommen. Die Bubble, in der wir uns bewegen, sei klein. Genau deswegen sei ein solches Gesetz so wichtig, weil es Unternehmen dazu bringe, über Lieferketten anders nachzudenken. Für Lisa ist klar, dass nur mit einer Mischung aus gesetzlicher Verpflichtung, best practice-Beispielen und entsprechend attraktiven Business Modellen etwas weiter geht.

„Es braucht Vorreiterunternehmen, die zeigen, wie es gehen kann. Und die gibt es schon.“

Ob die Corona-Erfahrung hier ein Umdenken anstoßen konnte? Viele Menschen hatten ja mehr Zeit sich über grundlegende Dinge Gedanken zu machen. Das sieht auch Lisa so. Auch die Politik scheint einiges zu überdenken. „Ich will nicht zu optimistisch sein, aber auch die Politik scheint verstanden zu haben, dass es viele Menschen gibt, die nicht zum Zustand vor Corona zurückkehren möchten“.

„Ich will nicht zu optimistisch sein, aber auch die Politik scheint verstanden zu haben, dass viele Menschen nicht zum Zustand vor Corona zurückkehren möchten“.

Und an welchem Punkt ist nun ihre Gesetzesinitiative? Vor Corona hat Lisa Jaspers bezüglich des Lieferkettengesetzes fast ein bisschen resigniert. Sie hat nicht mehr daran geglaubt, dass sich hier noch etwas bewegen würde. Ihre Hoffnung ist wieder gestiegen, da ein Gesetzesentwurf präsentiert und durch den Bundestag gebracht werden soll. Mal sehen, ob es klappt.“ Lisa jedenfalls hat einen gedrückten Daumen in der Tasche.

NEONYT ON AIR: a fully sustainable week

NEONYT on Air

Auf die physische Sommerausgabe der NEONYT 2020 im Berliner Tempelhof mussten wir leider verzichten. Stattdessen gehen die Macher aus Frankfurt vom 13. bis 17. Juli diesmal gemeinsam mit Fashion- und Digitalexperten „on air“ und machen damit ihre Inhalte für alle Interessenten zugänglich.

Die Themen auf der NEONYT ON AIR Agenda? Talkrunden und Live-Interviews sowie Statement-Videos und News aus den Bereichen Business, Lifestyle und Knowledge ergänzen diesmal die neuen digitalen Ordermöglichkeiten, die zwar das Community-Feeling der NEONYT nicht ganz ersetzen kann, aber die wichtigen Themen trotzdem kommunizieren.

Konsequent fortgesetzt: das Motto der Januarausgabe war CHANGE is in the Air.

Kommende Woche geht die NEONYT ON AIR. Mit Themen und Chancen und Herausforderungen für die nachhaltige Modeszene in Zeiten von Covid-19, Digitalisierung als Innovationstreiber und Neuigkeiten von der Neonyt-Community, die sich diesmal leider nicht in der Realität treffen kann. Mit großer Spannung wird auch der Ausblick auf den Sommer 2021 erwartet, den Olaf Schmidt (Messe Frankfurt) und Anita Tillmann (Premium Group) angekündigt haben.

Was: NEONYT ON AIR
Wann: 13. bis 17.7.2020
Wo: Social Media Kanäle der NEONYT @neonyt.berlin

NEONYT ON AIR schedule (to be continued)

Montag, 13. Juli 2020: OPENING DAY
Video-Statements
an die Community von Thimo Schwenzfeier (Show Director), Magdalena Schaffrin (Creative Director) und Content Director Max Gilgenmann.

„Die Modebranche und die Messewirtschaft stehen vor neuen Herausforderungen, aber vor allem auch vor großen Chancen.“ Thimo Schwenzfeier

NEONYT on Air
Thimo Schwenzfeier

Dienstag, 14. Juli 2020: BUSINESS DAY

10-11 Uhr: DATA IS IN THE AIR
In einer Talkrunde erörtern Digital-Business-Profis von  The Brand Show, Browzwear und Yoonatech ihre „Visionen rund um Virtual Fashion“, „digital Sampling“ und „3D-Bodyscanning für die Herstellung, Verarbeitung und den Vertrieb von Mode.

12-13 Uhr: INDUSTRY INSIGHTS FROM PARTNERS AND BRANDS

14-14.30 Uhr: NEONYT & Joor (B2B Marketplace)

Mittwoch 15. Juli 2020: LIFESTYLE DAY

10-13 Uhr: PREPEEK
Im Rahmen eines Instagram-Takeovers durch Thekla Wilkening (Stay Awhile) bekommen wir Einblick in das Influencer Format Prepeek. Plus: Updates zum Thema PrePeek @ Internationale Filmfestspiele Berlin

13-14 Uhr: INDUSTRY INSIGHTS FROM PARTNERS AND BRANDS

14-15 Uhr: THE BEAUTY OF DIVERSITY
Um Mode als Ausdruck von Individualität und die Bedeutung persönlicher sowie unternehmerischer Werte geht es im Panel von Magdalena Schaffrin. Gemeinsam mit Nicoline Woehrle (Dr. Hauschka), der Aktivistin Julia Dalia (die im Juli 2019 am GREENSTYLE @ Prepeek  Panel „Eco oder öko“ teilgenommen hat) und der Fashion-Stylistin Claudia Hofmann (die im Oktober 2019 auf der GREENSTYLE zum Thema „Fair Fashion – wo stehen wir?“gesprochen hat) spricht sie über die Entwicklung der Fashion-Branche hin zu mehr Diversität.

Don’t miss: NEONYT virtual talks vom 13. bis 17. Juli 2020

Donnerstag, 16.7.2020: KNOWLEDGE /NEW WAYS

10-12 Uhr: A FASHION STORY BY LUXIDERS
Am Donnerstagvormittag dürfen wir einen Blick hinter die Kulissen des Neonyt-Editorial-Shootings des Luxiders Magazine zum Thema „Mode in unsicheren Zeiten“ werfen.

12-13 Uhr: INDUSTRY INSIGHTS FROM PARTNERS AND BRANDS

14-15 Uhr: The New Value of Responsibility and Resilience in Fashion
Max Gilgenmann spricht mit Fair-Fashion-Pionier hessnatur, Lisa Jaspers von Folkdays und Mandie Bienek vom Fashion Council Germany über die globale Problematik von Lieferkettenunterbrechungen und Auftragsstornierungen in Produktionsstätten.

NEONYT on Air
NEONYT on Air

Freitag 17.7.2020: FRANKFURT FASHION WEEK DAY

10-11 Uhr: FRANKFURT FASHION WEEK
Die Potenziale der Frankfurt Fashion Week für die Rhein-Main-Metropole, die Modebranche allgemein und für die beiden Initiatoren Messe Frankfurt und Premium Group sind Thema am Freitagvormittag (Video Statements)

12-13 Uhr: INDUSTRY INSIGHTS FROM PARTNERS AND BRANDS

13-14 Uhr: FRANKFURT FASHION WEEK 2021
Managing Partner der Premium Group Anita Tillmann und Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt Olaf Schmidt im Gespräch mit Jana Kern (Kern.Consulting)

Good to know: NEONYT on Air is for everbody
Anders als bei den physischen Events in Berlin im Rahmen der Fashion Week ist bei der digitalen Ausgabe die Teilnahme für alle Interessenten möglich. Eine Registrierung ist nicht nötig.

Das komplette Programm gibt’s  hier

Luxusmarke oder Discounter? Beide gleich!

Die Corona Pandemie hat die Textilindustrie hart getroffen. Die Lage der Arbeiter*innen, die schon bisher keine besonders gute war, wird zunehmend schwieriger. Die Ökonomin Bettina Musiolek engagiert sich seit 25 Jahren bei der „Clean Clothes Campaign“  und hat die deutsche Plattform „Kampagne für Saubere Kleidung“ mitbegründet. Der Fokus der Arbeit liegt auf den sozialen Aspekten der Wertschöpfungskette, Ziel ist die Schaffung von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen.

Bettina Musiolek beschäftigt sich in erster Linie mit den Ländern Ost- und Südosteuropas*. Ohne die Türkei mitzurechnen arbeiten dort ca. 1,5 Millionen Menschen, die unsere Mode produzieren. Die Corona-Krise hat deren Arbeitsbedingungen nochmals verschlechtert. „Die Unternehmen geben den Kostendruck an die Arbeiter*innen weiter, Nervosität und Aggressivität nahmen zu, Beschäftigte wurden gezwungen Urlaub zu nehmen, andere wiederum mussten arbeiten, aber für die Hälfte des Lohnes.“ verrät sie Susanne Barta im Video-Interview. Wichtig zu wissen: Ihr Lohn bewegte sich bereits vor der Krise auf der Ebene des Mindestlohnes.

Das betrifft nicht nur die Fast Fashion Industrie. Diese Praktiken finden sich genauso bei der Produktion für hochpreisige Luxusunternehmen.

Arbeitsgesetze in der Bekleidungsindustrie werden momentan noch weniger beachtet als vor Corona.

„Zwischen Europa und Asien gibt es keine grundlegenden systemischen Unterschiede“

Musiolek betont, dass das Macht- und Einflussgefälle in den Lieferketten durch Corona noch deutlicher sichtbar wurde. „Die Bedingungen stellen die Brands und Händler, nicht die Produktionsfirmen.“ Daher die konsequente Forderung der Clean Clothes Campaign: die Modemarken müssen eine Lohngarantie abgeben.

Forderung von Clean Clothes Campaign: Modemarken müssen eine Lohngarantie abgeben.

Immer wieder wird darüber diskutiert, wer denn nun besser und wer schlechter produziert, die Luxusbranche oder Fast Fashion-Ketten? Die Clean Clothes Campaign hat hier viel recherchiert und kommt zum Schluss, dass es keine gravierenden Unterschiede gibt. Die Unterschiede in der Produktion für Luxusmarken oder Discounter sind marginal. Häufig produzieren sie in derselben Fabrik.

„Die Arbeiter*innen der globalen Lieferketten zahlen den Preis für die Konsequenzen der Pandemie“ – Bettina Musiolek

Seit 2013 die Fabrik Rana Plaza in Bangladesch in sich zusammengestürzt ist und über tausend Menschen unter sich begrub, haben die Diskussionen zum Thema zugenommen. Besonders diejenigen Unternehmen sind Vorreiter bezüglich der menschenrechtlichen Verantwortung in ihren Lieferketten, die seit längerer Zeit im Visier der Clean Clothes Campaign gestanden haben. Wir haben die großen Modemarken im Visier gehabt. Deshalb hinkt die Luxusbranche hinterher.

Aber gibt es auch wirklich Konsequenzen?
„Es wird viel geredet und es folgen keine Taten“.

„Damit sich wirklich etwas verändern wird, braucht es Druck aus der Zivilgesellschaft. Und wir brauchen ein Lieferkettengesetz, damit Menschenrechtsverstöße auch wirklich geahndet werden.“

*Ukraine, Polen, Slowakei, Albanien, Türkei, Bosnien, Bulgarien

Post Corona Trends – #ourpostpandemicfuture

Post Corona

Auch wenn die nachhaltige Mode keinen klassischen Trends folgt, so folgen diesen viele Konsumenten. Bewusst oder unbewusst. Das haben gerade die letzten Wochen und Monate des Lockdowns gezeigt. Gesichtsmasken wurden zum gehypten Fashion-Accessoire, Businessmode wurde gegen Homewear getauscht. Auch der Minimalismus steht in Post Corona Zeit wieder weiter oben auf der Agenda.

#1 Post Corona Trends: Willkommen zuhause – Loungewear

Formelle Businessmode hat während des Lockdowns massiv an Bedeutung verloren. Stattdessen ist die Nachfrage nach lässiger Loungewear gestiegen. Ganz klare Reaktion aufs Arbeiten im Homeoffice. Auch wenn langsam wieder Menschen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren – das Arbeiten aus dem heimischen Office wird es auch postcoronal verstärkt geben. Entspannte Kleidung ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

♦ Das heißt: Jumpsuits, Leggings, bügellose BH und Tops, Sweater, Socken

♦ Bekommt man u.a. bei: Achahha , anekdot, Another Brand, Fitbuddha, HOWcosy, Phyne

Post Corona

#2 Post Corona Trends: Stay healthy – Active Wear

Während des Lockdowns sind die Fans von Outdoor Sportarten wie Joggen, Walken oder Fahrradfahren explosionsartig angestiegen. Unter dem Motto „Nature statt Netflix“ wurde gelaufen und geradelt was das Zeug hielt. Dementsprechend stark war (und ist) die Nachfrage nach Sportbekleidung.

♦ Das heißt: Leggings, Sportschuhe

♦ Bekommt man bei: ambiletics, Another Brand, montreet, kaipara

Post Corona

#3 Post Corona Trends: Hoch im Kurs – Minimalismus

Ausgehend von den Trends nach der globalen Finanzkrise 2008 ist mit einer weiteren Nachfrage im Bereich Minimalismus zu rechnen. Logomania & Co. machen zeitlosen Klassikern Platz.

♦ Das heißt: Trenchcoat, weiße Bluse, T-Shirt, Jeans

♦ Bekommt man bei: LangerChen, Lanius, Lana, The Colorful Crew, Dawn Denim

Post Corona

#4 Post Corona Trends: Must Have – Gesichtsmasken

Während die Maske in Asien schon lange als Zeichen des Respekts getragen wurde, ist die Gesichtsmaske in unseren Breiten erst mit dem Coronavirus ins Straßenbild eingezogen. Neben den medizinischen Masken sind kurzerhand individuelle Styles aus Baumwolle zum Musthave avanciert.

Bekommt man bei: GREENSTYLE, Phyne, nat2, Armedangels, Akjumii, Sophia Schneider Esleben

Post Corona

Interview: Viktor&Rolf x Calida

Viktor&Rolf

Mit einem Big Bäng haben die Schweizer Wäsche-Brand Calida und das avantgardistische Luxuslabel Viktor&Rolf ihre gemeinsam Capsule Collection „We want a better world“ auf der NEONYT im Januar 2020 präsentiert. Farbstark, zeitgeistig, Detail verliebt. Und vor allem zu 100 Prozent kompostierbar.

Flirrendes Gelb, Himmelblau, Signalrot – Viktor & Rolf sind seit jeher für Farben und außergewöhnliche Muster bekannt. Ihre ikonischen Erkennungszeichen hat das niederländische Design-Duo in die gemeinsame Kollektion „We want a better world“ mit dem Schweizer Wäscheexperten Calida eingebracht und Unterwäsche, Pyjamas und T-Shirts für Damen und Herren 70ies-inspirierte Allover-Prints und ikonischen Rüschen-Details verpasst.

A TRULY GREEN STORY – a 100 percent compostable collection for a better world.

Neben den spektakulären Designs geht es bei der Kooperation vor allem um Nachhaltigkeit und um zu zeigen, dass sich High Fashion und höchste Standards der Nachhaltigkeit nicht ausschließen. Und hier wurde die Messlatte ganz weit oben angebracht. „We Want a Better World“ ist doppelt zertifiziert. Und zwar Cradle-to-Cradle und Made in Green by Oeko-Tex. Was die Kollektion so nachhaltig macht? Die Verwendung von kompostierbarem, nachhaltigem Tencel und Lyocell.

Inspiriert von der Haute-Couture – Viktor&Rolf x Calida

Unterwäsche und Loungewear sind Themen, die normalerweise nicht auf der Agenda der Couturiers stehen. Was sie an der Zusammenarbeit mit dem Schweizer Wäscheexperten aus Oberkirch gereizt hat und was sie bei dieser Zusammenarbeit über Nachhaltigkeit gelernt haben, verraten die Beiden Mirjam Smend im Interview.

Viktor&Rolf
Viktor&Rolf

„We want a better world“ ist die erste zu 100 Prozent biologisch abbaubare Designer Capsule Collection.

GREENSTYLE: Viktor & Rolf ist der Inbegriff von Haute Couture. Man denkt nicht gleich an Unterwäsche und Pyjamas. Was hat Sie an der Kooperation mit Calida gereizt?
Viktor&Rolf: Wir wollten ein Produkt schaffen, das ein breiteres Publikum anspricht. Unterwäsche und Pyjamas sind eine bequeme Notwendigkeit mit einem großen Sinn für Mode. Wir haben uns sehr gefreut, mit einer nachhaltigen Marke zusammenzuarbeiten und weiche, bequeme und tragbare Kleidungsstücke zu kreieren.

Unterwäsche und Pyjamas sind eine bequeme Notwendigkeit mit einem großen Sinn für Mode.

GREENSTYLE: „We Want a Better World“ ist nicht Ihre erste nachhaltige Kooperation. Auch mit Zalando haben Sie bereits kooperiert. Die RE:CYCLE Kollektion wurde damals aus nicht-verkauften Kleidungsstücken der letzten Saisons gefertigt. Diesmal setzen Sie auf Cradle-to-Cradle. Was reizt sie an den verschiedenen Facetten der Nachhaltigkeit?
Viktor&Rolf: Die Kreativität, die mit bewusstem Design einhergeht. Neue Wege finden um nachhaltig zu sein und gleichzeitig einen künstlerischen Ansatz und ein qualitativ hochwertiges Produkt herzustellen.

GREENSTYLE: Hat diese Zusammenarbeit und die daraus resultierenden Erkenntnisse Ihren Blick auf Nachhaltigkeit verändert?
Viktor&Rolf:  Die Kreativität, die mit bewusstem Design einhergeht. Neue Wege finden, um nachhaltig zu sein und gleichzeitig einen künstlerischen Ansatz und ein qualitativ hochwertiges Produkt beizubehalten.
Viktor&Rolf: Ja, wir haben gelernt, dass immer mehr möglich ist. Calida ist sehr innovativ, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Wir freuen uns, Teil der ersten 100 Prozent kompostierbaren Kollektion mit diesem einzigartigen Cradle-to-Cradle-Ansatz zu sein.

Viktor&Rolf
Viktor&Rolf

Wir haben gelernt, dass immer mehr möglich ist.

GREENSTYLE: Welche Auswirkungen haben diese Kooperationen auf zukünftige Viktor&Rolf Kollektionen?
Viktor&Rolf: Bewusstes Design ist für uns als Designer und als Modemarke eine wichtige Facette. Wir werden in unserer Arbeit weiterhin verschiedene achtsame und bewusste Ansätze einbringen.

GREENSTYLE: Giorgio Armani hat gerade in einem Brandbrief eine Entschleunigung der High Fashion gefordert, um u.a. die Überproduktion zu reduzieren. Was raten Sie unseren Lesern?
Viktor&Rolf: Achtsam und freundlich sein.

GREENSTYLE: Wie sieht Ihre Vision von nachhaltiger Couture aus?
Viktor&Rolf: Couture ist für uns unser Experimentierlabor. In der Vergangenheit haben wir Vintage-Archivstücke als Grundlage für neue Kreationen verwendet. Das haben wir in unserer Vagabonds-Kollektion 2016 und der Action Dolls-Kollektion gezeigt.

Viktor&Rolf
Viktor&Rolf

Couture ist für uns unser Experimentierlabor.

Für unsere Kollektion „Boulevard of Broken Dreams“ im Jahr 2017 haben wir – häufig beschädigte – Vintage-Cocktail- und Abendkleidung aus verschiedenen Jahrzehnten verwendet. Wir haben diese Fragmente mit Gold zusammengesetzt, inspiriert von Kintsugi, einem Prinzip der japanischen Keramik, bei dem wahre Schönheit aus Unvollkommenheit entsteht. Für „Spiritual Glamour“ haben wir in Zusammenarbeit mit Claudy Jongstra handgefilzte Stoffe verwendet, die mit natürlichen Inhaltsstoffen gefärbt wurden. Nachdem wir unseren Vorrat bei unseren früheren Upcycling-Couture-Shows fast erschöpft hatten, wandten wir uns für unsere neueste „Patchworks“ -Kollektion unserem Archiv mit Stoffmustern zu.

GREENSTYLE: Gibt es schon weitere Pläne für nachhaltige Kooperationen?
Viktor&Rolf: Stay tuned…

Hier die Kollektion entdecken und kaufen >>>

Gut zu wissen:
CALIDA war 2016 das weltweit erste Wäschelabel, welches das unabhängige Label MADE IN GREEN by Oeko-Tex® einführte, welches nach strengsten sozialen und ökologischen Kriterien vergeben wird und zu Transparenz verpflichtet. 2018 folgte die Lancierung des ersten 100% kompostierbaren T-Shirts der Serie 100% NATURE. Die „We want a better world“ Capsule Collection ist seit Mai 2020 in den Stores und ab Oktober in einer zweiten Edition erhältlich.

Footprint – die App für nachhaltige Entscheidungen

footprint

Mit Footprint planen die Münchner Macher Sebastian Gier und Daniel Scholz eine nachhaltige App, die Menschen helfen soll, ihre CO2-Auswirkungen zu verstehen, indem sie Zahlen in einen Kontext setzen. Die Zeit zum Launch Termin (Beta Version launching soon) verkürzen die Impact Stories auf der Footprint-Website.

Nicht verpassen:
Was: Footprint Nachhaltigkeitskonferenz
Wann: 9.7.2020, 10-11.30 Uhr
Wie: Hier registrieren >>>

Wie wir unseren Fußabdruck verringern können? Indem wir unsere Verhaltensmuster überdenken und verändern. Selbstreflexion sehen die footprint-Macher als den Schlüssel für eine nachhaltigere Zukunft. Mit ihrer Entwicklung möchten sie Menschen helfen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen.

Mit Footprint möchten wir den Menschen helfen, nachhaltigere Entscheidungen zu treffen

Dazu lassen sie auf ihrer begleitenden Website  im Rahmen der „Ecopreneur Stories“ internationale Game Changer zu Wort kommen, die sich für eine nachhaltigere Zukunft einsetzen. Der Hinweis im Teaser, dass man hier mehr über „führende Ecopreneurs auf der ganzen Welt“ erfahren kann, ehrt uns sehr, war doch Mirjam Smend als #3 eine der ersten Teilnehmerinnen . Dass Mirjam über nachhaltige Mode gesprochen hat, dürfte wenig überraschen. Ihren Input findet ihr hier >>>

Mehr erfahren über die Perspektiven von Menschen, die die Welt verändern möchten.

Footprint
Magdalena Muttenthaler

Inzwischen finden sich einige spannende Porträts auf der noch jungen Plattform. So kommen neben Magdalena Muttenthaler, Gründerin von Free MInded Folks und Co-Director des Founder Institute Munich, interessante Gründer*innen zu einer großen Bandbreite an Themenfeldern zu Wort. Von nachhaltiger Reise bis hin zu nachhaltigem Coaching um nur einge wenige zu nennen.

Save the Date: From local action to global impact

Am 9.7.2020 von 10-11.30 Uhr organisieren die beiden Game Changer aus München eine Nachhaltigkeitskonferenz. Experten aus der ganzen Welt sprechen darüber wie sich lokale Auswirkungen, Veränderungsmöglichkeiten und der Einfluss auf globaler Ebene verbinden. Denn unser Verhalten hat nicht nur Einfluss auf unsere direkte Umgebung. Unser Verhalten wirkt global.

Jetzt Tickets sichern >>>

footprint

Gute Luft für gutes Miteinander

Fair Fashion Solidarity, Nachbarschaftshilfe & Co. – all die guten Dinge, die wir in der Krise lernen, sollten wir in guten Zeiten nicht vergessen. Deshalb hat der Münchner Kommunikationsexperte Holger Petermann von THINK INC. die Kampagne #guteluft gelauncht

THINK INC. Co-Founder Holger Petermann hätte auf der GREENSTYLE Conference im März 2020 am Panel „Die Farben der Saison… sind der Schatten der Nachhaltigkeit. Gibt es den richtigen Weg?“ teilgenommen. Aber daraus wurde bekanntlich erst mal nichts. Da kam Corona dazwischen. Und Corona, beziehungsweise die Erfahrungen dieser Zeit, haben den PR und Marketing-Experten dazu inspiriert, die Kampagne #guteluft zu launchen.

Zeige Haltung und übernehme Verantwortung.
Dein ethisches Handeln zählt – jetzt und nach Corona.
NOW IS THE NEW NORMAL.

Think Inc

Worum geht’s? Die Kampagne möchte „das achtsame und verantwortliche Miteinander in den Fokus rücken und auch für die Zeit nach Corona erhalten“. Susanne Barta hat Holger Petermann via Zoom zur Kampagne befragt, denn was wir jetzt in der Krise lernen, sollten wir in guten Zeiten nicht vergessen.

„Mir müssen schauen, dass wir die Wirtschaft jetzt besser aufbauen nach etwas anderen Richtlinien.“ Holger Petermann, THINK INC.

Dass diese Zeit ihre Spuren hinterlassen wird, davon gehen die meisten von uns aus. Was wir allerdings daraus lernen und mitnehmen werden, let´s see. „Die #guteluft Kampagne vermittelt, was wir heute haben, sollten wir morgen weiterbenutzen und nicht mehr verlieren.“ Holger glaubt daran, „dass solche Weltkrisen schon dazu führen, dass wir eine gesellschaftliche Veränderung haben werden.“

„Sehr viele Kinder und Jugendliche haben diese Werte, die wir nicht haben, sie lernen sie spielerisch. Meine Hoffnung ist bei der Jugend.“

Holgers Anleitung zum viralen Erfolg:

A Du entdeckst die Kampagne und teilst sie, mach einfach mit!
B Mach Dein eigenes Motiv, nutze die Bausteine (siehe unten) und poste dies in deinem Feed
C verlinke die Hashtags und Deine Freunde, mit denen Du es teilen möchtest

Hier sind die Bausteine:

  1. Wähle ein relevantes Bild, eines von Dir oder auch das eines Freundes.
  2. Integriere #guteluft und unterlege den Begriff in Blau
  3. Übernehme den Gute Luft Basistext und platziere ihn auf Deinem Bild: Was wir jetzt in der Krise lernen, sollten wir in guten Zeiten nicht vergessen. Zeige Haltung und übernehme Verantwortung. Dein ethisches Handeln zählt – jetzt und nach Corona. NOW IS THE NEW NORMAL
  4. Hashtag #guteluft oder #goodair
  5. Tagge Deine Freunde und share Deine Motive, denn davon gibt es unendlich viele!
  6. verlinke: @holger_petermann

#GOODAIR (#GUTELUFT)

A campaign by Holger Petermann, THINK INC. Communications

Pandemie: Wie die Modebranche leidet.

pandemie

In der Krise wird die Mode Opfer ihres eigenen Geschäftsmodells und ist gnadenloser denn je. Anja Utfeld liefert mit ihrer ZDF-Doku „Pandemie: Wie die Modebranche leidet.“ einen spannenden Einblick in die aktuelle Situation der Branche mit Inhalten von u.a. Mirjam Smend, Dr. Peter Rinnebach (Accenture), Dr. Gisela Burckhardt (Femnet) und Prof. René Fahr (Universität Paderborn).

Pandemie: Wie die Modebranche leidet.

Die Modewelt dreht sich immer schneller. Immer mehr Trends folgen in immer kürzeren Abständen. Und dann kam Corona mit dem Shutdown. Die Fashion Welt bricht zusammen wie kaum eine andere Branche.
♦ Modetempel machen dicht.
♦ Die Branche sitzt auf Klamottenbergen von unüberschaubarem Ausmaß.
♦ In den Lagern der Textilsammler stauen sich Unmengen an Altkleidern.
♦ Durch Corona ist der weltweite Second Hand Markt zusammengebrochen.
♦ Und auch die Produktionsländer sind massiv betroffen.

In der Krise ist die Modenbranche gnadenloser denn je.

Laut Handelsverband Textil wurden vor Corona täglich mehr als 10 Millionen Kleidungsstücke verkauft. Inzwischen sind die Umsätze massiv eingebrochen. Die Branche sitzt auf Bergen von Klamotten. Aber es kommen noch weitere Lieferungen nach. Der Grund? Große Teile der Textilien werden in China produziert und werden per Schiff in Containern nach Europa verschickt.

„Das Problem der Modeindustrie ist die Kombination aus schneller Taktung mit kurzfristigen Trends und monatlichen Neuheuten bei langer Reaktionszeit.“ Dr. Peter Rinnebach, Managing Director Accenture

Im Februar hatten viele Händler noch Angst, ihre Ware aus China nicht zu bekommen. Deshalb wurden einige Produktionen in andere asiatische Länder verlagert. Dann kam auch in Europa der Shutdown. Die Zeit vom Entwurf bis sie dann im Laden liegt, dauert auch heute immer noch fast ein Jahr. Auch die Produktion in Asien dauert einige Monate. Deshalb können die Marken bei kurzfristigen Veränderungen kaum reagieren. Das Problem der Modeindustrie ist die Kombination aus schneller Taktung der kurzfristigen Trends und monatlichen Neuheuten bei langer Reaktionszeit. Und deshalb kommt trotz massiver Überbestände immer noch neue Ware nach Europa.

pandemie

Auch vor Corona hatten wir schon ein massives Überangebot im Handel.

Deshalb wurde auch damals schon nur ein geringer Teil der Ware zum vollen Preis verkauft. Was vorher schon sehr schwierig für die Profitabilität der Unternehmen war, bringt sie heute teilweise in Existenznot.

Die Überbestände sind so groß wie nie. Was passiert damit?

Innature nimmt nicht verkaufte Neuware als Spende entgegen und organisiert die Weitergabe an gemeinnützige Organisationen. Ein Modell, das aus vielerlei Gründen sinnvoll wäre. Hätte das System nicht einen Haken: Spenden ist teurer als vernichten. Denn auch wenn ein Unternehmen spenden möchte, wird die Umsatzsteuer fällig.

Jeans mit Neupreis 50 Euro
Spendenkosten 4,66 Euro
Entsorgungskosten 0,85 Euro

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will verhindern, dass Neuware vernichtet wird. Aber warum ist Spenden dann immer noch teurer? Das Bundesumweltministerium beruft sich dabei auf die Tatsache, dass das deutsche Steuerrecht auf EU-Recht basiert und das eine Umsatzsteuerbefreiung von Sachspenden von Unternehmen nicht zulässt.

Neuware spenden ist teurer als vernichten.

Laut einer Studie der Universität Bamberg (Forschungsgruppe Retourenmanagement) wurden schon vor Corona 3,9 Prozent der Retouren im Versandhandel entsorgt. Auch wenn das auf den ersten Blick nach wenig aussieht – wir sprechen hier von 20 Millionen Artikeln im Jahr. Viele Produkte sind defekt, aber ca. 7,5 Millionen Artikel hätten noch gespendet werden können.

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20 Millionen retournierte Artikel werden pro Jahr entsorgt.

Welche Maßnahmen ergriffen werden, um den textilen Einzelhandel durch die Krise zu bringen und die Modeindustrie wieder auf gesunde Füße zu stellen, das Problem von Krediten, Preisreduzierungen, Überbeständen sowie weitere Einblicke in das  Thema Altkleider und die Probleme der Branche mit billiger Kleidung, und der Situation der Näherinnnen in Bangladesch, einem fehlenden Lieferkettengesetz, Entschleunigung in der Mode und neue Ansätze gibt’s in der Dokumentation „Pandemie: Wie die Modebranche leidet.“

Planet e. Pandemie: Wie die Modebranche leidet.
Eine Dokumentation von Anja Utfeld. Staffel 01, Folge 08
Hier ansehen (bis 14.6.2021)

FOGS Magazin: Anja Woertge übernimmt

FOGS Magazin

Mit Anja Woertge bekommt das nachhaltige FOGS Magazin nicht nur eine neue Chefredakteurin. Die 33-Jährige, die seit September 2018 als freiberufliche Texterin & Stylistin für das Magazin tätig war, wird auch die Rolle der Herausgeberin übernehmen.

Nachdem zuletzt zu lesen war, dass das Magazin, vorübergehend nicht weiterproduziert werden soll, sind diese Nachrichten mehr als erfreulich. Die Entscheidung das Magazin unter neuer Führung weiterzumachen können wir nur begrüßen. Nicht nur, weil uns das nachhaltige Magazin als Medienpartner erhalten bleibt. Auch, weil wir Anja Woertge, mit der wir zuletzt zum Thema ’nachhaltiger Modejournalismus‘ gesprochen haben, sehr schätzen.

FOGS Magazin

Anja Woertge tritt die Nachfolge von Herbert Bren an

Anja Woertge war seit 2018 als Modeleitung für das FOGS Magazin tätig und kennt den Titel daher genau. Mit zeitgeistigen Modestrecken hat sie immer wieder aufs Neue bewiesen, dass nachhaltige Mode ohne Zweifel neben konventionellen Trends bestehen kann. Ihre Nachfolge auf Herbert Bren sieht Anja Woertge, die an der AMD Akademie Mode & Design in Berlin studiert hat, eine große Herausforderung, vor allem aber die Chance, das Heft optisch und thematisch im Sinne des Green Lifestyle weiter zu entwickeln.

FOGS Magazin

Das FOGS Team

Unterstützt wird sie dabei von einem Team erfahrener Redakteurinnen: Judith Gerstbrein, die als Beauty & Lifestyle-Journalistin in Hamburg lebt, wird weiterhin die Position der Beautyleitung bekleiden und ihre Expertise rund um das Thema Naturkosmetik & Clean Beauty in das Magazin einbringen. Neu im Team sind Anita Bauer als Modeleitung und Ines Risi als Content Marketing Managerin für Print und Online. Die Inhalte für die Themenfelder Gesundheit, Reisen, Zeitgeist und Kulinarik liefert ein Team aus Autor*innen.

Ausbau der digitalen Kanäle beim FOGS Magazin

Zunächst wird sich die Redaktion auf den Ausbau der digitalen Kanäle konzentrieren. Die nächste Print-Ausgabe des FOGS Magazins wird aller Voraussicht nach Anfang 2021 erscheinen.

Fast Fashion: Die Schattenseiten der Mode

Fast Fashion: Die Schattenseiten der Mode

„Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode“ ist eine Ausstellung des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, die – nachdem sie 2015 in Hamburg gestartet ist – aktuell in Berlin gastiert. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, haben die Organisatoren für den 10. Juni 2020 um 17 Uhr eine Führung auf Instagram organisiert.

Save the Date

Instagram Live Führung
Wann: 10. Juni 2020 um 17 Uhr
Wo: @staatlichemuseenzuberlin

Fast Fashion

Wieviel Wasser verbraucht ein Baumwoll-Shirt? Wo gelangen die Giftstoffe hin, die beim Färben eines konventionellen Kleidungsstückes auftreten? Unter welchen Bedingungen arbeiten die Prozent*innen vor Ort in Ländern wie Bangladesch, Vietnam und Kambodscha, wenn ein Shirt bei und nur 5 Euro kostet? Die Ausstellung „Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode“ bringt die „Modesünden“ billig produzierter Kleidung ans Tageslicht, erläutert, wie die globale Fast Fashion-Industrie funktioniert und wie Produzent*innen und Konsument*innen zusammenhängen.

Slow Fashion

Ein weiterer Themenkomplex ist der Slow Fashion Bewegung gewidmet, die sich in den letzten Jahren als Gegenbewegung gebildet hat. Beleuchtet wird hier die Berliner Szene, die sich mit eco-fairer Produktion von Kleidung beschäftigt und lässt Berliner Pionier*innen der fairen und nachhaltigen Mode zu Wort kommen. Sie geben Einblick in ihr Schaffen und ihre Visionen und erzählen, was für sie faire und nachhaltige Mode ist – vom umweltschonenden Upcycling überfaire Produktionsbedingungen bis hin zu Kleidungsstücken aus zertifizierten Stoffen und Kleidertauschpartys.

Der Trailer zu Fast Fashion: Die Schattenseiten der Mode

Nachhaltig produzierende Labels, die nicht nur aus Berlin stammen gibt’s hier

Aufmacherbild: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / David von Becke